In der GameStar-Redaktion tummeln sich so einige mutige Kuriere, die schon unzählige Stunden im Wasteland verbracht haben. Gemeinsam haben sie für ihre liebsten DLCs aus dem Fallout-Universum abgestimmt und daraus ein Ranking mit allen Erweiterungen erstellt. Natürlich, bevor die nächste Quest ruft!
Dabei geht es nicht nur um persönliche Vorlieben, sondern auch um die zusätzlichen Inhalte, die das Add-On bietet. Ach, lasst uns nicht lange quatschen. Ödland, wir kommen!
Alle 15 Fallout-DLCs im Ranking
15. Contraptions Workshop
Spiel: Fallout 4 I Plattform: PC, PS5, Xbox Series X/S, PS4, Xbox One I Release: Juni 2016 I Preis zum Release: 5 Euro
Valentin Aschenbrenner: Als alteingesessener Fallout-Veteran meckert man über Fallout 4 oft und gerne, weil ja früher (gefühlt) alles besser war. In einem Punkt stimmt das aber allemal: Die Hülle und Fülle an DLCs. Denn während Fallout 3 und New Vegas mit noch jeweils fünf dicken, fetten Story-Addons daherkamen, sah es im direkten Vergleich bei Fallout 4 wesentlich überschaubarer aus.
Ein Großteil der Workshop-Dinger kommt nämlich nur mit neuem Basenbau-Kram daher, manchmal sogar komplett ohne Story-Kontext. (Von neuen Spielgebieten, Quests oder NPCs ganz zu schweigen.) Entsprechend ernüchternd ist die ganze Angelegenheit natürlich für Rollenspieler, die mit dem Settlement-Gedöns von Fallout 4 nicht viel anzufangen wussten. So wie bei mir also.
Und in diese Kerbe schlägt eben auch der Contraptions Workshop für Fallout 4. Für fünf schmale Euro gab’s mehr Zeugs für die eigenen Siedlungen - nicht mehr, nicht weniger. Aber selbst bei den Bastel-DLCs ist Contraptions keine Offenbarung, den wesentlich cooleren Kram lieferten eigentlich Wasteland (wilde Kreaturen zähmen!), Vault-Tec (eine eigene Vault konstruieren!) und Automotron (Killer-Roboter bauen mit Story-Quests inklusive!). Die haben es selbst mir als Bau-Muffel mehr angetan.
14. Wasteland Workshop
Spiel: Fallout 4 I Plattform: PC, PS4, Xbox One I Release: April 2016 I Preis zum Release: 5 Euro
Tillmann Bier: Ich bin eigentlich ein großer Freund davon, wenn Erweiterungen nicht nur in sich selbst geschlossen bleiben, sondern auch neue Mechaniken für das Grundspiel mitbringen. Genau das hat Wasteland Workshop geliefert, mit der Möglichkeit, Kreaturen oder Raider zu fangen und dann in Arenakämpfen gegeneinander antreten zu lassen. Eigentlich eine coole Idee!
Das Problem: Außer einigen zusätzlichen Elementen für den Basisbau steckt neben der Arena-Mechanik rein gar nichts in der Mini-Erweiterung. Alles wird einfach in das Baumenü geschmissen und nicht einmal mit einer Mission oder gar einer Questreihe eingeführt.
Wasteland Workshop ist deshalb ein DLC nur für diejenigen, die in Fallout 4 gerne Siedlungen bauen und obendrein ohne jeglichen Anreiz mit Arenakämpfen experimentieren wollen.
13. Vault-Tec Workshop
Spiel: Fallout 4 I Plattform: PC, PS4, Xbox One I Release: Juli 2016 I Preis zum Release: 5 Euro
Tillmann Bier: Die Möglichkeit, ganze Siedlungen zu errichten, steckte schon im Grundspiel von Fallout 4. Die Idee, einen der berüchtigten Vaults selbst bauen zu können, liegt da ziemlich nahe. Vault-Tec Workshop gibt uns dafür ein riesiges Höhlensystem an die Hand, in dem wir nach Lust und Laune tüfteln dürfen.
Allerdings ist der DLC wirklich nur etwas für die fleißigsten Ödland-Architekten. Das hakelige Bauen aus der Egoperspektive ist in den engen Höhlengängen besonders anstrengend und wer schon Mal versucht hat, einen ganzen Vault aus dem Boden zu stampfen weiß, das ist eine Mammutaufgabe. Erzählerisch bietet Vault-Tec Workshop dagegen fast nichts, außer ein paar kleinen Experimentquests.
12. Nuka World
3:31
Fallout 4: Nuka World - Launch-Trailer zeigt neue Waffen, Fraktionen und Landschaften
Spiel: Fallout 4 I Plattform: PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S I Release: August 2016 I Preis zum Release: 20 Euro
Fabiano Uslenghi: Erstmal was Positives: Der Nuka-World-Jingle ist derart fantastisch, dass ich ihn nach dem ersten Mal hören tatsächlich in meine am häufigsten gehörte Playlist gepackt habe. Ich bin aber auch ein großer Freund von kitschigen Freizeitparks und habe nur zu gerne die Suche nach meinem verschollenen Sohn zur Seite geschoben, um stattdessen allein nach Nuka World zu ziehen!
So gesehen hatte ich mit Nuka World persönlich auch ne Menge Spaß. Mir gefällt, wie Bethesda die Idee eines absurd kapitalistischen Freizeitparks, der komplett auf zuckerhaltigen Getränken basiert, umgesetzt hat. Allerdings hätte diese wirklich grandiose Idee noch so viel mehr hergegeben!
Rein inhaltlich schöpft der DLC die famose Ausgangslage nie so ganz aus. Dass ich zum Raider-Anführer werden kann, ist toll, aber es gibt für meinen Geschmack auch zu wenig sinnvolle Alternativen. Einfach den ganzen Park abschlachten, weil man keine Raider mag? Damit bringt man sich um die komplette Story, die hier erzählt wird.
Die ist aber ohnehin für Fallout-Verhältnisse eher mau und der DLC setzt für meinen Geschmack auch zu sehr auf klassische Schnitzeljagd-Quests. Das macht ihn spielerisch ein wenig eintönig – zumal ich gerne noch viel mehr der absurden Fahrgeschäfte tatsächlich gefahren wäre.
11. Operation: Anchorage
Spiel: Fallout 3 I Plattform: PC, Xbox 360, PS3 I Release: 27. Januar 2009 I Preis zum Release: 10 Euro
Dennis Zirkler: Als Bethesda im Januar 2009 mit »Operation Anchorage« die erste Erweiterung für Fallout 3 veröffentlichte, staunten viele von euch nicht schlecht. Statt weiter durch die grün-braune Tristesse des Wasteland zu streifen, schickte uns der DLC in eine verschneite VR-Simulation des Jahres 2077. Eure Aufgabe im Auftrag der »Ausgestoßenen« der Stählernen Bruderschaft war simpel: Ihr musstet als US-Soldat die chinesischen Invasoren aus Alaska vertreiben.
Spielerisch war das damals ein gewagtes Experiment, denn Bethesda verwandelte das Open-World-RPG kurzzeitig in einen streng linearen Ego-Shooter, bei dem Inventar-Management und Erkundung kaum eine Rolle spielten. Doch genau dieser Kontrast machte den Reiz aus.
Nach Stunden in zerbombten Ruinen war der Anblick intakter Pre-War-Technologie, sauberer High-Tech-Anlagen und des blauen Himmels zumindest optisch eine Offenbarung – und die erste Möglichkeit, den legendären »Großen Krieg« vor dem Bombenfall hautnah mitzuerleben.

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