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Seite 2: Die Passage im Test – Endlich der DLC, den Anno 1800 verdient

Eine Schlittenladung voller Endgame-Inhalt

Dass die Arktis so fordernd ist, ist natürlich ihrem Endgame-Anspruch geschuldet. Hier sollte sich niemand herwagen, der nicht schon viele Stunden in Anno 1800 verbracht hat. Tatsächlich wird die Arktis erst ab der Ingenieurs-Bevölkerungsstufe spielbar, doch selbst das könnte für manche Inselreiche noch zu früh sein.

Inhaltlich kann die Arktis mit der Neuen Welt verglichen werden. Ihr lastet euch auf einen Schlag also viele neue Inseln, zwei neue Bevölkerungsstufen, neue Ressourcen und damit auch neue Produktionsketten auf. Allerdings bietet die Arktis anfangs noch sehr wenig im Gegenzug. Anfänglich lassen sich mit den wenigen Entdeckern etwa die unbedingt notwendigen Heizkörper kaum refinanzieren und ihr müsst schnell Waren wie Messing importieren um aufzusteigen. Das kostet Geld und Ressourcen.

Erst mit dem Erreichen der zweiten Arktis-Bevölkerungsstufe »Techniker« wird das Eisreich auch für eure anderen Regionen nützlich. Allerdings nur, indem bereits bekannte Bedürfnisse schneller erfüllt werden können. Die Arktis bieten etwa ertragreichere Goldminen und bessere Jagdhütten, die beide Ressourcen in größeren Mengen liefern. Erst das neue Gas bietet eine Ressource, die ihr überall gebrauchen könnt, aber nur in der Arktis abbaut. Bis dahin dürften die Meisten aber gut und gerne zehn Stunden beschäftigt sein.

In Die Passage gibt es auch ein paar unschöne Dinge zu tun. Etwa die gewissenlose Jagd nach Wal-Öl für Lampen. In Die Passage gibt es auch ein paar unschöne Dinge zu tun. Etwa die gewissenlose Jagd nach Wal-Öl für Lampen.

Gegen Ende der Hauptquest finden dann auch nach und nach die KI-Gegner ihren Weg in die Arktis und machen euch die Insel streitig. Sollte das zu einem Krieg führen, wird es kritisch, denn ihr könnt in der Arktis nur kleine Kanonentürme bauen und solltet deshalb auch eure Flotte zur Verteidigung entsenden.

Das klingt jetzt alles sehr anstrengend. Aber genau das ist ja das Tolle an Die Passage! Es gibt endlich wieder was zu tun. Wir dürfen planen, abwägen und müssen gleichzeitig unsere alten Gebiete weiterentwickeln. Später widmen wir uns mit dem Bau des Luftschiffhangars sogar einem zweiten Monumentalprojekt, das sehr viel Aufmerksamkeit fordert - auch wenn die Fertigstellung deutlich weniger Zeit und Ressourcen kostet als bei der Weltausstellung

Nicht nur heiße Luft

Wenn ihr euch durch Die Passage spielt, werdet ihr im Eis irgendwann auf Gasvorkommen stoßen. Diese neue Ressource ist einzigartig und kann nur auf riesigen Eisklippen abgebaut werden. Damit ihr sie überhaupt erreichen könnt, braucht ihr einen Luftschiffhangar und müsst euer erstes Luftschiff bauen. Denn nur die fliegenden Frachter können Waren auf die komplett kahlen Tafelberge transportieren.

Die Eisklippen zu besiedeln, ist dann nochmal eine Herausforderung für sich. Wir reden hier von Inseln, auf denen es absolut nichts gibt. Und um das Gas abzubauen, braucht ihr schon ein paar Hundert Techniker. Ihr müsst also eine ganz neue Stadt aufziehen und die Entdecker solange versorgen, bis sie aufsteigen können. Dafür habt ihr am Anfang nur ein Luftschiff zur Verfügung, denn für weitere braucht ihr ja das Gas. Ein gewaltiges Vorhaben, das sowohl durch seine Komplexität als auch mit zwei mächtigen Belohnungen reizt.

Um eine Eisklippe zu besiedeln, brauchen wir eine Andockstation für Luftschiffe. Um eine Eisklippe zu besiedeln, brauchen wir eine Andockstation für Luftschiffe.

Die Luftschiffe sind sehr schnell und können nicht abgeschossen werden. Zwar wirkt sich der Wind stärker auf sie aus und sie haben weniger Platz als ein Frachter, doch der Nutzen übersteigt diese Nachteile. Wer einmal genug Gas abbaut, um mehrere dieser Wunderwerke zu besitzen, kann damit jede seiner Routen enorm beschleunigen.

Neben den Luftschiffen hat das Gas noch einen weiteren Vorteil. Ihr könnt auf einer Insel mit Investoren ein Gas-Kraftwerk bauen. Dadurch spart ihr euch das fummeligen Verlegen von Schienen, denn das Kraftwerk funktioniert ohne Öl. Ihr müsst lediglich das Gas fördern und in die Alte Welt bringen. Das Kraftwerk ist also eine enorme logistische Hilfe, wenn ihr eure Insel noch weiter optimieren wollt.

Wenn ihr eure Session allerdings schon so weit ausgebaut habt, dass ihr im Prinzip alle Bedürfnisse erfüllt und euch vor niemanden mehr fürchten müsst, sind Kraftwerk und Luftschiffe nur nettes Beiwerk. Es lohnt sich daher mehr, den Arktis-DLC in einer Partie zu starten, in der ihr euch noch verbessern könnt.

Der Luftschiffhangar entsteht wie die Weltausstellung in mehreren Phasen. Die Anforderungen halten sich aber in Grenzen. Der Luftschiffhangar entsteht wie die Weltausstellung in mehreren Phasen. Die Anforderungen halten sich aber in Grenzen.

Lohnt sich jetzt der Season Pass?

Die Passage erfüllt eine Aufgabe, der Gesunkene Schätze und Botanika nicht ganz gewachsen waren. Anno 1800 wird durch den DLC ein noch besseres Spiel. Eine rundere Erfahrung, dank der wir wirklich mehr Zeit in dem Spiel verbringen wollen. Damit rechtfertigt Die Passage seinen Preis im Einzelkauf vollauf. Wenn ihr euch Die Passage also für 15 Euro zulegen wollt, macht ihr damit nichts falsch.

Schwieriger ist es da mit der Frage nach dem Season-Pass. Allerdings ist dieser mit knapp 25 Euro gar nicht so viel teurer als wenn ihre euch die Passage allein zulegt. Für etwa 10 Euro mehr bekommt ihr hier also die riesige Kontinentalinsel aus Gesunkene Schätze und den Botanischen Garten aus Botanika, was zu dem Preis zumindest eine nette Dreingabe ist. Immerhin waren beide DLCs zwar nicht wirklich herausragend, aber auch keine Vollkatastrophen. Zusammen mit Die Passage wird aus dem Season Pass ein hervorragendes Inhaltsupdate, zu einem ohnehin schon erstklassigen Aufbauspiel.

Wie gut waren die anderen DLCs?

Die Passage ist ein Teil des 25 Euro teuren Season Passes für Anno 1800. Dazu gehören noch zwei weitere DLCs, die wir ebenfalls einem ausführlichen Test unterzogen haben. Wie sie dabei abgeschnitten haben, erfahrt ihr hier:

- Anno 1800: Der erste DLC »Gesunkene Schätze« im Test mit Wertung
- Anno 1800: Botanika ist nur ein Fall für geduldige Sammler

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