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Fallout 76 - Denn sie wissen nicht, was sie tun

Gegen den Willen vieler Hardcore-Fans wagt der The-Elder-Scrolls-Entwickler den Sprung ins Multiplayer-Haifischbecken. Schafft Fallout 76 den Spagat zwischen PvP-Survival und Rollenspiel? Selbst Bethesdas Chef-Designer Todd Howard ist sich unsicher, ob das Experiment gelingt. Ein Blick hinter die Kulissen.

von Peter Bathge,
04.07.2018 16:00 Uhr

Wie spielt sich Fallout 76? Vor dem Release ist sich darüber nicht einmal Entwickler Bethesda Game Studios im Klaren, wie Interviews mit Todd Howard und Pete Hines für unsere Vorschau zeigen.Wie spielt sich Fallout 76? Vor dem Release ist sich darüber nicht einmal Entwickler Bethesda Game Studios im Klaren, wie Interviews mit Todd Howard und Pete Hines für unsere Vorschau zeigen.

Mit Fallout 76 befindet sich Bethesda Game Studios in einer Zwickmühle. Auf der einen Seite stehen die Hardcore-Fans, die vom Entwicklerteam um Designer Todd Howard große Singleplayer-Rollenspiele gewohnt sind. Welten, in denen man sich wochen- oder gar monatelang verlieren kann. In denen man auf eigene Faust erkunden geht, die man mit Mods verändert - allein, isoliert vom Alltag, das perfekte Futter für lange Winterabende. Diese Menschen reagierten mit Entsetzen auf die Ankündigung, Fallout 76 werde ein Multiplayer-Spiel ohne Offline-Modus.

Auf der anderen Seite liegt ein mindestens ebenso großer Teil der Anhängerschaft Bethesda aber schon seit Jahren in den Ohren, doch endlich mal einen Koop-Modus für The Elder Scrolls und Fallout anzubieten. Zu viert durch Himmelsrand oder die Postapokalypse - das wünschen sich etliche Spieler, seitdem sie das erste Mal in die detailverliebten Szenarien der Bethesda-Spiele voller Vaults und Dwemer-Ruinen, Todeskrallen und Drachen abgetaucht sind.

Single- oder Multiplayer? Solo-Story oder Koop-Spaß? Persönliche Quest-Entscheidungen in der eigenen Welt oder ein großes Free for All auf dem gemeinsamen Server? Wie man es macht, macht man es verkehrt, denn in jedem Fall wird sich die jeweils andere Fan-Gruppe bei Bethesda beschweren.

(Post-)Apokalypse Now: Warum wir in Spielen oft den falschen Weltuntergang erleben
Im Moment krakelen die Verfechter einer klassischen Einzelspieler-Kampagne am lautesten, doch nach dem Release von Fallout 76 könnte sich das als bedeutungslos herausstellen. Nicht umsonst brechen Multiplayer-Titel wie Fortnite einen Millionenrekord nach dem anderen, obwohl in einschlägigen Internet-Foren unverhältnismäßig viel Kritik an Spielen und Berichterstattung geäußert wird.

Die Meinung des Hardcore-Fans zählt immer weniger, viel wichtiger ist der Kunde in all seinen Ausprägungen, vom Casual zum Drei-Spiele-im-Jahr-Käufer. Und der will, das scheint Entwickler Bethesda Game Studios beschlossen zu haben: Basisbau, Crafting, Survival, Atomraketen - und das alles online. Quests, Story, NPCs spielen eine untergeordnete Rolle. Nur wie den neuen Multiplayer-Wahn mit den Stärken von Bethesda-Spielen vereinen, den atmosphärischen Welten voller lebendiger Details?

Das hat Bethesda, so unser Eindruck nach der E3-Präsentation von Fallout 76 und klärenden Gesprächen mit den wichtigsten Persönlichkeiten des Studios, vier Monate vor Release immer noch nicht ganz ausknobelt. Vieles an Fallout 76 befindet sich noch im Fluss; man experimentiert, probiert Sachen aus und legt sich nicht fest. Sowohl im Vorfeld als auch nach der Veröffentlichung. Denn auch wenn Fallout 76 ab dem 14. November 2018 zu kaufen sein wird, ist es dann noch lange nicht fertig.

Viele Fallout-Spieler stehen dem Multiplayer-Fokus des 76-Ablegers skeptisch gegenüber. Aber stellen sie wirklich eine Mehrheit der Fan-Gemeinde dar?Viele Fallout-Spieler stehen dem Multiplayer-Fokus des 76-Ablegers skeptisch gegenüber. Aber stellen sie wirklich eine Mehrheit der Fan-Gemeinde dar?

Endlich konkrete Infos zu Fallout 76

Ein lauer Sommertag in Paris. Deutschland hat am vergangenen Wochenende gegen Schweden gewonnen und es besteht noch Hoffnung auf ein Weiterkommen bei der Fußball-WM vor dem entscheidenden Spiel gegen Südkorea. Todd Howard begrüßt uns mit einem strammen »Guten Tag!«. Der Game Director bei Bethesda Game Studios hat in seiner Jugend Deutsch gelernt (»Ich liebe Deutschland«), war 2014 in München zu Besuch (»Eine der schönsten Städte, die ich je gesehen habe«), wunderte sich über Schnee im Mai (»Verrückt!«) und erhielt damals den LARA-Computerspielpreis.

Jetzt ist er in Paris, um sich den Fragen der Presse zu Fallout 76 zu stellen. Am nächsten Tag geht es weiter nach Barcelona, dort wartet schon die nächste Auszeichnung: Howard wird auf der Gamelab-Konferenz für sein Lebenswerk geehrt, er darf sich jetzt auch offiziell »Industry Legend« nennen, eine lebende Legende.

Fallout 76

Genre: Rollenspiel

Release: 14.11.2018 (PC), 14.11.2018 (PS4), 14.11.2018 (Xbox One)

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