Seit etwas mehr als 24 Stunden können Diablo-Fans endlich Vessel of Hatred spielen. Das erste große Addon bringt haufenweise Neuerungen ins Spiel, allen voran natürlich eine neue Klasse und die Fortführung der Geschichte aus dem Hauptspiel.
Die Frage ist: Wie gut kommt das Addon bei den Fans an?
Wir haben mal für euch in die Foren bei Blizzard, Reddit und Steam geschaut. Das Ergebnis hat uns nicht überrascht, denn wir kamen in unserem Test zu einem sehr ähnlichen Urteil wie die Community.
Der Spiritborn kommt noch am besten weg
Fangen wir erst mit dem Guten an. Vor allem das Gameplay rund um die neue Klasse des Geistgeborenen (auf Englisch Spiritborn
) wird von vielen Fans ausdrücklich gelobt. So wird er etwa als die ausgefeilteste und flexibelste Klasse
und als super lustig und einzigartig
beschrieben.
Ähnlich angetan ist auch ein weiterer Reddit-User, der süffisant anmerkt: Der Spiritborn fühlt sich gut an, ich erwarte ziemlich schnell einen Nerf, der das beheben wird.
Es gibt aber auch kritische Stimmen, die in dem Spiritborn eigentlich nur einen Mönch aus Diablo 3 in neuem Gewand sehen. Einige wollen sogar erkannt haben, dass die neue Klasse einige der Mönch-Animationen wiederverwertet.
Die neue Map zündet nicht so richtig
Mit der Rückkehr in den Dschungel von Nahantu wollte Blizzard wohl mächtig auf die Nostalgie-Tube drücken. Dieser Plan ging aber nur so halb auf. Klar, es finden sich auch lobende Stimmen zum neuen Gebiet des Addons. Aber meist will der Funke einfach nicht so richtig überspringen.
Ein User schreibt etwa:
Die neue Karte ist ziemlich mittelmäßig. Ich würde sagen, Nahantu ist manchmal kaum von Hawezar zu unterscheiden, vor allem in Bezug auf die Dungeons, aber ich würde nicht sagen, es ist ein Tiefpunkt. Je tiefer man in einige Gebiete vordringt, desto cooler wird es.
13:39
Diablo 4: Vessel of Hatred macht im Test so viel richtig und eine Sache furchtbar falsch
Auch ein anderer Fan scheint nicht empfänglich für die Nostalgie zu sein:
Ich versuche herauszufinden, warum sie Nahantu weiterhin als ein Gebiet von Diablo vermarkten, das wir noch nie gesehen haben. Bis jetzt ist Nahantu nur Kurast und die umliegenden Gebiete. Wir waren schon mal hier; es ist nicht neu; sicher gibt es ein paar neue Dinge, die beim letzten Mal noch nicht da waren, aber das macht es nicht zu einem neuen Ort, den man noch nie in den Spielen gesehen hat.
Die Story … ach, wo sollen wir da anfangen?
Spoiler-Warnung: Wisst ihr, was passiert, wenn ihr die Kampagne von Vessel of Hatred noch nicht durchgespielt habt und dennoch weiterlest? Genau: Ihr erfahrt ein paar wichtige Punkte der Geschichte. Das wollen wir nicht, das wollt ihr nicht, also lest lieber etwas über die besten Builds für Season 6.
Reden wir nicht um den heißen Brei herum: Die Story der Kampagne ist mit Abstand der unbeliebteste Teil des Addons. Es ist erstaunlich, wie einheitlich negativ der Tenor der Fans in diesem Punkt ist. Wir haben versucht, eine positive Stimme zur Story zu finden - vergeblich.
Der aktuell heißeste Thread im Blizzard-Forum dreht sich einzig und allein darum, wie enttäuscht die Fans von der Geschichte sind, insbesondere dem antiklimaktischen Ende. Die Stimmung der Community rund um das Thema fasst dieser Kommentar gut zusammen:
Das kann echt nicht war sein, im Hauptspiel auf einen Mephisto-Kampf hinzudeuten, dann das Addon Hatred
zu nennen und schließlich kämpft man nicht gegen Mephisto, lol
Auf Steam wird die Kampagne sogar als völliger Müll
bezeichnet. Uff, das hat gesessen!
Ihr merkt: Die Stimmung in der Diablo-Community war schon besser. Vessel of Hatred hat vielen Fans keine Freude beschert, sondern eher eine herbe Enttäuschung. Die Frage ist jetzt, wie Blizzard auf diese Rückmeldungen reagiert. Es wäre nicht das erste Mal in der langen Geschichte der Reihe, dass das Entwicklerteam die gröbsten Baustellen mit zukünftigen Patches aus der Welt schafft und nachbessert.
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