Gamestop US nannte sich "unverzichtbarer Händler", muss jetzt doch schließen

Ursprünglich hatte Gamestop US verkündet, ihre Filialen trotz Corona-Krise nicht zu schließen. Jetzt müssen die Läden doch zusperren.

von Jonas Hellrung,
22.03.2020 13:50 Uhr

Update vom 22. März 2020: Jetzt also doch - obwohl sich Gamestop US zunächst widersetzte, seine »unverzichtbaren« Filialen im Zuge der Corona-Pandemie zu schließen, müssen nun sämtliche Shops zusperren. Das gab der CEO George Sherman in einem Brief bekannt, der Kotaku vorliegt.

Allerdings soll das Geschäft auf andere Art weitergehen: Kunden sollen ihre bestellte Ware an der Ladentür abholen können, ohne direkten Kontakt zu den Mitarbeitern zu haben. Die Angestellten sollen sich selbst entscheiden dürfen, ob sie weiterhin arbeiten oder bezahlten Urlaub in Anspruch nehmen wollen. Dies soll keinen Einfluss auf ihre Zukunft im Unternehmen haben.

Ursprüngliche Meldung vom 20. März 2020: Aufgrund der Corona-Krise schließen weltweit zahlreiche Läden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Allerdings scheinen sich daran nicht alle zu halten: Gamestop US hat angekündigt, sich der gesetzlichen Schließung zu widersetzen.

Begründet haben sie das mit einer überraschenden Rechtfertigung, auf die Branchen-Insider Jason Schreier von Kotaku auf Twitter so reagiert:

"Der Videospiele-Händler Gamestop US hat gerade ein Memo an alle seine Mitarbeiter geschickt, in dem er sie auffordert, ihre Geschäfte auch während der staatlichen Schließungen geöffnet zu lassen und den Gesetzeshütern zu sagen, dass es in Ordnung ist, weil sie "unverzichtbarer Einzelhändler" sind."

Diese etwas hoch gegriffene Selbstdarstellung als »unverzichtbarer Einzelhändler« begründete die Chefetage der US-Sektion von Gamestop damit, dass ihre Produkte Kunden das Arbeiten von zu Hause ermöglichen und verbessern könnten.

Scheinbar ist das eine Reaktion auf die vielen Gesetzeshüter, die neuerdings ihre Filialen aufsuchen, um die Schließung dieser durchzusetzen. Die Bosse von Gamestop statten ihre Geschäfte deshalb zusätzlich mit folgendem Dokument aus:

Das ist die Ankündigung, mit denen GameStop-Stores in den USA bald "bewaffnet" sein werden. Das ist die Ankündigung, mit denen GameStop-Stores in den USA bald "bewaffnet" sein werden.

Die Ankündigungen zur Bekämpfung des Virus beinhalten unter anderem erzwungenes »Social Distancing« sowie die Verschiebung einiger Launch-Titel. Sollten die betreffenden Polizisten ein Problem mit dieser Regelung haben, könnten sie sich ja an die Chefetage wenden.

Was sagen die Mitarbeiter?

Diese neue Regelung dürfte ein Schlag ins Gesicht eines jeden US-amerikanischen Gamestop-Miarbeiters sein. Bereits seit Wochen klagen diese über die Angst, sich auf der Arbeit anstecken zu können.

Wie wir bereits in einem anderen Artikel schon erwähnten, bezieht sich das nicht auf deutsche Stores! Wie bei anderen Technikanbieter werden Gamestop-Filialen in Deutschland reihenweise geschlossen. In den USA scheint es diese Bereitschaft aber noch nicht zu geben.

Solltet ihr aber noch einmal auf Nummer Sicher gehen wollen, bietet euch Gamestop eine Übersicht der aktuellen Öffnungszeiten aller Läden an.

Wenn euch jetzt schon die Langeweile aufgrund der aktuellen Situation plagt, haben wir für euch ein Paar Tipps, wie ihr Steam mal anders benutzen könnt!

Informationen und Schutzmaßnahmen zum Coronavirus
Das Bundesgesundheitsministerium bietet zum Thema Coronavirus ein umfassendes FAQ, sowie tagesaktuelle Nachrichten und Anleitungen zum Schutz vor Ansteckungen an. Darüber hinaus erreicht ihr die unabhängige Patientenberatung unter folgender Telefonnummer: 0800 011 77 22

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