In sehr vielen Videospielen sind wir der Held, der seine Welt vor einer Katastrophe bewahrt und ihren Bewohnern hilft. Auch in den Fallout-Spielen retten wir das Ödland vor der Übernahme durch Supermutanten, bringen den Menschen sauberes Trinkwasser oder bekämpfen die faschistische Enklave.
Aber wir können uns auch der Bosheit der Postapokalypse anpassen und selbst zum Schrecken des Ödlands werden. Was sind aber die bösesten Taten, für die wir uns in den Spielen entscheiden können? Wir haben 11 besonders schlimme Entscheidungen herausgesucht.
1. Fallout - Den Wasserchip stehlen
Im ersten Fallout werden wir auf eine dringende Mission geschickt: Wir müssen einen neuen Wasserchip für unseren Vault finden, bevor die Bewohner verdursten. Den Chip nehmen wir schließlich aus Necropolis mit, einer von Ghulen bewohnten Siedlung, die ihn aber für ihre eigene Wasserversorgung braucht. Natürlich sorgen wir erst für die notwendigen Reparaturen, damit die Ghule auch ohne den Chip noch Trinkwasser zur Verfügung haben, oder?
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So habt ihr Fallout 1 noch nie gesehen, und nein, das ist wirklich keine Übertreibung
Tatsächlich können wir stattdessen den Chip auch einfach stehlen und Necropolis damit dem Untergang weihen. Wir opfern also eine ganze Gemeinschaft für das Überleben unserer eigenen. Wer das erste Fallout gespielt hat, weiß aber auch: Die Zukunft von Necropolis ist ohnehin ungewiss.
2. Fallout - Teil der Einheit werden
Der große Bösewicht des ersten Fallout-Spiels ist der Meister, ein abstoßender Mutant, der mit seiner Supermutanten-Armee das Ödland übernehmen und alle Menschen in Supermutanten verwandeln will. Der Vaultbewohner macht ihm normalerweise im Rahmen der Hauptquest den Garaus, um seinen Vault zu retten.
Stattdessen können wir uns aber auch dafür entscheiden, uns dem Meister anzuschließen und ihn seinen Plan durchführen zu lassen. Wir selbst werden dann in einen Supermutanten verwandelt, die Bewohner von Vault 13 werden getötet und der Meister erobert das Ödland.
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Mit dieser Entscheidung besiegeln wir potenziell das Ende der Menschheit im postnuklearen Amerika. Wenn niemand den Meister aufhält, werden nämlich nicht nur alle Menschen in Supermutanten verwandelt oder getötet. Da Supermutanten steril sind, werden sie früher oder später auch aussterben. Ein ziemlich dämlicher Fehler im Plan des Meisters.
3. Fallout 2 - Frank Carlson ermorden
Auch wenn wir uns redlich bemühen: Auf tödliche Gewalt zu verzichten, ist im Ödland fast unmöglich. Manchmal geht es aber nicht nur um Selbstverteidigung: In Fallout 2 können wir im Auftrag von Kriminellen ein Attentat auf ein ranghohes Mitglied der NCR verüben.
Doch das ist noch nicht alles: Wir erschießen nämlich Frank Carlson nicht einfach nur, sondern sollen im Rahmen der Quest seinem Sohn einen Sprengsatz unterschieben, und ihn dann zu seinem Vater schicken. Carlson selbst ist zwar kein besonders netter Mensch, seinen Sohn zu töten ist aber natürlich extrem kaltblütig.
4. Fallout 2 - Sklavenhändler werden
In Fallout können wir so einigen moralisch zweifelhaften Fraktionen beitreten, aber Fallout 2 treibt es auf die Spitze: Der Auserwählte kann nämlich Mitglied der Sklavenhändler-Gilde werden und den Sklavenhändlern bei der Entführung und Versklavung von Menschen helfen. Wir können sogar unsere Begleiter in die Sklaverei verkaufen.
Fallout 2 ist allerdings nicht das einzige Spiel der Reihe, in dem wir zum Menschenhändler werden können. In Fallout 4 können wir etwa das Ghulkind Billy verkaufen und in Fallout 3 gibt es mit dem Mesmetron sogar ein Gerät, das andere zu willenlosen Befehlsempfängern macht.
5. Fallout 3 - Das Wasser vergiften
Fallout 3 lässt uns auf viele Arten fies sein, aber die wohl schlimmste Entscheidung, die wir treffen können, ist die am Ende der Hauptquest. Auf den Wunsch des Präsidenten der Enklave können wir den Wasservorrat von Project Purity mit einem modifizierten, tödlichen Virus verunreinigen.
Damit verwirklichen wir den von der Enklave geplanten Völkermord an den Bewohnern der Oberfläche, die wegen der allgegenwärtigen Strahlung als genetisch unrein
betrachtet werden. Auf einen Schlag vernichten wir still und heimlich ganze Dörfer, Städte und Gesellschaften, um den von der Enklave geplanten Neustart der Menschheit zu ermöglichen.
