Im Gespräch mit dem Larian-Chef Swen Vincke haben wir ihn danach gefragt, wie das frisch enthüllte Rollenspiel Divinity das bekannte Fantasy-Universum fortsetzt. Es handelt sich immerhin nicht um Original Sin 3, auch wenn es sich spielmechanisch durchaus wie eine Weiterentwicklung der Reihe anfühlen könnte.
Die Antwort des renommierten Entwicklers war klar. Divinity soll das Universum in eine neue Ära führen, dabei aber nicht ausklammern, was in der Geschichte der Welt vorher alles so passiert ist. Gerade das Ende von Original Sin 2 ist für Divinity offenbar derart wichtig, dass Larian sogar eine kleine Sünde begeht, vor der andere Rollenspiel-Entwickler häufig zurückschrecken - es gibt ein kanonisches Ende.
Ein Ende das gilt
Egal ob jetzt Bioware oder auch CD Projekt Red mit The Witcher 4 - oftmals suchen Rollenspiel-Entwickler bei Nachfolgern in der gleichen Welt irgendeinen Weg, damit jedes der oftmals vielen Enden des Vorgängers potenziell denkbar sein kann. Im Falle von Mass Effect ist Bioware mit Andromeda in eine andere Galaxie gesprungen, um dieser Frage aus dem Weg zu gehen.
Swen Vincke hat jetzt aber ziemlich entschlossen verkündet, dass ein Ende von Original Sin 2 auf jeden Fall das offizielle ist und die Grundlage bildet für Divinity.
Wir haben uns für eins entschieden und das ist das Ende, das hier gilt.
Welches Ende sie aber genau dafür ausgesucht haben, wollte Swen (noch) nicht enthüllen. Wir wissen nur, dass die Geschichte 100 Jahre später spielt und offenbar das krude Fest aus dem Trailer eine höllische Säule herbeiruft.
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Divinity: Larian enthüllt ihr neues Rollenspiel mit einem Trailer, der für Entsetzen und sehr viel Hype sorgt
Welches Ende gilt?
Was für ein Ende von Original Sin 2 also die Grundlage für Divinity bildet, können wir und auch die Fans derzeit nur vermuten. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Enden, die ganz unterschiedliche Konsequenzen für die Welt mit sich bringen:
- Euer Held wird zu einem neuen Gott und führt den Kampf gegen die Leere fort.
- Lucian bleibt der göttliche Führer der Welt und treibt die Leere zurück.
- Euer Held (Lohse) und ein Dämon namens der Doktor werden zu einem Gott des Lichts und einem Gott der Dunkelheit. Die Leere wird bezwungen, aber danach entbrennt ein Krieg zwischen beiden Göttern.
- Die Quellenmagie wird auf alle Völker aufgeteilt. Es kommt zu großen Kriegen, aber irgendwann drängen die nun magiebegabten Völker die Leere gemeinsam zurück.
- Die Quelle wird versiegelt und es gibt keine Magie und keine göttliche Macht mehr. Die Leere wird dadurch aber gestoppt.
- Der Gottkönig der Leere und die Ewigen kehren zurück und versklaven sämtliche Völker der Welt.
- Die Ewigen kehren aus der Leere zurück, aber der Gottkönig bleibt versiegelt. Die Ewigen versklaven gemeinsam die Völker der Welt.
Welche Enden sind also davon am wahrscheinlichsten? Wir tippen ja, dass entweder die Quellen versiegelt wurden oder Lucian der göttliche Führer geblieben ist. In jedem Fall sterben in Original Sin 2 die sieben Götter, das passt zu Divinity, das mit dem Slogan »Die Götter schweigen« beworben wird.
Womit rechnet ihr? Wir haben eine kleine Umfrage für euch aufgesetzt:
Gewissheit haben wir allerdings sicher erst, wenn Larian offiziell macht, welches Ende für sie zum Kanon von Divinity gehört. Ohnehin soll Divinity dafür sorgen, dass die Fantasy-Welt etwas geerdeter ist und ein stabileres Fundament hat. Das Worldbuilding ist also wichtiger als noch in der Vergangenheit. Das ist ein Learning, das Larian auch aus Baldur's Gate 3 gezogen hat.
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