Zeit für ein Duell: Kartenspiel als neues Feature
Die andere bedeutende Neuerung des Kapitel High Isle erfüllt einen von Lambert lange gehegten Wunsch: Schon vor dem Release des Grundspiels hatte er im Team für ein Kartenspiel geworben, das von realen Pub-Spielen beeinflusst ist. Mit den sogenannten Ruhmesgeschichten
wird diese Idee nun acht Jahre nach der Veröffentlichung zur Realität.
Dabei geht es nicht darum, Gegner abzuschlachten oder Quests zu lösen. Stattdessen müsst ihr euch in einer eigenen Storyline samt Rangsystem die Karten schwingen, wie es die Bewohner Tamriels seit Jahrhunderten zur Entspannung mit Freunden tun. Dabei tretet ihr entweder gegen NPCs oder andere Spielende an - fordert einfach andere direkt zu einem Kartenduell heraus oder nutzt die neu implementierte Ruhmesgeschichten-Spielersuche.
Habt ihr das Tutorial zum rundenbasierten, strategischen Deckbau-Kartenspiel für jeweils zwei Spielende abgeschlossen, stehen euch vier verschiedene Decks zur Verfügung, die restlichen der insgesamt acht Decks verdient ihr im Lauf der Zeit durchs Spielen. Beim Start einer Partie wählt ihr zwei dieser aus etwa zwanzig Karten bestehenden Patron-Decks, die aus Karten mit eigenen Mechaniken, Synergien und jeweils anderem Lore-Hintergrund bestehen.
Ihr beginnt mit jeweils fünf Karten auf der Hand, alle restlichen Karten wandern in ein mit dem Gegner geteilten Kartenstapel. Während eures Zuges generiert ihr durch das Ausspielen der fünf Handkarten Gold, führt mögliche Aktionen wie den Kampf gegen gegnerischen Karten durch und kauft schließlich vom generierten Gold aufgedeckte Karten aus dem geteilten Stapel.
Am Ende eures Zuges legt ihr die nicht verwendete Karten ab, bevor der Gegner dran ist. Bei jedem neuen Zug nehmt ihr erneut fünf Karten aus eurem Kartenstapel auf, die Aktionskarten, Kontraktkarten und Akteurskarten sein können. Aktionskarten generieren Gold, initiieren Kämpfe, lassen euch weitere Karten ziehen oder ermöglichen euch beispielsweise, den Gegner zum Ablegen von Karten zu zwingen. Kontraktkarten spielt ihr nach dem Kauf sofort aus und nutzt deren Möglichkeiten für einmalige Aktionen. Akteurskarten bleiben samt ihrer Effekte so lange im Spiel, bis euer Gegner sich um sie gekümmert hat.
Gwent? Was ist Gwent?!
Wer jetzt an das Kartenspiel unseres Lieblingshexers denken muss, ist damit auf dem Holzweg. Ein Gwent-Klon sind die Ruhmesgeschichten spieltechnisch nicht, denn ihr arbeitet je nach gewünschter Strategie auf unterschiedliche Siegbedingungen hin. Also so ein wenig wie beim Brettspiel-Klassiker Risiko. Beispielsweise könntet ihr alle vier durch Token dargestellten Patrone der von euch und den Gegnern gewählten Decks durch eure Spielzüge auf eure Seite bringen, indem ihr deren Vorgaben im Spiel erfüllt. Oder ihr versucht, insgesamt 40 Siegpunkte anzusammeln. Eure Karten könnt ihr laut Rich Lambert nur durch Spielaktivitäten auch verbessern. Auch neue Decks verdient ihr künftig nur durchs Spielen, nicht durch den Kauf im Ingame-Shop.
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Gwent: The Witcher Card Game - Gameplay-Trailer erklärt, wie das Kartenspiel funktioniert
Doch bei aller Strategie geht es nicht ohne ein gewisses Maß Glück - so nennen die Entwickler die Ruhmesgeschichten ein Spiel, das leicht zu lernen, aber schwer zu meistern sein soll. Für Aufstiege im saisonalen Rangsystem erhaltet ihr kosmetische Gegenstände, neue Emotes, Einrichtungshandwerksmaterial und mehr als Belohnung. Leider war in unserer Preview-Version das Spiel noch etwas verbuggt, sodass wir keine vollständige Partie geschafft haben - Spaß gemacht hat es trotzdem! Sollten die Ruhmesgeschichten gar nichts für euch sein, könnt ihr diesen Inhalt auch ignorieren, da ihr sie nicht für den Fortschritt in der Hauptgeschichte des Kapitels braucht.
Bequemerer Alltag voraus
Abseits der neuen Prüfung für 12 Spielerinnen und Spieler, in der ihr am Grauenssegelriff gegen üble Piraten ausrückt, könnt ihr im Besitz des Kapitels Blackwood zwei neue Gefährtinnen einsammeln: Die moralisch eher flexibel veranlagte Khajiit Funke hilft euch mit magischen Fähigkeiten, während die ehrenhafte, angehende bretonische Ritterin Isobel Velois schlagkräftig im Nahkampf unterstützt. Sind euch bei Blackwood die sich schnell wiederholenden Gefährten-Sprüche irgendwann auf die Nerven gegangen, verspricht das Entwickler-Team für die beiden neuen Gefährtinnen deutlich mehr Abwechslung.
In der englischen Fassung hört ihr übrigens als Sprecherinnen von Funke die Schauspielerin Elysia Rotaru (Taiana Venediktov in der TV-Serie Arrow
) und von Isobel die Synchronsprecherin Laura Bailey (Critical Role). Daneben werden künftig auch aktive Mundussteine in die Arsenal-Konfigurationen aufgenommen, das Kurzwahltasten-Rad überarbeitet und für AMD-Grafikkarten FSR-Support angeboten.
Übrigens: Solltet ihr The Elder Scrolls Online bislang noch nie gespielt haben, könnt ihr vom 13. bis 26. April 2022 beim aktuellen Free Play Event kostenlos ins Spiel 'reinschnuppern und die Prolog-Quest für High Isle erkunden.
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