Es ist 2004, meine Eltern sind im Urlaub, für meine Freunde und mich hieß das: LAN-Party. Im Erdgeschoss unseres Hauses fanden sich gut 20 Teenager mit klobigen Rechnern und Röhren-Monitoren ein.
Da wir einen DSL-Anschluss hatten, wurde ein Kabel aus dem 2. Stock nach unten gelegt, aufgrund der Länge des Kabels lief das aber durch zwei offene Fenster an der Hauswand entlang. In der Rückschau war das Ende Januar nicht unser bester Einfall. Das war damals aber egal, denn wir haben Counter-Strike gespielt und wir haben es geliebt.
Ähnliche Gefühle haben vermutlich auch das Team von CS: Legacy dazu inspiriert, das alte Counter-Strike zurückzubringen.
Counter-Strike wie früher
CS: Legacy ist ein komplett eigenständiges Spiel, also keine Mod, sondern ein Remake von Counter-Strike 1.6. Bei den Entwicklern handelt es sich zum Teil um ehemalige Mitglieder des Fan-Projekts CSPromod.
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CS: Legacy - das Fan-Remake zu Counter-Strike 1.6. soll noch 2025 erscheinen
Legacy wurde, so heißt es im ersten offiziellen Trailer, »von Grund auf mit 100 Prozent eigenem Code und Spiel-Assets entwickelt«. Genutzt wird allerdings Valves Source Engine mit »umfangreichen Überarbeitungen des Renderers, der Shader und anderer Systeme«.
Geplant ist eine Veröffentlichung auf Steam im Early Access noch im Jahr 2025, ein konkretes Datum gibt es nicht. Patreon-Unterstützer sollen allerdings vorzeitigen Zugang zu Test-Builds erhalten. Zu möglichen Kosten gibt es zurzeit noch keine Informationen.
Laut der Patreon-Seite habe man »jede Mechanik, jede Bewegung und jedes Waffenverhalten originalgetreu aus dem klassischen Spiel übernommen«. Es soll jedoch einige technische Verbesserungen, neben den optischen, im Vergleich zum Original geben.
Wird Valve dort einschreiten?
Erst im Januar 2025 hat Valve einer Fan-Mod zu CS 2, die ebenfalls 1.6 in der Moderne bringen wollte, einen Riegel vorgeschoben. Die Entwickler beteuerten, ganze acht Jahre ohne Probleme und mit dem Wissen von Valve daran gearbeitet zu haben.
CS: Legacy gibt sich optimistisch und erklärt: »Wir besitzen die Gesamtheit unserer Arbeit, was die Zukunft und das unbegrenzte Potenzial des Spiels garantiert.« Ob das nun Valve davon abhält, bei der Nutzung ihrer Marke einzugreifen, bleibt abzuwarten.
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