Neuer Multiplayer-Shooter inmitten von Naturkatastrophen: Exoborne könnte wie ein Blitz einschlagen

In Exoborne kämpft ihr gegen andere Spieler, während ihr von einem Tornado aufgesaugt und wieder ausgespuckt werdet. Wir haben mit den ehemaligen Division-Machern hinter dem Spiel gesprochen.

Bei Exoborn ziehen dunkle Wolken auf - aber das macht den kommenden Shooter gerade so interessant. Bei Exoborn ziehen dunkle Wolken auf - aber das macht den kommenden Shooter gerade so interessant.

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Nach Jahren der Umweltverschmutzung fordert die Erde nun ihren Tribut. Etliche Naturkatastrophen wüten auf unserem Planeten und zerstören alles und jeden, der sich passenden Schutz nicht leisten kann. Und selbst diejenigen, die den Unwettern trotzen können, laufen nur noch mit Waffen herum und zögern nicht, diese zu benutzen. 

Ich rede hier nicht über die zusammengefassten Weltnachrichten aus den letzten zwei Jahren, sondern über Exoborne - den neuen Shooter ehemaliger The-Division-Macher.

Seit der Gründung des Studios Sharkmob im Jahr 2017 wird dort an neuen Shooter-Trends mit dem gewissen Etwas gearbeitet. Letztes Jahr erschien mit Vampire: The Masquerade - Bloodhunt ein Battle Royale mit Blutsaugern, jetzt wurde der Extraction-Shooter Exoborne mit Naturkatastrophen angekündigt.

Ich konnte vorab schon ein paar Gameplay-Szenen begutachten und mit dem Co-Gründer und Creative Director von Exoborne, Petter Mannerfeldt, plaudern. Und um euch schon mal meinen Ersteindruck in einem Satz zu liefern: Dieses Spiel könnte den Shooter-Markt im Sturm erobern.

Der Multiplayer-Shooter Exoborne zeigt im Reveal-Trailer eine düstere Zukunftsvision Video starten 1:35 Der Multiplayer-Shooter Exoborne zeigt im Reveal-Trailer eine düstere Zukunftsvision

Naturkatastrophen als Spielelement

Wenn wir schon beim Sturm sind, bleiben wir doch auch gleich da - immerhin ist es eines der spannendsten Features von Exoborne! Neben dem Tornado wollte mir Petter noch nicht verraten, welche Naturkatastrophen außerdem auf euch zukommen - aber bereits diese windigen Vertreter haben einiges zu bieten.

Während sich der Otto Normalverbraucher mit halbwegs klarem Verstand vor solch extremen Unwettern fernhält, zieht es euch in Exoborne regelrecht in die Augen jedes Wirbelsturms - dort gibt es nämlich den besten Loot zu holen! Aber wo die starken Ressourcen sind, dort sind auch die meisten Spieler. Und egal, wie stürmisch es auch wird: Die anderen Spieler sind und bleiben die wahre Gefahr, versichert mir Petter Mannerfeldt.

Es gibt zwar auch PvE-Elemente und KI-Gegner, der Fokus liegt aber auf den PvP-Gefechten. Gekämpft wird übrigens immer in Dreierteams - wer solo spielen möchte, muss sich nach Matchbeginn von seinen Teamkameraden lossagen und einen eigenen Weg einschlagen.

In Exoborne geht ihr auf Tuchfühlung mit euren Widersachern, müsst aber die Umwelt im Auge behalten. In Exoborne geht ihr auf Tuchfühlung mit euren Widersachern, müsst aber die Umwelt im Auge behalten.

Schnell Abstand zu gewinnen, sollte für euch auch kein Problem sein, immerhin stehen einige Fortbewegungsmöglichkeiten zur Verfügung. Autos und Enterhaken klären sich von selbst, aber sogar der gefährliche Wirbelsturm selbst lässt sich von euch sinnvoll zum Vorankommen nutzen:

Die Naturkatastrophen wirken sich nicht nur auf die Optik des Spiels aus, sondern auch auf das Gameplay. Der Wind ist beispielsweise ein Konzept des Spiels, um mit dem Fallschirm an entfernte Orte zu gelangen.

Petter Mannerfeldt

In Exoborne nähern sich euch die Gefahren also nicht nur vom Boden aus, sondern auch von oben und unten. Das soll mehr taktische Freiheiten ermöglichen, wie an ein Gefecht herangegangen wird. Die hohe Entscheidungsvielfalt soll insgesamt den strategischen Part von Exoborne erhöhen - angefangen bei der passenden Ausrüstung.

Rüstung und Waffen

Wer in der Welt von Exoborne einen Schritt vor die Tür setzen und nicht direkt von Gegnern und Unwettern zerstückelt werden möchte, braucht ein Exorig. Das ist ein hochmodernes Stück Technik am Körper des Spielers, mit dem er selbst den härtesten Naturkatastrophen trotzen kann. Kurzgefasst: Es ist ein Exo-Skelett mit einem fetzigen Namen.

