George R.R. Martin gibt zu: Game of Thrones »war nicht gut für mich«

Der Autor von Das Lied von Eis und Feuer ist froh, dass Game of Thrones vorbei ist. Für ihn war das Ende der TV-Serie eine »Befreiung«.

von Valentin Aschenbrenner,
19.08.2019 12:00 Uhr

George R.R. Martin bezeichnet das Ende von Game of Thrones als »Befreiung?«.George R.R. Martin bezeichnet das Ende von Game of Thrones als »Befreiung?«.

Das Spiel um den Eisernen Thron ist mit Staffel 8 von Game of Thrones zwar vorbei, dennoch dürfen Fans nach einem kontroversen Finale wieder nach Westeros zurückkehren. Denn neben verschiedenen Spin-offs (wie zum Beispiel das Projekt »Bloodmoon«) sollen noch immer die beiden Romane The Winds of Winter und A Dream of Spring von Autor George R.R. Martin erscheinen.

Das Ende von Game of Thrones war eine »Befreiung«

Der Autor von Das Lied von Eis und Feuer hat sich nun abermals zum Finale von Game of Thrones geäußert und dabei verraten, dass das Ende der TV-Serie für ihn eine Art »Befreiung« war. Gegenüber TheGuardian erklärte er, dass Game of Thrones ihn stets davon abgehalten hat, sich voll und ganz auf die Fertigstellung seiner letzten beiden Romane zu konzentrieren.

George R.R. Martin beschreibt konkret, dass der durch Game of Thrones bedingte »enorme Stress« definitiv »nicht gut« für ihn war:

"Es gab ein paar Jahre, da hätte ich das Buch beenden und vor der Serie bleiben können. Allerdings war der Stress für mich immens. Ich glaube nicht, dass mir das besonders gut getan hat. Denn genau das, was mich eigentlich antreiben sollte, hat mich letztlich verlangsamt.

Jeden Tag habe ich mich hingesetzt, um zu schreiben und selbst wenn ich einen guten Tag hatte - für mich ist es ein guter Tag, wenn ich drei bis vier Seiten schaffe - dann habe ich mich unglaublich schlecht gefühlt, weil ich mir dachte: 'Meine Güte, ich muss dieses Buch fertig bekommen! Ich habe nur vier Seiten geschrieben, obwohl ich mindestens 40 schaffen müsste!'

Dass die Serie jetzt vorbei ist, ist für mich sehr befreiend, weil ich mir jetzt mein eigenes Tempo vorgeben kann. Ich habe gute Tage und ich habe schlechte Tage, nur lastet der Stress nicht mehr so sehr auf meinen Schultern. Ich bin mir sicher: Sobald ich A Dream of Spring beendet habe, müsst ihr mich am Boden festbinden."

George R.R. Martins Bücher werden anders enden als die TV-Serie

Der Eiserne Thron ist nicht mehr ... zumindest in der TV-Serie. Wie es in den Romanen weitergeht, muss sich noch zeigen.Der Eiserne Thron ist nicht mehr ... zumindest in der TV-Serie. Wie es in den Romanen weitergeht, muss sich noch zeigen.

Wann erscheinen die letzten beiden Romane?

Wann The Winds of Winter und A Dream of Spring letztendlich erscheinen sollen, ist noch immer nicht bekannt. Das sechste der insgesamt sieben Bücher des Das-Lied-von-Eis-und-Feuer-Epos sollte bereits vor über fünf Jahren veröffentlicht werden. Dazu ist es aber nicht gekommen - wofür George R.R. Martin sich selbst die Schuld gibt.

Der Autor entschuldigte sich bereits diverse Male bei seinen Fans und gab als ausschlaggebenden Grund für die Verspätung an, dass sein Buch-Universum mittlerweile einfach viel zu komplex geworden sei: Seiner eigenen Aussage zufolge handelt es sich bei The Winds of Winter um keinen einzelnen Roman, sondern viel mehr um viele verschiedene Romane, die in einem Buch zusammengefasst werden.

Wer sich über das Finale der TV-Serie genauso aufregen musste wie eine Million erzürnte Game-of-Thrones-Fans, der darf jedoch aufatmen: George R.R. Martin verrät, dass sich sein Ende der Romane von dem der Showrunner David Benioff und D.B. Weiss unterscheiden wird. Das ergebe sich schon alleine durch die unterschiedlichen Richtungen, in die sich Game of Thrones und Das Lied von Eis und Feuer entwickelt haben.

Entsprechend kann George R.R. Martin kaum Rücksicht darauf nehmen, wie die Fans das Ende von Game of Thrones aufgefasst haben. Der Autor verriet, dass sich die Reaktion der Zuschauer niemals auf seine Arbeit auswirken wird - weder im positiven noch im negativen Sinne.

Trotz Fan-Aufschrei: George R.R. Martin verändert nicht das Ende seiner Bücher


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