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Alte Spiele in HD-Grafik: Die Logik hinter Remakes und Remasters

Remakes und Remasters werden millionenfach gekauft, das Wiederauflegen alter Marken ist ein profitables Geschäft. Und es erfreut auch die Fans. Meistens.

von Martin Dietrich,
21.09.2020 05:00 Uhr

Remakes und Remasters wie etwa die Legendary Edition von Mass Effect liegen im Trend. Dahinter steckt natürlich Kalkül. Remakes und Remasters wie etwa die Legendary Edition von Mass Effect liegen im Trend. Dahinter steckt natürlich Kalkül.

Selbst Shakespeare braucht mal ein Remaster. Fehler- und lückenhaft war die erste niedergeschriebene Version des Theaterstücks Romeo & Julia, weil sie mutmaßlich von Schauspielern und Schauspielerinnen aus dem Gedächtnis heraus aufgeschrieben und als »Raubkopie« weiterverkauft wurde. 1599 bekam deswegen die um ein Fünftel längere zweite Ausgabe den Untertitel »Neu korrigiert, erweitert und berichtigt« (auf Englisch: »Newly corrected, augmented, and amended«). In den Jahren danach erschienen noch drei weitere Drucke mit jeweils eigenen Änderungen.

Mehr als 400 Jahre später ist diese Praxis noch immer äußerst beliebt. Auch viele Videospiele werden heutzutage nicht einfach veröffentlicht und dann nie wieder angerührt. Sie werden nachträglich auf eine andere Hardware übersetzt oder technisch soweit angepasst, dass Hersteller den Remaster-Stempel draufpappen können. Wenn die Nachjustierungen weiter gehen und den Kern des Spiels betreffen, Grafik wie Gameplay aufwendig an moderne Standards angleichen, dann spricht man von einem Remake.

Update: Anlässlich der Ankündigung von Mass Effect: Legendary Edition haben wir diesen Artikel aktualisiert.

Das Paradebeispiel für ein gelungenes Remake dürfte wohl Resident Evil 2 sein. Das Kern-Gameplay der behutsamen Erkundung und der situativen Spannung wurden mit viel Liebe ins 21. Jahrhundert transportiert. Sowohl alte als auch neue Fans wurden dadurch abgeholt. Das Paradebeispiel für ein gelungenes Remake dürfte wohl Resident Evil 2 sein. Das Kern-Gameplay der behutsamen Erkundung und der situativen Spannung wurden mit viel Liebe ins 21. Jahrhundert transportiert. Sowohl alte als auch neue Fans wurden dadurch abgeholt.

Will man heute als Unternehmen mit halbwegs langer Verweildauer in der Branche erfolgreich sein, lohnt sich ein Blick zurück in die greise Vergangenheit, um die Kassen der Gegenwart klingeln zu lassen:

Für die nächsten Monate haben sich bereits Rückkehrer wie Prince of Persia sowie Mass Effect: Legendary Edition angekündigt und wollen alten Wein in neue Schläuchen füllen. Wahrscheinlich werden auch hier die Absatzzahlen den Herstellern Recht geben.

Die Gründe für die derzeit grassierende Nostalgiewelle liegen aber nicht nur in kommerziellen Überlegungen. Dahinter stecken auch unsere eigenen Komfortsehnsüchte und ein langsam älter werdendes Medium, das zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.