Euer Exorig lässt sich auf vielfältige Weise anpassen. Euer Exorig lässt sich auf vielfältige Weise anpassen.

Das Exorig kann aber noch mehr - was genau, hängt ganz individuell vom jeweiligen Spieler ab. Statt fertige Anzüge in der Welt zu finden, craftet ihr ein Exorig aus unterschiedlichen Materialien. Dabei können sowohl aktive als auch passive Fähigkeiten freigeschaltet werden. So könnt ihr etwa entscheiden, ob ihr mehr Lebenspunkte haben und die Rolle eines Tanks einnehmen wollt oder doch lieber flink und wendig seid, dafür aber schnell das Zeitliche segnet.

Ob auch die Waffen so viele Anpassungsmöglichkeiten haben werden, ist noch nicht klar. Es sollen in Exoborne größtenteils zeitgenössische Schießeisen vertreten sein - mehr will Petter Mannerfeldt hier noch nicht verraten.

Was aber schon feststeht: Das Gunplay verfolgt nicht den eher realistischen Ansatz wie in Escape from Tarkov oder Hunt: Showdown. Exoborne soll sich in dieser Hinsicht wie ein klassischer Shooter spielen.

Keine Angst vor dem Tod

Auch mit der besten Ausrüstung kratzt ihr in Exoborne wohl früher oder später ab. Wie das bei Extraction-Shootern so ist, verliert ihr dann nicht nur das Match, sondern auch die gesamte Ausrüstung, die ihr dabei hattet. Das verbesserte Exorig, die Lieblingswaffe und bestimmt noch weitere Gegenstände sind nach dem Ableben allesamt futsch.

Die Bestrafung klingt etwas härter, als es in Wahrheit ist, gibt Petter Mannerfeldt jedoch leichte Entwarnung. Man wird nämlich mit einem Haufen Zeug davonziehen, wenn man erfolgreich die Map verlässt. Es ist nicht schlimm, man gewöhnt sich ans Sterben.

Beim Ableben verliert ihr zahlreiche Gegenstände, wirklich schlimm soll das aber laut der Entwickler nicht sein. Beim Ableben verliert ihr zahlreiche Gegenstände, wirklich schlimm soll das aber laut der Entwickler nicht sein.

Wer übrigens alleine spielen will und sich von seiner Gruppe lossagt, hat nicht automatisch schlechtere Überlebenschancen - behauptet zumindest der Creative Director. Alleine könne man deutlich effektiver schleichen und sich den guten Loot heimlich schnappen oder aus dem Hinterhalt angreifen - im offenen Kampf gegen ein volles Team zieht man aber höchstwahrscheinlich den Kürzeren und findet sich in der Lobby wieder.

Dort könnt ihr dann nicht nur das nächste Exorig zusammenbasteln, sondern auch mit NPCs reden und Missionen annehmen. Die KI-Gesellen werden nicht nur seelenlose Figuren sein: Hier soll eine richtige Story erzählt werden, mit Zwischensequenzen und allem Drum und Dran.

Wie stark der narrative Fokus am Ende wirklich ausfallen wird, bleibt abzuwarten: Auch schon in Vampire: The Masquerade - Bloodhunt, dem letztjährigen Titel der Entwickler, stehen in der Lobby Nebenfiguren herum. Die vergeben ebenfalls Missionen und erzählen mehr oder minder eine Geschichte, die jedoch getrost ignoriert werden kann. Dass Exoborne ein Story-Highlight wird, ist also trotz der löblichen Ambitionen fraglich.

Regelmäßig neuer Content

Exoborne soll langfristig schmackhaft bleiben - bei dem Genre ist es kein Wunder, dass auf ein Season-Modell gesetzt wird. In welchen Abständen die starten sollen und was sie genau beinhalten werden, ist aber noch nicht klar. Klassiker wären natürlich neue Ausrüstungsgegenstände und Waffen, aber auch weitere Maps sind nicht unwahrscheinlich.

Immerhin stehen schon zum Release mehrere Schlachtfelder zur Verfügung. Wir wollen unterschiedliche Erfahrungen auf unterschiedlichen Maps bieten, so Petter. Wie viele Karten es geben wird, wie groß die ausfallen werden, was sie unterscheidet und wie viele Spieler sich in einem Match herumtummeln, all das wird noch verschwiegen. Zu letzterer Frage antwortet Petter nur lachend: ›Ein Haufen‹ ist bisher die Definition.

Ein Releasefenster fehlt ebenfalls noch für Exoborne, selbst die Plattformen wurden noch nicht vollständig kommuniziert. Bisher wird von PC und Konsolen gesprochen, ob damit aber sowohl die alte Generation (PS4 und Xbox One) als auch die Nintendo Switch inkludiert sind, wird nicht verraten. Bei all den noch fehlenden Informationen wirkt es aber ohnehin sehr wahrscheinlich, dass Exoborne noch eine Weile auf sich warten lässt.

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