Dwarf Fortress: Maussteuerung könnte es zum nächsten Aufbau-Hit machen

Dwarf Fortress will sein größtes Problem mit der kommenden Steam-Version richten: Es soll wesentlich zugänglicher werden.

von Mathias Dietrich,
17.01.2021 10:40 Uhr

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Dwarf Fortress ist mittlerweile ein echtes Urgestein der Aufbauspiele. Die erste Version erschien immerhin bereits 2006. Doch sie litt an einem riesigen Problem: Nicht nur wegen der Grafik - beziehungsweise der Abwesenheit von Grafik - sondern auch wegen der fehlenden Maussteuerung war das Spiel die absolute Antithese in Sachen Zugänglichkeit. Die kommende Steam-Version soll es mit den simpelsten Features richten.

Endlich kommt die Maus zum Einsatz!

Was dem Spiel noch fehlte, stellte das Team bereits in einem Entwickler-Update vom Dezember 2020 vor. Und die Antwort ist sehr simpel: Man erweitert das Aufbauspiel einfach um simple Interface-Elemente, die in dem Genre seit Jahren Standard sind.

Simple Mausklicks statt Keyboard-Krieger: Allen voran bedient ihr den Cursor des Spiels zukünftig nicht mehr mit der Tastatur, sondern der Maus. So könnt ihr ganz einfach die Blaupausen für die verschiedenen Objekte und Räume in der Spielwelt platzieren.

Tooltips helfen dem Verständnis: In der kommenden Version müsst ihr euch nicht mehr durch hunderte von Untermenüs klicken, um wichtige Informationen zu erhalten. In Zukunft bekommt ihr die, indem ihr einfach den Mauszeiger über einem Objekt platziert. Auch die Gedanken eurer Zwerge könnt ihr so ganz bequem in Erfahrung bringen.

Die klassische Version von Dwarf Fortress ist komplett kostenlos verfügbar und nicht monetarisiert. Entsprechende Spiele gibt es häufiger. Zehn stellen wir euch in einer umfangreichen Liste vor:

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Was bedeutet das für Dwarf Fortress?

In Sachen Gameplay mangelte es bei Dwarf Fortress noch nie. Das Spiel bietet bei jedem Durchlauf eine komplett neue Spielwelt, inklusive Jahrhunderte umspannender Geschichte. Dazu werden sämtliche Zwerge eurer Festung individuell simuliert und jede Siedlung ist eine neue Herausforderung. Dazu gibt es noch einen Abenteuer-Modus, in dem ihr in Roguelike-Manier mit einem Charakter eine zuvor erstellte Spielwelt erkunden könnt.

Das Spiel bietet dadurch eine umfangreiche Bandbreite an möglichen Ereignissen. Die sind zum Teil so spannend, dass die Community von Dwarf Fortress teils ganze Videoserien produziert, nur um sie zu illustrieren.

Obwohl das Spiel für Strategie-Fans also wirklich spannend ist, blieb der große Ruhm außerhalb seiner hart gesottenen Fanbasis stets aus. Die Maussteuerung und Tooltips beseitigen nun aber die letzte große Hürde und bald kann jeder in den Genuss dieser tiefgreifenden Spielmechaniken kommen.

Das dürfte das Genre der Aufbauspiele in Zukunft kräftig aufmischen. Denn Spiele wie Rimworld haben bereits gezeigt, dass durchaus ein Interesse an Titeln wie Dwarf Fortress besteht, wenn man sie auch wirklich ohne abgeschlossenes Studium spielen kann.

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