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Seite 2: Doom Eternal im Test: Ein Shooter wie Champagner

Und das ist alles?

So wie auch der Edel-Champagner vielleicht von außen kaum anders aussieht als der Aldi-Sekt, zählt letztlich der Geschmack der Mixtur. Und Eternal schmeckt viel intensiver als Doom (2016). Durch den Wegfall der Pistole mit unendlich Munition gibt's kein Auffangnetz. Wer alle Ammo-Clips durchrattert, steht ohne Schusswaffe da - und das passiert fast in jedem Kampf. Hier müsst ihr mit Köpfchen kontern. Das sieht dann so aus:

Mancubus! Schnell mit Sniper seine Kanonen wegschießen. Mist, von hinten kleine Dämonen, Flucht-Doppelsprung, Schrotflinte raus. Mit Greifhaken aus der Affäre ziehen, auf Energiewaffe wechseln, Schildgegnern die Schilde damit zerplatzen lassen. Verflucht, Munition alle! Kettensäge raus, der zersägte Feind lässt Ammo fallen. Dafür ist die Säge leer, keine Chance gegen die dicke Cyber-Spinne, also Eisgranate zünden. Danach mit Flammenwerfer ankokeln, die daraus entstehende Rüstung einsacken, weiter, weiter, weiter.

So poetisch verläuft jeder Kampf. Gegenüber Doom (2016) gibt es nun viel mehr Faktoren, die wir bedenken müssen. Den Verlust unserer Munition, im Gegenzug die Vorteile der neuen Flammen- und Eiswerfer (Feinde lassen durch sie Rüstung fallen). Gegner attackieren uns in weit größerer Zahl, leiden dafür stärker unter den neuen Schwachstellen und, und, und. Jeder Kampf fordert ein rasantes Durchwechseln von Knarren, Manövern und Fähigkeiten. Doom (2016) war ein Skatepark der Gewalt, Doom Eternal ist Surfen im Tsunami.

Wie motiviert Doom langfristig? In Doom Eternal gibt es haufenweise Upgrade-Spiralen. Im Rahmen der Kampagne verbessert ihr eure Waffen, euren Anzug, euren Charakter, schaltet in eurer Basis neue Räume frei und, und, und. Diese Upgrades sind meist sehr nützlich, ermöglichen neue Strategien und erhöhen eure Lebenschancen drastisch. In den Missionen findet ihr außerdem Time-Trial- und spezielle Arena-Herausforderungen, die den Wiederspielwert erhöhen. Abseits davon levelt ihr einen kostenlosen Battle Pass hoch, der euch neue Skins, Embleme und anderen Schnickschnack gewährt.

Welche Schwächen hat Doom Eternal?

Doom (2016) behält allerdings gegenüber dem spielerisch überlegenen Eternal in zwei Punkten die Nase vorn: Die düstere Horror-Atmosphäre fesselte uns damals mehr. Eternal zelebriert zwar immer noch ein martialisches Dämonen-Feuerwerk, die Gebiete fühlen sich durch die herausgestellten Jump&Run-Passagen, buntere Power-Ups und offenen Areale sehr viel mehr nach Arcade-Videospiel an.

Keine Frage, auch Doom (2016) ist ein Arcade-Shooter, es verkauft sich allerdings eher als selbstironisches Dead Space - und weniger als Serious Sam. Eternal gibt sich hier viel verspielter, weil es in erster Linie um verbessertes Gameplay geht.

Das größte Problem im Vergleich zu Doom (2016): der Spannungsverlauf. Wo der Vorgänger ab der ersten Mission die Nackenhaare nach oben trieb (klar, auch weil damals noch alles neu war), bricht Eternal mit allen gängigen Mainstream-Marotten, indem es in Mid- und Lategame mit Abstand am besten ist.

Verlassene Festungen Die Entwickler bemühen sich um deutlich mehr Abwechslung als in Doom (2016).

High-Tech-Einrichtungen In Eternal gibt's weit mehr als bloß rote Fels- und Lavalandschaften.

Der Einstieg fühlt sich behäbig an, die ersten drei Level spielen sich trocken, weil ohne Waffen- und Gegnervielfalt auch die taktische Tiefe fehlt. Anschließend geht's jedoch Level für Level ab wie Schmidts Katze (oder Doomguys Daisy). Erst in den letzten zwei Missionen geht dem Spiel wieder die Puste aus, weil man alles gesehen hat, was die Kämpfe zu bieten haben.

Spielt es trotzdem, wenn ihr Shooter mögt

Beide Schwächen sind aber bloß kleinere Stolpersteinchen in einem ansonsten astreinen Shooter-Erlebnis. Doom Eternal spielt sich hervorragend, es sieht technisch fantastisch aus, lief auf unseren Testsystemen butterweich (hier die Systemanforderungen im Detail), das Artdesign frischt jede Mission mit neuen Ideen auf - und der Soundtrack von Mick Gordon gehört zum Besten, was in Action-Spielen jemals unser Adrenalin zum Pumpen gebracht hat. Falls ihr euch dafür interessiert, warum die Doom-Soundtracks so genial sind, schaut euch unser Plus-Video dazu an:

Spiele-Soundtracks - Warum bleiben sie immer seltener im Ohr? PLUS 11:54 Spiele-Soundtracks - Warum bleiben sie immer seltener im Ohr?

Doom Eternal setzt an allen Stärken von Doom (2016) an und intensiviert sie. Die bisher vage Hintergrundgeschichte wird zum heimlichen Star des Spiels, Secrets lassen sich dank besserer Map-Funktionen leichter finden, die grandiose Technik vermischt sich mit mir Leveldesign-Abwechslung, die Kämpfe spielen sich taktischer, aber auch fordernder.

Mit mehr Möglichkeiten (Schwachstellen, neuen Waffen und Modi) wachsen auch die Gefahren. Feinde greifen härter und zahlreicher an - und ihr könnt anders als früher noch mehr verlieren. Und wieso ist das so? Weil es in Doom Eternal keine Pistole mehr gibt.

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