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Die Passage im Test – Endlich der DLC, den Anno 1800 verdient

Na also, geht doch! Die Passage ist das geworden, was sich Anno-1800-Spieler gewünscht haben. Wir verraten im Test, warum dieser DLC vieles liefert, was wir in Gesunkene Schätze und Botanika noch vermisst haben.

von Fabiano Uslenghi,
09.12.2019 16:39 Uhr

Anno 1800: Die Passage - Fazit: Endlich ein richtig guter DLC! 10:18 Anno 1800: Die Passage - Fazit: Endlich ein richtig guter DLC!

Wer hätte gedacht, dass der Season Pass für das grandiose Anno 1800 so ein Drahtseilakt wird. Aber nachdem der erste Story-DLC Gesunkene Schätze schon wenig Anreiz zum Kauf bot und auch Botanika daran kaum etwas änderte, gab es lange keinen triftigen Grund überhaupt zuzugreifen. Doch Ubisoft Mainz hob sich den besten Teil des Passes für den Schluss auf. Die Passage ist der große Hoffnungsträger, denn der DLC verspricht weit mehr zu leisten, als ein paar neue Items einzubauen.

Stattdessen gibt es eine neue Story, neue Produktionsketten und allen voran eine neue Region. Die Arktis soll dem Endgame von Anno 1800 noch einmal gehörig auf die Sprünge helfen und eine viel größere Herausforderung bieten. Dafür winken als mächtige Belohnung die Luftschiffe, mit denen sich jede Handelsroute extrem beschleunigen lässt.

Wir haben unsere Pelzmäntel aus dem Schrank geholt, die Schneeschuhe angeschnallt und Segel Richtung Norden gesetzt. Alles um die entscheidende Frage zu beantworten: Ist der Season Pass Dank Die Passage endlich sein Geld wert und bereichert der DLC auch unabhängig davon eines der besten Aufbauspiele der letzten Jahre ähnlich sinnvoll wie die vergangenen Anno-Addon-Großtaten Anno 1404: Venedig oder Anno 2070: Die Tiefsee?

Eine Expedition zur Expedition

Die Arktis ist nicht gerade dafür bekannt, ein besonders einladender Ort zu sein. Was verschlägt uns in dem DLC also in dieses lebensfeindliche Gebiet? Die Passage bedient sich bei seiner Prämisse an einem historischen Vorbild. Wir haben die Aufgabe, die verschollene Franklin Expedition ausfindig zu machen.

Auf den Weg in die Arktis legen wir unsere Reiseroute fest. Auf den Weg in die Arktis legen wir unsere Reiseroute fest.

Diese Gruppe aus Männern unter der Führung des berühmten Polarforschers Sir John Franklin ist in Anno 1800 vor einem Jahr in der Arktis verschwunden und nun bittet uns seine hinterbliebene Gattin um Hilfe. Es wird nicht lange gezögert. Wir beladen eine Expeditionsschiff mit ausreichend Vorräten, stellen sicher, dass in der Alten Welt alles seinen geregelten Gang geht, klemmen uns noch schnell den exzentrischen Erfinder Nate unter den Arm und schon geht es nordwärts.

Auch wenn das alles sehr spannend klingt, sollte man von der neuen Story nicht allzu viel erwarten. Die Hauptmissionen sehen in der Regel vor, unseren Stützpunkt in der Arktis solange auszubauen, bis wir einen Luftschiffhangar besitzen und unser erstes fliegendes Frachtschiff erschaffen haben.

Danach begeben wir uns auf eine Suche in den hohen Norden der neuen Karte. Das macht die Story eher zweckmäßig, allerdings bieten die wenigen richtigen Missionen ein paar schöne Ideen. Schon während der Expeditionsreise müssen wir uns etwa für eine Route entscheiden. Später finden wir Tagebuchseiten, die uns über den Verlauf der Franklin-Expedition aufklären und Hinweise geben, wo wir nach ihnen suchen sollen. Eine willkommene Abwechslung zu den Wimmelbildern und Warentransporten des Hauptspiels.

Eine wundervolle Atmosphäre

Der Autor dieser Zeilen verachtet Schnee normalerweise aus tiefstem Herzen. Er ist kalt, man bleibt entweder darin stecken oder rutscht aus und ständig dringt er durch die kleinste Ritze in die Kleidung. Schnee ist nur dann schön, wenn man drinnen eine warme Tasse Tee schlürfen kann und aus dem Fenster schaut. Die Passage vereint auf wundervolle Weise beide dieser Eigenarten der weißen Decke, die sich natürlich in der Arktis über allen Inseln ausbreitet.

Gerade bei Nacht versprüht unser Basislager in der Arktis ein außergewöhnliches Flair. Gerade bei Nacht versprüht unser Basislager in der Arktis ein außergewöhnliches Flair.

Beim Spielen wird eine Sache nämlich sehr, sehr deutlich: Die Arktis zu besiedeln ist verdammt anstrengend. Wir reden hier nicht von den paradiesischen Inseln der neuen Welt. Es ist bitterkalt und wenn unsere fröstelnden Entdecker sich über mangelnde Wärme beklagen, dann glauben wir ihnen. Uns friert es ja schon, wenn wir uns nur ihre bescheidenen Zelte inmitten der Schneemassen ansehen. Zudem ist die Arktis tödlich. Wer nicht ausreichend für Wärme sorgt, hat schnell eine Geisterstadt vor sich.

Auch erfahrene Anno-Spieler werden an diesen Herausforderungen zu knabbern haben. Die lebenswichtigen Heizöfen verschlingen Unmengen an Kohle und oft gibt es nicht genug Platz, um auf der Insel ausreichend Köhlereien zu errichten. Das zwingt uns dazu, entweder noch mehr Inseln in der Arktis zu besiedeln (die natürlich dasselbe Problem haben) oder Kohle aus bereits besiedelten Regionen zu importieren. Das führt unter Umständen soweit, dass wir neue Kohleminen erschließen oder effizientere Handelsrouten planen müssen, mit denen die Versorgung der Alten Welt und der Arktis gewährleistet wird.

Doch Die Passage betont auch die schönen Seiten des Winters, wenn uns irgendwann bewusst wird, dass wir ja in unserer heimeligen und gut beheizten Wohnung vor dem PC sitzen. Dann können wir uns nämlich an einem wahren Winterwunderland ergötzen, dass die Entwickler erschaffen haben.

Wir sind in der Arktis nicht alleine. Die Inuit leben in Iglus und treiben Handel. Wir sind in der Arktis nicht alleine. Die Inuit leben in Iglus und treiben Handel.

Wie schon das Hauptspiel strotzt die Arktis vor Detailliebe. Die gewaltigen Eisklippen glänzen in der Mittagssonne, Schneewehen fegen über offene Flächen, Robben rutschen vergnügt über einen Gletscher und bei Nacht leuchtet unser Lager zwischen weißen Bergriesen und Tannenbäumen. Gemeinsamen mit der eher getragenen Musik verströmt das Ganze eine deutlich melancholischere Atmosphäre als die bekannten Regionen und macht allein die Arktis schon zu etwas Besonderem.

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