Far Cry 6 Spielzeit: So viel Zeit solltet ihr reinstecken für maximalen Spielspaß

Far Cry 6 bietet die größte Open World der Reihe und massenhaft Aufgaben. Wir dröseln auf, was sich lohnt und wie viel Zeit ihr investieren solltet.

von Elena Schulz,
08.10.2021 12:33 Uhr

Wie lange dauert Far Cry 6? Die Antwort ist komplizierter, als man meinen könnte. Wie lange dauert Far Cry 6? Die Antwort ist komplizierter, als man meinen könnte.

Dass Far Cry 6 die bisher größte Open World der Reihe hat, klingt für manche schon nach einer Drohnung. Wer soll das denn alles noch spielen? Zumal Yara nicht nur riesig ist, sondern auch so vollgepackt mit Nebemissionen, Stützpunkten, Schatzsuchen, Autorennen und mehr, dass man darüber fast den Sturz des ansässigen Diktators vergisst - im Test hat uns das nicht gerade begeistert zurückgelassen:

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Far Cry 6 im Test: Eine Open World voller Widersprüche

Trotzdem kann man viel Spaß mit Far Cry 6 haben - wenn man es richtig spielt und sich die eigene Zeit clever einteilt. Wir listen hier deshalb nicht nur auf, wie lange ihr für Haupt- und Nebemissionen oder Krimskrams in der offenen Welt braucht, sondern analysieren auch, wie die optimale Balance zwischen Spielspaß und Spielzeit aussieht.

So lange braucht ihr, um Far Cry 6 durchzuspielen

Aber beginnen wir mit den harten Zahlen:

  • Nur Hauptstory: Spielt ihr wirklich nur die Hauptgeschichte mit ihren 56 Missionen, braucht ihr im Schnitt zwischen 15 und 20 Stunden bis zum Abspann. Das entspricht in etwa den Vorgängern, die zwischen 13 und 18 Stunden veranschlagen.
  • Hauptstory mit Extras: Die Kampagne und ein paar Nebenmissionen oder Aktivitäten kosten etwa 20 bis 30 Stunden. Warum das für uns der Königsweg ist, erklären wir weiter unten.
  • Für Completionists: Wollt ihr trotz Größe und Umfang wirklich alles mitnehmen, solltet ihr 50 bis 60 Stunden einplanen und euch noch darauf einstellen, dass Far Cry 6 mit den Credits nicht endet.

Far Cry 6 - Screenshots aus der PC-Version ansehen

Diese Aufgaben lohnen sich in der Open World

Nicht jede Missionen oder Aktivität im Spiel fühlt sich gleichwertig an. Manche versprechen saftige Belohnungen, während ihr andere nur anfassen solltet, wenn sie euch großen Spaß machen. Wer das meiste aus Far Cry 6 rausholen und trotzdem zügig durchkommen will, sollte sich diese Aufgabe auf die To-Do-Liste setzen und alle anderen ignorieren. Damit dürftet ihr im Schnitt bei 20 bis 30 Stunden rauskommen:

  • Yaranische Geschichten: Die 29 Nebenmissionen hinter den violetten Kompass-Symbolen liefern keine oscarreife Handlung, aber unterhaltsame kleine Erzählungen inklusive Waffen, Ausrüstung oder auch den fünf Amigo-Begleitern als Belohnung. Fahrt auf der Map über den Icon und schaut euch die Rewards an. Überzeugen sie euch, solltet ihr die Aufträge auf jeden Fall mitnehmen.
  • Schatzsuchen: Neben den verstreuten Truhen dürft ihr bei den pinken Diamant-Markern 21 Schätze bergen, die sich hinter kleinen Rätseln verstecken: Mal überwindet ihr unter Strom gesetztes Wasser, mal taucht einer Truhe in mit Haien verseuchtem Gewässer nach oder sucht nummerierte Boote, um ein Türschloss zu knacken. Das spielt sich kurzweilig und spaßig - auch weil ihr zur Abwechslung meist eher klettert und knobelt statt zu ballern. Ein Erfolg beschert euch zudem meist einzigartige Waffen oder andere wertvolle Ausrüstung.
  • Bandidos-Minispiel: Sonst gelangt ihr recht unkompliziert an neue Waffen, wenn ihr Geiseln in der Welt befreit und anschließend per Texttafel mit Mini-Entscheidungen auf Missionen schickt. Hier springen weitere handfeste Belohnungen raus, ohne dass ihr viel dafür tun müsst. Die Aufgabe findet ihr in sämtlichen Rebellenlagern.
  • Koop-Modus: Keine Aufgabe, sondern eine Spielweise - geht Far Cry 6 doch zusammen an. Den Fortschritt darf nur der Host behalten, aber eure erbeuteten Bleispritzen und Kleidungsstücke nehmt ihr mit. So habt ihr in eurer Open World ebenfalls ein leichteres Spiel und mehr Spaß beim gemeinsamen Abgrasen der Icons.

