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Vom Magier zum Mond am Himmel: Wie The Elder Scrolls einen seiner größten Schurken unsterblich gemacht hat

Der Totenbeschwörer Mannimarco taucht in den Elder-Scrolls-Spielen immer wieder als finsterer Strippenzieher auf. Aber wer ist der nervige Magier eigentlich und wieso lebt er scheinbar über 1.000 Jahre?

Der elfische Totenbeschwörer Mannimarco ist der Anführer des Wurmkults und einer der wesentlichen Antagonisten von The Elder Scrolls Online - doch auch 800 Jahre später in Oblivion taucht er wieder auf. Der elfische Totenbeschwörer Mannimarco ist der Anführer des Wurmkults und einer der wesentlichen Antagonisten von The Elder Scrolls Online - doch auch 800 Jahre später in Oblivion taucht er wieder auf.

Wenn wir an die großen Bösewichte der Elder-Scrolls-Saga denken, fallen uns schnell Namen wie Dagoth Ur, Alduin oder Mehrunes Dagon ein. Kein Wunder, diese Schurken sind schließlich die Hauptantagonisten ihrer jeweiligen Spiele. Als Helden von Tamriel ist es unsere Aufgabe, ihre finsteren Machenschaften zu vereiteln.

Doch ein weiterer Name taucht in den Chroniken des Kaiserreichs immer wieder auf; oft subtiler, aber nicht weniger bedrohlich: der Totenbeschwörer Mannimarco. Für viele Singleplayer-Spieler ist er nur der Antagonist der Magiergilden-Questreihe aus The Elder Scrolls 4: Oblivion, aber seine Geschichte ist weitaus älter, komplexer, denn auch in The Elder Scrolls Online treibt er bereits sein Unwesen.

Wir erklären euch, warum der Kerl scheinbar einfach nicht totzukriegen ist.

Video starten 18:46 Oblivion Remaster im Vergleich zum Original: So sehr hat sich das Spiel gewandelt

Wer ist Mannimarco? Vom Gelehrten zum Größenwahn

Stellt euch vor, ihr seid ein extrem talentierter Magier. In der Elder-Scrolls-Welt würdet ihr dann wahrscheinlich auf der Insel Artaeum vom sagenumwobenen Psijic-Orden ausgebildet, den mächtigsten Magiern in Tamriel. So begann auch die Karriere von Mannimarco, einem Hochelf von außergewöhnlicher Begabung.

Doch während seine Mitschüler die Magie zum Wohle der Allgemeinheit einsetzen wollten, war Mannimarco von der dunklen Seite der Macht fasziniert – der Nekromantie. Er sah in der Totenbeschwörung nicht nur ein Werkzeug, sondern den ultimativen Weg zur Unsterblichkeit und Macht. Daher studierte er verbotene Texte, manipulierte Seelen und experimentierte mit der Wiedererweckung von Toten.

Das führte unweigerlich zu seinem Rauswurf aus dem Psijic-Orden und zum Bruch mit seinem alten Freund Vanus Galerion. Von da an war Mannimarcos Pfad klar: Er wollte nicht nur der mächtigste Nekromant werden, sondern selbst ein Gott. Zu diesem Zweck gründete er den Wurmkult und wurde unter seinen Anhängern als König der Würmer bekannt.

Mannimarco führt in Elder Scrolls Online den Seelenbruch herbei, der die Barriere zwischen Nirn und Oblivion schwächt. Mannimarco führt in Elder Scrolls Online den Seelenbruch herbei, der die Barriere zwischen Nirn und Oblivion schwächt.

Auftritt 1: The Elder Scrolls Online

Seinen bisher größten und diabolischsten Auftritt hat Mannimarco in The Elder Scrolls Online, das chronologisch lange vor den anderen Spielen angesiedelt ist (Zweite Ära, ca. 582). Hier ist er nicht nur irgendein Nekromant, sondern gleich der Hauptantagonist des Grundspiels. Als Anführer des Wurmkults schließt Mannimarco nämlich einen Pakt mit dem Daedra-Fürsten Molag Bal.

Sein Ziel: mithilfe des Amuletts der Könige will er Tamriel mit Molag Bals Oblivion-Ebene Kalthafen verschmelzen und dabei genug Seelenenergie sammeln, um selbst in den Stand eines Gottes aufzusteigen. Mannimarco ist deshalb dafür verantwortlich, dass unsere Spielfigur zu Beginn von ESO geopfert wird und wir als Seelenlose in Kalthafen wieder auferstehen.

