Am 11. Dezember ist es so weit: Diablo 4 startet in die nächste Runde. Unter dem Titel Season of Divine Intervention bringt Blizzard ein Update an den Start, das es in sich hat. Während viele von euch sicher primär auf neuen Content geschielt haben, liefert das Entwicklerteam dieses Mal ein Paket ab, das tief in die Mechaniken des Spiels eingreift.
Die Rückkehr der Niederen Übel
Für Veteranen der Serie dürfte dieser Name Musik (oder wohl eher Höllenlärm) in den Ohren sein: Azmodan kehrt zurück! Der aus Diablo 3 bekannte General der Hölle feiert sein Debüt in Diablo 4 als brandneuer Weltboss.
Ihr werdet ihm aber nicht nur in der offenen Welt begegnen. Azmodan fungiert auch als finaler Prüfstein im neuen Fortschrittssystem (dazu gleich mehr). Aber er kommt nicht allein. Die Season steht thematisch ganz im Zeichen der koordinierten Offensive der Niederen Übel. Das bedeutet für euch, dass ihr die Schergen der Hölle in fast allen Endgame-Aktivitäten wiederfindet, wo sie spezifische Bereiche »übernehmen«:
- Duriel macht die Höllenflut (Helltide) unsicher.
- Belial nistet sich in der Grube (The Pit) ein.
- Andariel erwartet euch in der Unterstadt (Undercity).
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Diablo 4: Im Trailer zu Season 11 bricht die Hölle los – Die Niederen Übel kehren zurück!
Das neue »Sanctification«-System
Aber wo viel Schatten ist, muss auch Licht sein. Als Antwort auf die Invasion entsendet der Hohe Himmel den Engel Hadriel, der als neuer NPC fungieren wird. Er gewährt euch sogenannte »Divine Gifts«, wenn ihr euch dem Ansturm der Dämonen entgegenstellt.
Das spannendste Feature für alle Theorycrafter unter euch dürfte jedoch die Sanctification sein. Dieses neue Crafting-System setzt auf dem bestehenden Masterworking auf, geht aber noch einen Schritt weiter. Wenn ihr ein Item »heiligt«, habt ihr die Chance auf extrem mächtige Upgrades:
- Hinzufügen einer zusätzlichen legendären Eigenschaft.
- Aufwertung eines normalen Affixes zu einem »Greater Affix«.
- In seltenen Fällen soll ein Item sogar unzerstörbar werden oder komplett neue »Sanctification Affixe« erhalten.
Damit dreht Blizzard erneut an der Power-Spirale, und die bislang beste Ausrüstung ist ab dem 11. Dezember potenziell nicht mehr »Best in Slot«, bis ihr sie durch dieses neue göttliche Schmiedefeuer geschickt habt.
Der neue Season Rank
Vielleicht die kontroverseste, aber definitiv einschneidendste Änderung betrifft euren Fortschritt. Blizzard verabschiedet sich (zumindest in der bekannten Form) von der klassischen Saisonreise und führt den Season Rank ein.
Dieses System ist deutlich straffer organisiert und an echte Herausforderungen gekoppelt. Um im Rang aufzusteigen, reicht es nicht mehr, einfach nur Fleißaufgaben zu erledigen. Ihr müsst nun spezifische Capstone Dungeons bewältigen, um den nächsten Rang freizuschalten. Das erinnert stark an die World-Tier-Freischaltungen, wird hier aber granularer für den Saison-Fortschritt genutzt.
Blizzard verspricht dafür »größere Belohnungen« und ein klareres Ziel vor Augen. Ob das den Casual-Spielern unter euch gefallen wird, die einfach nur entspannt leveln wollen, bleibt abzuwarten – der Anspruch scheint jedenfalls zu steigen.
Neben den großen Änderungen gibt es viele kleinere unter der Haube, die ihr sofort spüren werdet. Blizzard hat an der KI der Monster geschraubt. Gegner sollen nun ihre Rollen im Kampf klarer ausfüllen und weniger vorhersehbar agieren. Die Entwickler nennen das »Evolved Monster Combat«.
Passend dazu wurden auch defensive Werte überarbeitet. Rüstung und Resistenzen unterliegen nun stärkeren »Diminishing Returns« (abnehmender Wirkung) bei hohen Werten, und es wurde ein neuer »Toughness«-Stat (Zähigkeit) eingeführt. Das Ziel: Billige »One-Shot«-Mechaniken sollen reduziert werden, dafür werden die Kämpfe aber hoffentlich etwas taktischer.

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