Diablo: Spielbares Fan-Remaster will das Beste aus dem Klassiker holen

Seit Jahren ist mit Devilution ein Source-Port von Diablo in Entwicklung. Dank des Projekts spielt ihr den Klassiker mit Features wie Widescreen-Support.

von Mathias Dietrich,
13.10.2020 08:36 Uhr

Wenn ihr das klassische Diablo nochmal spielen wollt, empfiehlt sich DevilutionX. Wenn ihr das klassische Diablo nochmal spielen wollt, empfiehlt sich DevilutionX.

Ein kurzer Zeitsprung: Im Jahr 2018 berichteten wir davon, wie ein Diablo-Fan mit Devilution in tausenden von Stunden Arbeit den Quellcode des Spiels neu zusammenbaute.

Auf Basis dieses Projektes erschuf der Macher ein weiteres namens DevilutionX: Eine Art Remaster, das ihr bereits herunterladen könnt. Zum Spielen benötigt ihr aber eine Datei des Originals (dazu weiter unten mehr).

Was bringt DevilutionX?

DevilutionX zielt darauf ab, Diablo für moderne Systeme tauglich zu machen, indem man Funktionen wie Widescreen-Support, eine unbegrenzten Framerate, Controller-Unterstützung und mehr einbaut. Zudem behebt es zahlreiche Bugs der Original-Version des Action-Rollenspiels.

Die neueste Version 1.1.0 erschien erst am 11. Oktober 2020. Damit könnt ihr nicht nur den Schwierigkeitsgrad im Singleplayer-Modus anpassen und die Spielgeschwindigkeit beeinflussen. Sie erlaubt auch die Nutzung sämtlicher Objekte und Monster in benutzererstellten Maps.

So spielt ihr das Fan Remaster

DevilutionX gibt es nicht nur für Windows-PCs, sondern auch für Linux, Mac die Nintendo Switch und gar Android Smartphones. Wer also nicht auf Diablo Immortal warten will - oder an sich kein Interesse an der offiziellen Mobile-Umsetzung hat - kann jetzt einfach das Original unterwegs zocken.

Das braucht ihr

  • Ladet DevilutionX für euer System von Github herunter
  • Die Android-Version gibt es im Google Play Store
  • Ihr benötigt die diadat.mpq von Diablo. Die findet ihr entweder auf der Original-CD, oder wenn ihr das Spiel auf GOG kauft.
  • Verschiebt diese Datei in den Installationsordner von DevilutionX

Wie spielt sich Diablo heute ohne Remaster? Das haben wir für GameStar Plus kürzlich ausprobiert, das amüsante Ergebnis seht ihr im Video (jetzt drei Monate GameStar Plus gratis sichern):

Diablo zum ersten Mal gespielt: Den Butcher sehen und sterben PLUS 23:24 Diablo zum ersten Mal gespielt: Den Butcher sehen und sterben

Gibt es ähnliche Projekte?

Bei DevilutionX handelt es sich um einen so genannten Source Port. Mit diesen Unterfangen versuchen Fans, die Engine eines älteren Spiels nachzubauen oder eine neue zu entwickeln, die die Dateien des jeweiligen Titels verwenden kann.

Auf diese Art und Weise können sie nicht nur Bugs entfernen, sondern die Titel auch um neue Features erweitern und auf andere Systeme portieren. Auch bessere Mod-Unterstützung ist häufig ein Ziel entsprechender Unterfangen.

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Beispiele für Source Ports

  • OpenMW: Baut die Engine von Morrowind nach. Nutzt die Ressourcen moderner Systeme besser und hat auch eine komfortablere Mod-Unterstützung. Gibt es auch für Android.
  • OpenXcom: Ein SourcePort des originalen XCom Ufo Defense und Terror from the Deep. Behebt nicht nur Bugs, sondern schraubt auch am Balancing.
  • Revone: Will Star Wars: KOTOR und The Sith Lords modernisieren mit Features wie einem Multiplayer-Modus.
  • Daggerfall Unity: Ein Nachbau der Engine von The Elder Scrolls 2, mit dem die Originaldaten auf Basis der modernen Unity-Engine gespielt werden können. Beachtet dazu auch unseren Plus-Report:

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Ist das legal? Da Source Ports keinerlei urheberrechtlich geschütztes Material verwenden oder gar verteilen, gibt es keine rechtlichen Schwierigkeiten mit ihnen. Deswegen benötigt ihr auch stets die Originaldateien der jeweiligen Titel, um einen entsprechenden Port nutzen zu können.

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