Ich bin sehr froh, dass Ghost Recon so nicht endet. Mit einem traurigen Wimmern. Seit Jahren herrscht zum Franchise Funkstille, zuletzt enthüllte Ubisoft im Oktober 2021 den damals brandneuen Free2Play-Shooter Ghost Recon Frontline – und kloppte ihn ein paar Monate später wieder in die Tonne. Die Tränen der Community passten wahrscheinlich in eine Petrischale.
Aber dass danach so lange Schicht im Schacht bleibt? Bitte nicht!
Und jetzt gibt's endlich ein lautes Lebenszeichen. Zum 25. Geburtstag der Ghost-Recon-Marke zelebriert Ubisoft in einem großen Livestream nicht nur die Geschichte der Serie, sondern kündigt auch jede Menge Neuigkeiten an. Und die stimmen mich sehr, sehr glücklich.
Was gibt's neues zu Ghost Recon?
Erstmal die Ankündigungen im Schnelldurchlauf:
- Ein neues Ghost Recon befindet sich offiziell in Entwicklung. Ihr könnt euch für Playtests hinter verschlossenen Türen registrieren.
- Ghost Recon: Wildlands bekommt nach fast zehn Jahren eine neue, kostenlose Story-Mission! In »Last Rites« jagt ihr die neue Schurkin La Llorona.
- Wildlands bekommt einen dicken Patch, mit dem ihr auf sämtlichen aktuellen Konsolen in 4K und 60 FPS spielen könnt, also Xbox Series X|S sowie PS5.
- Das Predator-Event von Wildlands, das damals unseren kompletten Squad umgebracht hat, kehrt zurück. Ihr könnt im Dschungel Boliviens also Rache an dem furchterregenden Alien nehmen.
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Ghost Recon Wildlands: 9 Jahre nach Release bekommt der Taktik-Shooter mit Last Rites nochmal ein dickes Update
- Sämtliche kosmetischen Upgrades, auch vormals zeitlich befristete, lassen sich jetzt kostenlos in Wildlands aktivieren. Außerdem gibt's neue Klamotten passend zum Jubiläum.
- Das Spiel bekommt außerdem haufenweise Customization-Features: Ihr könnt Tageszeit, Wetter sowie alle möglichen Schwierigkeitsgrade jetzt granularer denn je einstellen. Auch im HUD lassen sich noch mehr Facetten deaktivieren, zum Beispiel das Schimmern interaktiver Objekte oder die Wurfkurve bei Granaten.
- Ghost Recon: Breakpoint bekommt ein neues kosmetisches Bundle.
- Ghost Recon: Future Soldier wird eine Woche lang verschenkt, der ziemlich coole Vorgänger von Wildlands. Um das Spiel zu aktivieren, müsst ihr es einfach in euren Ubisoft-Connect-Account packen. Ihr könnt das Spiel dann dauerhaft behalten.
Sämtliche Neuerungen sind ab sofort live, ihr könnt also die Downloads anwerfen, falls ihr nochmal mit ein paar Bekannten in die Open World von Wildlands (oder Breakpoint) abtauchen wollt. Und ich finde es klasse, dass Ubisoft diesen Schritt geht, obwohl niemand danach gefragt hat.
Lasst eure Open Worlds leben
Wir erleben oft genug, dass die Digitalisierung zum Tod von Spielen führt – Stop Killing Games lässt grüßen –, aber Ubisoft demonstriert hier und dort auch das Gegenteil. Zum Beispiel vor ein paar Jahren bei Assassin's Creed Odyssey, dass 2021 zwei Jahre nach Release plötzlich neue Inhalte bekam, um Assassin's Creed Valhalla zu bewerben. Gleiches dann 2023 zum Launch von Nachfolger Mirage: Plötzlich kann ich im damals drei Jahre alten Valhalla mit Basims Lehrmeisterin Roshan Abenteuer erleben.
Und nun: Wildlands. Wir leben in einer Technik-Ära, in der Spielwelten (besonders von Großproduktionen) sich auch zehn Jahre später noch sehen lassen können. Eigentlich viel zu schade, um sie ein paar Monate nach Release sang- und klanglos sterben zu lassen. Gleichzeitig bin ich kein Freund davon, Open-World-Kampagnen durch allen möglichen Service-Bumms künstlich zu strecken.
Aber so ein Mittelweg? Neue Story-Missionen oder -Aktivitäten, die eine coole Spielwelt auch Jahre später noch am Leben halten? Sehr, sehr gerne! Ich bekomme heute noch wöchentlich neue YouTube-Videos in meinen Feed gespült, in denen Aficionados »Tactical Gameplay« in Bolivien oder Auroa zelebrieren, weil Wildlands und Breakpoint trotz all ihrer Probleme immer noch einzigartig sind. Nur dort kann ich die Modern-Military-Fantasie in einer Open World ausleben, ohne gleich in die Hardcore-Gamaschen eines Arma zu schlüpfen.
An Ubi lässt sich sicher viel kritisieren, aber eine Tugend tragen sie immer wieder zur Schau: Dass sie ihre langlebigen Hardcore-Communitys unterstützen. For Honor feiert sein elftes Content-Jahr, Rainbow Six stirbt sowieso niemals, selbst Skull and Bones bekommt immer noch frischen Content. Und dass auch ein Wildlands kostenlose neue Story-Missionen erhält, ist nicht nur ein tolles Signal an die Fans, sondern sollte in meinen Augen auch Schule machen.
Was denkt ihr?

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