Epic Store - Einen Fall wie bei Metro Exodus soll es laut Epic »nie wieder geben«

Epic Games zeigt sich nach dem Shitstorm um den Exklusivdeal zu Metro Exodus einsichtig und verspricht, in Zukunft solche kurzfristigen Aktionen zu vermeiden.

von Christian Just,
25.03.2019 18:12 Uhr

Metro Exodus musste zwei Wochen vor Release einen wahren Sturm an Kritik über sich ergehen lassen.Metro Exodus musste zwei Wochen vor Release einen wahren Sturm an Kritik über sich ergehen lassen.

Tim Sweeney versprach auf der GDC 2019, dass der Epic Games Store in Zukunft auf kurzfristige Exklusivdeals wie im Falle von Metro Exodus verzichten möchte. Konkret kündigte der Epic-Chef an, solche Entscheidungen künftig früher bekanntgeben zu wollen (via PC Gamer).

Bei dem Metro-Deal hätten sich die Verhandlungen mit Publisher Deep Silver unplanmäßig lange hingezogen und seien erst sehr spät zu einem Abschluss gekommen.

Das Ausmaß der Kritik hätte das Team aber dennoch überrascht. Man sei nach eingehenden Beratungen zu dem Schluss gekommen: »Wir werden das auf diese Weise nie wieder machen«. Das sei auch gut umsetzbar, da der Epic Store nun live ist und man geschäftliche Strategien besser im Voraus planen könne, so Sweeney.

"Wir haben sozusagen eine Fallstudie, in der es heißt: 'Vielleicht sollten wir unsere Entscheidungen früher treffen', und das werden wir."

Weiter unten haben wir die Hintergründe des Falls Metro Exodus noch einmal kompakt für euch aufgerollt.

Liste aller Exklusiv-Titel im Epic Store, mit Metro Exodus

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Zu den Hintergründen

Metro Exodus löste kurz vor Release einen Shitstorm aus, als bekannt wurde, dass der Titel nun doch nicht mehr auf Steam, sondern für ein Jahr zeitexklusiv im Epic Store erscheinen würde. Ab der Bekanntgabe des Deals zwischen Epic Games und Metro-Publisher Deep Silver waren es nur noch zwei Wochen bis zum Release.

Viele Spieler hatten Metro Exodus bereits auf Steam vorbestellt und bekamen es dort auch ausgeliefert. So einfach war das bei den vorbestellten Retail-Fassungen des Spiels aber nicht. Es herrschte Verwirrung um die Keys in den physischen Boxen - schließlich wurde klar, dass in den Verpackungen Epic-Keys beiliegen würden.

Die Fans waren sauer: Der Epic Store stand wegen seinen immer zahlreicher werdenden Exklusivdeals zu diesem Zeitpunkt bereits stark in der Kritik der Spielerschaft. Kritische Stimmen warfen dem Fortnite-Entwickler vor, die Spieler um ihre Chance auf freie Auswahl zu beschneiden. Andere wollten partout keinen weiteren Launcher auf ihrem PC installieren.

Die Kritik traf oft die Falschen: So sah sich Entwickler 4A Games mit viel Wut von Seiten der Fans konfrontiert, obwohl sie laut Deep Silver keinen Einfluss auf die geschäftliche Entscheidung hatten. Der Publisher hat GameStar gegenüber nämlich bestätigt, dass sie allein die Verantwortung für den Deal mit Epic Games zu tragen hätten.

Ende gut, alles gut? Obgleich die ganze Aktion sicher keine positive Werbung für das Spiel war, folgten alsbald gute Meldungen. Trotz des Shitstorms vor Release verkaufte sich Metro Exodus laut Epic mehr als doppelt so gut wie der Vorgänger auf Steam. Warum das zum Teil an der Qualität des Spiels liegen muss, lest ihr in unserem Test:

Metro: Exodus im GameStar-Test - Der beste Singleplayer-Shooter seit Jahren

Was denkt ihr mit etwas zeitlichem Abstand von der Aktion? Habt ihr euch Metro Exodus im Epic Store gekauft, wartet ihr lieber auf den Steam-Release 2020 oder lässt euch der Titel völlig kalt? Schreibt uns gerne in den Kommentaren!

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