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Seite 2: Fallout 76 - Die 5 größten Überraschungen

West Virginia wurde wahnsinnig gut umgesetzt

Für das Anspiel-Event zu Fallout 76 hatte Bethesda Journalisten aus aller Welt ins Greenbrier gekarrt, ein Hotel im Herzen West Virginias. Nach dem Einchecken war für uns ein Spaziergang über das weitläufige Gelände Ehrensache. Als wir dann ein bisschen später in Fallout 76s Version von West Virginia (die Spielwelt heißt Appalachia) das Greenbrier aufsuchten, waren wir baff: Das sieht ja exakt genauso aus wie in der Realität!

Realität vs. Spiel Realität vs. Spiel

Bitte mal vergleichen: Der Nordeingang des Greenbrier-Hotels in echt (links) und im Spiel (rechts).

Sehenswürdigkeiten und besondere Orte wurden mit viel Liebe zum Detail nachgebaut, selbst Mythen und Monster West Virginias sind in Fallout 76 vertreten. Aber auch die Stimmung dieses rauen Landes, das zu großen Teilen aus ungezähmter Wildnis besteht, hat Bethesda Game Studios hervorragend eingefangen. Bei einem Waldspaziergang zwischen im rotgoldenen Herbstkleid schimmernden Laubbäumen kann man die klare Luft förmlich riechen und die gefühlte Einsamkeit fernab jeder Zivilisation teilen sich Spiel und Realität.

Da passt es sogar, dass man in Fallout 76 nicht auf menschliche NPCs, sondern allenfalls einen von 24 Spielern trifft - denn auch im echten Leben gehört West Virginia zu den am dünnsten besiedelten Bundesstaaten der USA.

Kleine Dörfer und viel Wildnis statt großer Städte: West Virginia punktet als Szenario von Fallout 76 mit großer Authenzität. Kleine Dörfer und viel Wildnis statt großer Städte: West Virginia punktet als Szenario von Fallout 76 mit großer Authenzität.

Wir haben Lust auf PvP

Das hatten wir nun gar nicht erwartet: Beim Spielen von Fallout 76 übermannte uns doch glatt die Mordlust. Um unseren Blutdurst zu stillen, griffen wir eine andere Gruppe von Spielern an und verwickelten sie in ein Gefecht Player vs. Player - und wir hatten Spaß dabei!

Da es für einen Kampf der Zustimmung beider Spieler bedarf (ansonsten machen eure Waffen nur geringfügigen Schaden beim Gegner), ist so ein PvP-Duell eine faire Sache und dient vorrangig als Abwechslung zum Alltag aus Quests, Crafting und Kämpfen gegen die KI-gesteuerten Monster. Mit der Belohnung von Open-World-Events und den neuen Workshops gibt es aber trotzdem genug Anlässe, um einen Streit vom Zaun zu brechen. Gerade die Kontrolle über die Workshops ist wichtig, weil hier Maschinen automatisch Rohstoffe fördern, die man für die Herstellung von Gegenständen benötigt und die man ansonsten aufwendig sammeln müsste.

Damit ihr nicht versehentlich auf einen anderen Spieler schießt und so unwissentlich eure Erlaubnis für einen PvP-Kampf geht, könnt ihr den Pazifisten-Modus aktivieren. Damit ihr nicht versehentlich auf einen anderen Spieler schießt und so unwissentlich eure Erlaubnis für einen PvP-Kampf geht, könnt ihr den Pazifisten-Modus aktivieren.

Eine coole PvP-Idee versteckt sich darüber hinaus im Pip-Boy: Wer seine Radiofrequenz auf die »Assassination Game«-Frequenz einstellt, tritt auf Wunsch einem Kopfgeldjägerspiel bei. Ihr bekommt dann den Auftrag, einen der 24 Spieler auf dem aktuellen Server umzubringen - und gleichzeitig wird ein anderer Assassine auf euch angesetzt. Aber nur, wenn ihr dem explizit zustimmt, es wird also niemand auf die Todesliste gesetzt, der nicht mitmachen will!

Bei der Zielperson machen die Waffen des Auftragkillers von Anfang an vollen Schaden, hier sind also anders als beim normalen PvP Hinterhalte und Kopfschüsse aus dem Dickicht möglich. Das bringt gehörig Nervenkitzel in die Partien und sollte all jene PvP-Fans milde stimmen, die von Fallout 76s restriktiven Anti-Griefer-Maßnahmen enttäuscht sind.

Viele Szenen in Fallout 76 könnten auch aus Fallout 4 stammen. Wer will, kann ganz allein spielen. Andere Spieler trifft man nur selten. Viele Szenen in Fallout 76 könnten auch aus Fallout 4 stammen. Wer will, kann ganz allein spielen. Andere Spieler trifft man nur selten.

Es fühlt sich (fast) an wie ein Singleplayer-Fallout

Als Multiplayer-Fallout und Fallout Online angekündigt, erwarteten wir von Fallout 76 natürlich einen entsprechenden Fokus auf Teamplay und Koop. Umso überraschter waren wir, dass Bethesda Game Studios die Spieler ganz frei und fernab der Gruppe durchs Ödland streifen lässt. Wer alleine unterwegs ist, der erlebt typische Fallout-Momente: Man stößt auf eine verlassene Mine, säubert ein Haus von Ghulen, sammelt Rohstoffe, findet Waffen, verbessert die Ausrüstung an der Werkbank und erfüllt Missionen.

Das alles unterscheidet sich nur in einem wichtigen Punkt von Fallout 4: bei der Story. Weil ihr nicht mit NPCs interagiert (das Höchste der Gefühle ist der ein oder andere Roboter-Händler), keine Entscheidungen in Dialogen trefft und euer Avatar kein Wort spricht, fühlt es sich nicht so an, als würdet ihr aktiv an der Geschichte teilhaben.

Fallout 76 - Preview-Screenshots ansehen

Stattdessen spielt sich Fallout 76 immer ein bisschen wie ein Detektiv-Adventure, fast so, als würdet ihr als Nick Valentine aus Fallout 4 durch die Spielwelt stapfen. Ihr untersucht Tatorte, durchstöbert Schränke und Computer nach Hinweisen, hört euch Audio-Botschaften längst verstorbener Personen an und spürt verschollenen Schätzen nach. All das war spätestens seit Fallout 3 schon immer Teil der Serien-DNS, doch Fallout 76 geht noch einen ganzen Schritt weiter als die vorherigen Bethesda-Spiele. Wer sich nach klassischem Story-Content mit Singleplayer-Fokus sehnt, der muss wohl oder übel auf Mods wie Fallout: Cascadia ausweichen.

Fallout: Cascadia - Das Fallout, das wir alle wollen (Preview)

Was in Fallout 76 sonst noch so für Überraschungen auf arglose Spieler warten, das erfahrt ihr zum Launch am 14. November 2018. Wer vor Release loslegen will und Fallout 76 vorbestellt hat, darf bereits ab dem 30. Oktober beim Betatest mitmachen - der laut Bethesdas Pete Hines aber gar kein richtiger Betatest ist. Was für eine Überraschung ...

Fallout 76 Preview - Gameplay-Fazit nach drei Stunden Anspielen 5:00 Fallout 76 Preview - Gameplay-Fazit nach drei Stunden Anspielen

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