Im Laufe der Hauptquest stellen wir den umtriebigen Totenbeschwörer allerdings und durchkreuzen seine Pläne. Von Daedra-Prinz Molag Bal wird Mannimarco daraufhin in Kalthafen inhaftiert, wo er auf ewig gefoltert werden soll. Doch die Chroniken berichten, dass er sich in den folgenden Jahren von dort befreien konnte.

Auftritt 2: Daggerfall

Im zweiten Teil der Reihe, The Elder Scrolls II: Daggerfall (Dritte Ära, ca. 405), begegnen wir Mannimarco erneut. Hier tritt er bereits als das auf, was er immer sein wollte: ein unsterblicher Lich, der mächtigste seiner Art. Noch immer ist er der Anführer des Wurmkults, der sich als dunkles Gegenstück zur Magiergilde in der Iliac-Bucht etabliert hat.

Spieler, die sich ihm anschließen, erhalten mächtige nekromantische Artefakte. Sein Einfluss ist hier spürbar, auch wenn er eher als geheimnisvoller Strippenzieher im Hintergrund agiert.

Mannimarcos Aussehen in der ursprünglichen Releasefassung von The Elder Scrolls 4: Oblivion. Mannimarcos Aussehen in der ursprünglichen Releasefassung von The Elder Scrolls 4: Oblivion.

Auftritt 3: Oblivion

Seinen wohl bekanntesten Auftritt für die meisten Spieler hat Mannimarco in The Elder Scrolls 4: Oblivion (Dritte Ära, ca. 433). Hier ist er der Hauptgegenspieler in der Questreihe der Magiergilde. Er versucht, die Gilde von innen heraus zu zersetzen und ihre Mitglieder zu töten oder zu konvertieren.

Sein Ziel ist es, die Magiergilde zu zerschlagen und seinen Wurmkult zur dominanten magischen Fraktion in Cyrodiil zu machen. Doch daraus wird zum Glück nichts; der Held von Kvatch kann Mannimarco in seiner geheimen Echo-Höhle stellen und besiegen. Danach wird Mannimarco offiziell für tot erklärt. Die Magiergilde feiert ihren Sieg, und die Bedrohung scheint gebannt. Aber wie wir wissen, ist tot in The Elder Scrolls ein sehr dehnbarer Begriff.

Warum ist Mannimarco immer noch am Leben?

Aber wie kann Mannimarco nach über 800 Jahren und zahlreichen Niederlagen immer noch am Leben sein? Die Antwort liegt in einem Ereignis, das als Die Verwerfung im Westen bekannt ist und am Ende von Daggerfall stattfindet. Dabei werden durch die Aktivierung einer mächtigen Dwemer-Maschine, dem Numidium, mehrere Zeitlinien gleichzeitig wahr.

In einer dieser Realitäten gelingt es Mannimarco, das Numidium für sich zu nutzen und seinen Traum von der Göttlichkeit zu verwirklichen. Er wird zum Nekromantenmond, einem Himmelskörper, der am Firmament über Tamriel sichtbar ist und die Macht nekromantischer Rituale verstärkt.

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In dem Buch Mannimarco, König der Würmer aus Oblivion wird beschrieben, wie der Mond aufleuchtet und die Macht des Königs der Würmer auf seine Diener herabregnen lässt. Das bedeutet: Seit den Ereignissen von Daggerfall existieren zwei Versionen von Mannimarco.

  1. Der Gott-Mannimarco: Der Nekromantenmond, eine unsterbliche, göttliche Entität.
  2. Der sterbliche Lich-Mannimarco: Eine Art Echo oder Avatar des Gottes, der weiterhin auf Nirn wandelt und den wir in Oblivion besiegen.

Sein Tod in Oblivion stellt somit nur die Zerstörung seines physischen Körpers dar. Seine göttliche Essenz existiert als Himmelskörper weiter und sein Einfluss auf Tamriel ist ungebrochen. Der König der Würmer ist nicht einfach nur ein Lich – er ist ein fester Bestandteil des kosmischen Gefüges von The Elder Scrolls.

Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis wir Mannimarco im Elder-Scrolls-Universum wieder begegnen. Vielleicht nicht als sterblicher Hochelf, doch sein unheilvoller Mond leuchtet mit Sicherheit auch am Himmel über Hammerfell oder Hochfels. Und wer weiß, vielleicht findet sein Kult ja neue Wege, ihm in Elder Scrolls 6 ein weiteres Mal eine körperliche Gestalt zu geben.

Mehr interessante Texte rund um das Elder-Scrolls-Universum findet ihr in der obigen Linkbox.

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