Cyberpunk 2077: Die Entwickler wollen, dass ihr sie austrickst

Wie CD Projekt verrät, ist die Nutzung von Exploits und ungewöhnlichen Lösungswegen in Cyberpunk 2077 ausdrücklich erlaubt. Level Designer Miles Tost liefert dafür zwei Beispiele.

von Dennis Zirkler,
06.07.2020 16:30 Uhr

Das Nutzen von Exploits und ungewöhnlichen Wegen ist in Cyberpunk 2077 ausdrücklich erwünscht. Das Nutzen von Exploits und ungewöhnlichen Wegen ist in Cyberpunk 2077 ausdrücklich erwünscht.

Während Exploits in anderen Spielen in der Regel schnell behoben werden, gehören sie bei Cyberpunk 2077 zum Spielkonzept. Die Entwickler freuen sich sogar, wenn ihr ungewöhnliche Wege nutzt oder die Spielmechaniken aushebelt, um ans Ziel zu kommen.

Mit Exploits zum Erfolg

Wie wir von den Entwicklern erfahren haben, stellt das Ausnutzen von Exploits kein Problem für die Cyberpunk-Macher von CD Projekt Red dar. Vielmehr finden die es sogar unheimlich cool zu sehen, welch kreative Wege die Spieler finden, um an Ziel zu kommen.

Senior Level Designer Miles Tost verrät, dass es jederzeit mehrere Lösungswege für die euch gestellten Aufgaben geben wird, um das Spielen zu einer möglichst persönlichen Erfahrung zu machen - schließlich bleibt den Spielern überlassen, welche Art von Charakter euer Protagonist V werden soll.

Auch beim ersten Anspielen von Cyberpunk 2077 waren Elena und Micha positiv überrascht, wie viele Herangehensweisen an einzelne Quests möglich sind. Mehr dazu lest ihr in Elenas knackiger Preview oder in Michas umfangreicher Angespielt-Analyse:

Für die bereits aus der Demo bekannte Mission um den Flathead-Roboter sind allein sechs unterschiedliche Lösungswege samt verschiedener Nuancen möglich. Im fertigen Spiel wird man aber auch Situationen mit Varianten überwinden können, auf die CD Projekt während der Entwicklung selbst niemals gekommen wäre. Als Beispiel nennt der Level Designer eine Sniper-Mission, die beim Antesten durch einen Exploit extrem vereinfacht wurde:

"In einer Hütte verschanzen sich mehrere Feinde, darunter auch ein besonders starker Feind. Durch einen »Quickhack« der darin befindlichen Sicherheitskameras konnte der Tester das Innere der Hütte sehen und erspähte eine Türklingel. Mit weiteren Hacks löste er diese aus, was dazu führte, dass ein Feind die Tür öffnete und sich so genau ins Fadenkreuz des Spielers begab. Nachdem er dieses Prozedere mehrmals wiederholte, hatte er alle Feinde - auch den Bossgegner - erledigt, ohne dass diese auch nur den Hauch einer Chance auf Gegenwehr hatten."

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In Bullet-Time über die Fußgängerampel

Des Weiteren berichtet Tost, dass solche ungeplanten Lösungswege fast täglich von den Playtestern entdeckt werden - und die finden gar selbst Wege, um offensive Fähigkeiten komplett anders als geplant zu nutzen:

Eine reflexverbessernden Cyber-Augmentierung, die den Spielern kurzzeitig übermenschliche Geschwindigkeit verleiht, sollte etwa die Kämpfe durch einen Bullet-Time-Modus vereinfachen. Doch die Spieler entdeckten schon bald weitere nützliche Einsatzmöglichkeiten - etwa, um in Schleichpassagen blitzschnell Feinde und Sicherheitskameras zu umgehen oder einfach um noch fix die grüne Fußgängerampel zu erwischen.

Miles ist jedenfalls gespannt, welch weitere kreativen Wege die Spieler finden, wenn Cyberpunk (hoffentlich) am 19. November 2020 erscheint. Aktuell sorgen übrigens einige gestrichene Features wie der eingedampfte Techie-Spielstil für Furore. Kollegin Elena erklärt in ihrer Kolumne aber, warum das sogar etwas Positives sein kann.

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