Warum gerade diese Missionen? Wollt ihr Far Cry 6 schnell durchspielen, braucht ihr vor allem gute Ausrüstung. Genau die versprechen die Aufträge und bringen obendrein noch die größte Abwechslung und unterhaltsame Geschichten mit. Ihr verkürzt so also nicht nur die Spielzeit, sondern habt auch deutlich mehr Spaß, als wenn ihr sämtliche Aufgaben abgrast und dann in zig redundanten Waffen oder Kleidungsstücken badet.

Einzigartige Waffe Ein starkes Schießeisen löst viele Probleme in Far Cry 6.

Amigo Die Tiergefährten sind nicht nur niedlich, sondern auch wirklich hilfreich im Kampf.

Das Open-World-Spiel hat nämlich das Problem, dass sehr viele Systeme darin mit der Zeit überflüssig werden. Sich an den Werkbänken selbst die optimale Waffe zusammenzutüfteln bleibt nur solange sinnvoll, bis man eines der übermächtigen einzigartigen Schießeisen in den Händen hält und zeitweisen Giftschutz vom selbstgekochten Kantinen-Essen, sichert man sich genauso über eine Gasmaske, die man sogar im Rahmen der Hauptstory abgreift.

Wird Far Cry 6 dann nicht zu schwer? In der Theorie existiert für die Gebiete ein bestimmter Level, der mit euch mitskaliert, wenn ihr ihn übersteigt. Die Open World soll so immer fordernd bleiben. Praktisch hat euch Far Cry 6 aber nur wenig entgegenzusetzen und das auf beiden Schwierigkeitsgraden - selbst wenn ihr unterlevelt seid. Solange ihr entsprechend hochwertige Ausrüstung mitführt und sie passend zur Situation einsetzt, habt ihr nichts zu befürchten. Wird es doch mal knackiger, lässt sich der Anspruch fließend im Spiel anpassen.

Noch mehr Tipps dazu, wie ihr mehr Spaß mit Far Cry 6 habt und den Einstieg ins Spiel optimal meistert, lest ihr in unserem Guide:

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Diese Aktivitäten solltet ihr meiden, wenn sie euch keinen Spaß machen

Fischt ihr für euer Leben gerne in Spielen, solltet ihr natürlich auch in Far Cry 6 zur Angelrute greifen. Trotzdem lohnen sich diese Aufgaben im Vergleich wenig, wenn ihr nicht unnötig viel Zeit in der Open World verbringen wollt:

  • Kontrollpunkte und FND-Basen machen die Straßen frei und gewähren euch Ressourcen, die ihr ohnehin überall in Truhen findet. Ihr braucht sie für den optionalen Siedlungsausbau, dessen Boni sich ebenfalls nicht wirklich lohnen. Nehmt nur die mit, die euch wirklich nerven oder fahrt außenrum.
  • Flugabwehrgeschütze solltet ihr nur beseitigen, wenn ihr gerne und viel in der Luft unterwegs seid. Sonst deckt die Schnellreise eure Bedürfnisse flott von A nach B zu kommen schon gut ab.
  • Eure Beute vom Jagen und Fischen tauscht ihr gegen Geld ein. Die Yaranischen Taler findet ihr aber ebenso überall, also macht euch die Mühe nicht.
  • Criptograma-Truhen sind insofern nützlich, dass sie euch hochwertige Kleidung verschaffen. Im Vergleich zu den Aufgaben oben gestaltet es sich aber etwas mühsamer, nach den zugehörigen Bildern zu suchen. Haltet nur nach ihnen Ausschau, wenn ihr sonst keine vernünftige Ausrüstung zur Hand habt.
  • Waffen, Supremos und mehr zu kaufen, erübrigt sich ebenfalls, wenn ihr die empfohlenen Aufträge absolviert. Außerdem ist der erste Supremo mit den Raketen ohnehin der beste.
  • Fahrzeuge und Pferde sammeln und zu Stationen kutschieren müsst ihr auch nicht, weil immer genug fahr-, flieg- oder reitbare Untersätze rumstehen.
  • Minispiele wie Hahnenkämpfe, Autorennen oder Domino dienen auch eher als Beschäftigungstherapie und können so getrost ignoriert werden.

Könnt ihr euch noch nichts unter diesen Missionen und Aktivitäten vorstellen, seht ihr sie in unserem Testvideo in Aktion:

Far Cry 6-Test - Für jede gute Idee gibt’s eine schlechte … 13:08 Far Cry 6-Test - Für jede gute Idee gibt’s eine schlechte …

Wir empfehlen euch also nicht mehr als 30 Stunden zu investieren und gezielt die Aufgaben zu absolvieren, die euch den meisten Spaß machen oder den größten Profit versprechen. Dann kommt ihr schnell durch das große Open-World-Spiel und bekommt alle Highlights mit.

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