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6. Fallout 3 - Megaton zerstören
Eine der fiesesten Entscheidungen in Fallout 3 können wir schon in den ersten Spielstunden treffen. Weil sie dem Besitzer eines Hochhauses die Aussicht vermiest, sollen wir die Stadt Megaton samt ihrer Bewohner in die Luft sprengen – für ein paar Kronkorken und eine eigene Wohnung im Tenpenny Tower.
Zwar vernichten wir nur
eine Kleinstadt und ihre Bewohner, aber anders als bei der Vergiftung des Wassers wird nicht einmal vorgegeben, dass wir einem höheren Ziel dienen, es geht nur um Bosheit und Egoismus.
7. Fallout 3 - Harold verbrennen
Der Mutant Harold ist in Fallout 3 in einer misslichen Lage: Er hat sich zu einer Art Baum verwandelt, kann sich nicht mehr bewegen und leidet körperlich, wie auch seelisch. Wenn wir ihn treffen, bittet er uns deshalb, sein Leben kurz und schmerzlos zu beenden. Der Kult, der sich um ihn gebildet hat, will ihn dagegen am Leben halten.
Wir können uns aber auch dafür entscheiden, Harolds Bitte auf besonders verdrehte Weise Gehör zu schenken. Statt sein Herz zu zerstören und ihm einen schnellen Tod zu gewähren, können wir ihn mit einer Feuerwaffe lebendig verbrennen. Das dauert eine Weile und Harolds Schmerzensschreie verraten uns, dass es ein alles andere als angenehmer Tod für ihn ist. Vorteile bringt uns dieses Vorgehen keine, es ist einfach nur böse.
8. Fallout: New Vegas - Arcade Gannon verkaufen
Arcade Gannon ist ein möglicher Begleiter in Fallout: New Vegas, den wir auf unserer Reise durch die Mojave mitnehmen können. Arcade ist ein guter Mensch, der für die Hilfsorganisation der Jünger der Apokalypse als Arzt arbeitet und die Welt zum Besseren verändern will. Deswegen hasst er Caesars Legion und alles, wofür sie steht.
Als sein Freund und Weggefährte können wir ihm aber etwas Ungeheuerliches antun: Ihn als Leibarzt an Caesar verkaufen. Statt den Bewohnern von Vegas und Freeside zu helfen, muss Arcade dann gegen seinen Willen den todkranken Diktator pflegen, den Anführer einer Fraktion, die er hasst.
9. Fallout: New Vegas - Legion und NCR zerstören
Es ist schon schlimm genug, wenn wir in New Vegas der Legion helfen, den Hoover Damm zu erobern. Aber der DLC Lonesome Road setzt noch einen drauf. Denn hier können wir Atomraketen auf die Gebiete von Caesars Legion und die der NCR abfeuern.
Nicht nur sorgt diese Entscheidung wahrscheinlich für zehntausende Tote, sie destabilisiert auch die gesamte Region und lässt sie in Abwesenheit der Großmächte ins Chaos stürzen. Wieder mal haben wir das Aufkeimen der Zivilisation damit beendet.
10. Fallout 4 - Das Commonwealth erobern
In Fallout 4 können wir uns zwar dem Institut anschließen, aber auch die fehlgeleiteten Wissenschaftler hoffen wenigstens, das Commonwealth zu einem besseren Ort zu machen. Richtig böse lässt uns dagegen der DLC Nuka World werden. Wir schwingen uns hier einfach zum Anführer von gleich drei Raiderbanden auf und können das gesamte Commonwealth übernehmen.
Nachdem wir als Minuteman, Bruderschafts-Ritter oder Institutsagent mühevoll das Commonwealth befriedet haben, Siedlungen aufgebaut und Menschen ein Zuhause gegeben haben, können wir nun alles wieder zerstören und ein riesiges Raiderreich aufbauen.
11. Fallout 4 - Das Heilmittel behalten
Die Auswirkungen einer zweiten Entscheidung in Fallout 4 sind zwar nicht im ganzen Commonwealth spürbar, trotzdem ist sie auf ihre Weise extrem herzlos. In Vault 81 sollen wir Austin helfen, einem kranken Jungen, der sich einen mysteriösen Erreger eingefangen hat. Auf der Suche nach dem Heilmittel stecken wir uns auch meistens selbst mit der Krankheit an, finden aber nur eine Dosis des Heilmittels.
Eigentlich ist die Entscheidung klar: Uns selbst schwächt die Krankheit zwar auf Dauer minimal, sie ist aber ungefährlich. Austin hat weniger Glück und wird ohne das Heilmittel sterben. Trotzdem können wir uns dafür entscheiden, das Heilmittel selbst einzunehmen und das Kind einfach sterben zu lassen.
Das war unsere Liste mit einigen der bösesten Entscheidungen, die wir in den Fallout-Spielen treffen können. Natürlich gibt es noch viel mehr Gelegenheiten, ein Fiesling zu sein: Wir können noch mehr Siedlungen dem Untergang weihen, einen NPC von einem Dach schubsen oder mit einer Alien-Superwaffe eine ganze Region auslöschen.
Aber jetzt wollen wir es von euch hören: Was war das Gemeinste, das ihr je in einem Fallout-Spiel angestellt habt?
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