THQ Nordic zum Metro-Exklusiv-Deal mit Epic - »Das war allein die Entscheidung des Publishers«

THQ Nordic verweist bezüglich der Verantwortlichkeit des Metro-Exodus-Deals mit Epic Games auf Distributor Koch Media, der wiederum weist auf Deep Silver hin.

von Christian Just,
30.01.2019 17:42 Uhr

Metro: Exodus erscheint zeitexklusiv im Epic Games Store.Metro: Exodus erscheint zeitexklusiv im Epic Games Store.

Update 31.01.2019, 12:26: Der Autor war trotz seiner optimistischen Einleitung weiterhin ein wenig verwirrt und verwechselte die schwedische Muttergesellschaft THQ Nordic AB mit deren Tochter-Unternehmen THQ Nordic GmbH. Die Meldung wurde dahingehend geupdatet und außerdem um ein Statement des Mitgründers von THQ Nordic AB erweitert. Wir entschuldigen uns für entstandene Unklarheiten.

Was im ersten Moment verwirrend klingt, kann sich durch ein paar der Sache dienliche Informationen schnell aufklären. So geschehen beim aktuellen Reizthema »Metro: Exodus erscheint zeitexklusiv im Epic Store«. Auf Twitter gab THQ Nordic eine Erklärung ab, wer für den Abschluss des Deals mit Epic verantwortlich ist: Das Schwesterunternehmen Koch Media, seines Zeichens Distributor für Metro: Exodus.

Das sagt Koch Media: Auf Anfrage der GameStar hat sich Koch Media nun erneut zu der Causa geäußert und präzisiert: Nicht direkt Koch Media hat sich für den Exklusiv-Deal entschieden, sondern dessen Spiele-Vertriebs-Tochter Deep Silver.

Warum so kompliziert? Deep Silver tritt als Publisher von Metro: Exodus auf. Die gebotene Antwort auf die Frage, wer die Verantwortung für den Epic-Deal übernimmt, ergibt im Licht einer dahingehend gearteten Geschäftspolitik also durchaus Sinn. Darf ein Tochterunternehmen zu einem gewissen Grad eigenständige geschäftliche Entscheidungen treffen, dürfte auch das Tragen der sich daraus ergebenden Konsequenzen Teil des Plans sein. Im Fall von Metro: Exodus reagierte ein großer Teil der Spieler unzufrieden über die Nachricht, dass das Spiel nun zeitexklusiv im Epic Store erscheinen wird.

Das sagt der CEO von THQ Nordic AB: Lars Wingefors, Mitgründer und CEO von THQ Nordic AB, äußerte sich zudem gegenüber Investoren zur Firmenpolitik und auch zu den Namens-Verwechslungen.

"Ich unterstütze voll und ganz die Autonomie unserer Teilkonzerne bei der Führung ihrer jeweiligen Geschäfte. Ich glaube, es liegt im Interesse der Gruppe und letztlich der Verbraucher, dass Geschäftsentscheidungen marktnah getroffen werden, und das ist das konsistente Geschäftsmodell der Gruppe.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Deep Silver und Koch Media bei ihrer Entscheidung, sich ausschließlich für den Epic Games Store zu entscheiden, die Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken sorgfältig geprüft haben. Die Entscheidung hat meine volle Unterstützung.
Ich habe festgestellt, dass es einige Verwirrung über die beiden verschiedenen THQ-Nordic-Einheiten, die Muttergesellschaft und die operative Einheit in Wien, gibt. Wie bereits im vergangenen Jahr den Aktionären mitgeteilt, wird die Muttergesellschaft ihren Namen ändern, um ihrem Status besser gerecht zu werden."

Mehr zum Epic Store:
Hier findet ihr eine Liste aller Exklusivspiele, die sich der Epic Store inzwischen sichern konnte. Dort findet sich auch ein The Division 2, das zwar parallel wie alle Ubisoft-Spiele auch auf Uplay erscheinen wird, aber eben nicht mehr auf Steam, wie noch der Vorgänger The Division.

Eine weitere Meldung zur Zeitexklusivität von Metro: Exodus im Epic Store sorgt für Unmut bei deutschen Spielern. Demnach wird das Spiel im Epic Store günstiger als noch auf Steam, allerdings nicht in Deutschland.

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