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Seite 3: Elite: Dangerous im Test - Planlos im Weltraum

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Schnappatmung am Arbeitsplatz

Es sind solche Gefechte, die uns die frustrierenden Suchmissionen wieder vergessen lassen. Denn Elite: Dangerous versetzt uns wirklich in ein Raumschiffcockpit, wir können uns frei umschauen, bei Überhitzung qualmt's aus den Armaturen, beim Beschleunigen und Abbremsen schwankt das gesamte Cockpit vor und zurück, als ob wir in den Sessel gedrückt beziehungsweise rausgezerrt werden.

Außer Chatten kann man (noch) nicht viel gemeinsam machen. Außer Chatten kann man (noch) nicht viel gemeinsam machen.

Wenn die Cockpitkanzel Treffer kassiert, beginnt die Scheibe zu knacken, dann zu springen, schließlich zu brechen, wir können unser eigenes Schnaufen hören. Je nach Qualität des Lebenserhaltungssystems haben wir ein paar Minuten Zeit, die nächste Station zu erreichen - ganz coole Socken schießen vorher noch den Gegner weg.

Dazu kommen schicke Waffeneffekte wie ratternde Gatling-Guns oder die fetten Raketenwerfer, wir können Täuschkörper gegen anfliegende Raketen abwerfen, oder die Abwehrarbeit automatischen Geschütztürmen überlassen. Witzig: Ein Gimmick-Gerät hackt die Steuerung der gegnerischen Frachtrampe, sodass der Feind seine Ladung verliert - die wir dann aufklauben können, falls er abhaut. Ein weiterer Scanner kann anhand der hinterlassenen Supercruise-Signatur eines weggesprungenen Schiffes sogar dessen Zielort berechnen, sodass die Jagd dort weitergeht.

Der Adler ist gestartet

Zum Spielstart gibt's 15 Spielerschiffe. Nach dem Einsteiger-Allrounder Sidewinder können wir uns nach ein paar Stunden den leichten Jäger Eagle leisten, dann ein kleines Frachtschiff, danach einen Erkunder (alle Schiffe stellen wir Ihnen übrigens auf GameStar.de genauer vor). Wann Sie welches Schiff kaufen, bleibt ganz Ihnen überlassen - und Ihrem Credit-Stand.

Denn während der kleine, aber wendige und ordentlich waffenbestückbare Eagle-Jäger bei schlappen 44.800 Credits liegt, müssen Sie für die fette Anaconda fast 137 Millionen hinblättern, und da ist gerade mal die Standard-Ausstattung drin, von acht Waffenslots sind nur zwei belegt, und zwar mit billigen Impulslasern. Falls Sie ein Schiff verlieren, springt übrigens eine Versicherung ein, Sie müssen nur einen Bruchteil seines Wertes inklusive Einbauten bezahlen. Dier Ladung ist allerdings futsch.

Auch wenn die Schiffe unterschiedliche Cockpits haben und sich spürbar anders fliegen - ein Neuerwerb wird einfach nicht richtig »zelebriert«. Nicht mal eine kleine Kamerafahrt kriegen wir zu sehen, stattdessen wählen wir im Kaufmenü unser neues Modell und sitzen prompt drin. Nur beim Ausstatter sehen wir es mal von außen, aber nie im Flug - es gibt schlicht keine Außenansicht, sondern nur die Cockpitperspektive.

Dafür dürfen wir aber detailliert an der Ausstattung schrauben. In den zahlreichen Foren sind schon heftige Diskussionen entbrannt, welcher Schiffstyp für welchen Zweck wie am besten zu tunen ist. Denn das ist eine weitere große Stärke von Elite: Dangerous: Wir können aus einen Transporter ein Bergbauschiff machen, indem wir ihm einen Mining-Laser einbauen, dazu eine Mini-Raffinerie, die das abgebaute Asteroiden-Erz gleich zu Metall veredelt. Oder wir vergrößern den Frachtraum rigoros aus, schmeißen dafür Schildgenerator oder Scanner raus - in sicheren Gebieten kann man das mal machen.

Apropos sicher: Unsere Befürchtung, dass sich hochgerüstete Spieler scharenweise an Hyperraum-Navpunkten sammeln, um schwächere abzufangen, hat sich bisher nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil: Wir haben in den Monaten vor Release viele hilfreiche, nette Piloten getroffen. Man merkt, dass Elite Dangerous viele ältere Semester anzieht, die nicht nur ballern wollen. Hoffentlich bleibt der Umgangston so, denn er trägt viel zur Atmosphäre bei.

Video starten 5:18 Elite - Hall-of-Fame-Video zum Weltraum-Klassiker

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