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Grid Legends will ausgerechnet da brillieren, wo es kaum einem Rennspiel gelingt

Grid Legends soll der Rennspiel-Reihe wieder zu altem Glanz verhelfen, doch der Erfolg steht und fällt mit der Story.

von Sören Diedrich,
12.12.2021 11:01 Uhr

Ich gebe zu, ich bin ein Simulations-Freak bei Rennspielen. Es kann mir nicht realistisch genug sein, und wenn ich das nötige Kleingeld hätte, stünde schon längst einer dieser grandiosen Cockpit-Simulatoren im Spielzimmer. Aber: Forza Horizon 5 beweist gerade eindrucksvoll, dass es da draußen eine große Gruppe gibt, die viel Spaß mit Rennspielen hat, wenn sie eine Mischung aus Realismus und Arcade-Fahrphysik bietet.

Genau diese Zielgruppe will auch Grid Legends im kommenden Jahr wieder bedienen. Wieder, weil die Grid-Serie bereits seit 2008 und damit deutlich länger als Forza Horizon diese Nachfrage nach semi-realistischem Fahrspaß befriedigt. Doch der letzte Serienteil von 2019 war bestenfalls Mittelmaß, wie auch unser damaliger Test belegte:

Grid (2019) im Test - Mit angezogener Handbremse   51     2

Rückblick

Grid (2019) im Test - Mit angezogener Handbremse

Grid Legends soll das Comeback der Reihe werden: Wir konnten das Rennspiel ausprobieren und haben uns die Neuerungen für euch angeschaut - bis auf die Story, was äußerst schade ist. Die soll nämlich das Herzstück des Spiels darstellen und kann vielleicht das liefern, was Grid Legends bislang noch fehlt: Ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Der Autor
Sören ist leidenschaftlicher Motorsport-Fan und verfolgt eigentlich alles mit Begeisterung, was zwei oder vier Räder hat, schnell ist und wo es auf das letzte Tausendstel ankommt (bis auf die Formel E, pfui!). Seit seiner höchst erfolgreichen Underground-Karriere in Need for Speed hat er Arcade-Racer größtenteils gemieden und sich dem Realismus verschrieben. Doch bereits das erste Grid konnte ihn 2008 vor den Bildschirm fesseln und derzeit braust er liebend gern in Forza Horizon 5 durch Mexiko. Entsprechend groß sind seine Hoffnungen, dass er mit Grid Legends eine weitere gelungene Abwechslung vom bierernsten Simracing erhält.

Was erwartet euch in Grid Legends?

Im Rahmen eines Online-Events zeigte uns Entwickler Codemasters in Gestalt von Game Director Chris Smith detailierte Einblicke in den neuen Racer. Außerdem konnten wir in aller Ruhe über mehrere Tage hinweg eine Vorschauversion spielen, die bereits viele Events beinhaltete.

Die wichtigsten Fakten zu Grid Legends auf einen Blick:

  • Release: 25. Februar 2022
  • Lenkrad-Support: Ja, wie für Codemasters-Spiele üblich werden Lenkräder voll unterstützt.
  • Crossplay: Ja, ihr werdet quer über alle Plattformen hinweg zusammenspielen können.
  • Autos: Zum Launch stehen euch 130 Autos aus 9 verschiedenen Klassen zur Verfügung, zum Beispiel GT-Autos, Trucks, Open Wheeler und Drift-Wagen.
  • Strecken: 22 Kurse, davon 13 permanente Rennstrecken, 9 Straßenrennen und eine Start-Ziel-Strecke.
  • Spielmodi: Ihr könnt euer Können in 9 verschiedenen Modi unter Beweis stellen, darunter Elimination, Multi-Klassen, Electric Boost und brachialem Truck-Stadium.
  • Multiplayer: Im Vergleich zum Vorgänger wurde das Starterfeld auf 22 Spieler vergrößert.

Chris Smith bestätigte übrigens, dass Grid Legends keine Mikrotransaktionen enthalten wird. Es wird zwar eine Deluxe-Variante des Spiels und nach dem Launch auch DLCs in Form eines Season Passes geben, doch auch hier legt man Wert darauf, niemanden von dem Rennspaß auszuschließen.

Wenn ihr im Multiplayer-Modus einem Rennen beitretet, das DLC-Inhalte voraussetzt, könnt ihr dennoch teilnehmen. Nur im Singleplayer müsst ihr den Post-Launch-Content auch wirklich besitzen.

Grid Legends: Seht euch den Trailer zum neuen Rennspiel von Codemasters an 1:33 Grid Legends: Seht euch den Trailer zum neuen Rennspiel von Codemasters an

Der ultimative Rennspiel-Baukasten?

Mangelnden Umfang kann man Grid Legends schon jetzt nicht vorwerfen. Im Laufe der Karriere könnt ihr 250 Events bestreiten, hinzu kommt außerdem ein umfangreicher Mehrspieler, sowie ein mächtiger Event-Baukasten. Der erlaubt es euch, Rennen nach eigenen Regeln zu erstellen, unter anderem:

  • Disziplin: Wollt ihr über eine klassische Rundstrecke heizen oder doch lieber ein Drift-Event veranstalten? Oder wie wäre es mit Multi-Klassen-Rennen?
  • Wagenklasse: Welche Autos sollen an dem Event teilnehmen können?
  • Schauplatz und Route: An welchem Ort und auf welcher Streckenvariante soll das Rennen stattfinden?
  • Wetterverhältnisse: Grid Legends bietet nicht nur Sonne und Regen, sondern auch Stürme und sogar Schnee.
  • Runden: Wie lange soll das Rennen dauern?
  • Fahrer: Wie groß soll das Starterfeld sein?

Wenn ihr Bock auf eigene Rennen nach euren Vorstellungen habt, dürfte Grid Legends ein wahrer Traum für euch sein. Diese benutzerdefinierten Events werdet ihr übrigens auch im Multiplayer zusammen mit euren Freunden fahren können, für spaßige PS-Abende ist also gesorgt.

Stichwort Multiplayer: Grid Legends verfügt über ein ziemlich cooles Drop-In-Feature. Dadurch könnt ihr sogar in laufende Partien direkt einsteigen und einem Freund Gesellschaft leisten. Voraussetzung hierfür ist aber, dass ihr in den Multiplayer-Rennen auch stets ein paar KI-Fahrer antreten lasst.

Der Event-Baukasten ermöglicht es euch und euren Freunden, verrückte Rennen nach eigenen Regeln zu erstellen. Der Event-Baukasten ermöglicht es euch und euren Freunden, verrückte Rennen nach eigenen Regeln zu erstellen.

Grafik und Sound auf Top-Niveau

Technisch gibt sich Grid Legends bereits in unserer Vorabfassung keine Blöße. Die hauseigene Ego-Engine fungiert auch hier als Motor und zaubert hübsche Bilder auf den Monitor. Vor allem Beleuchtung und Spiegelungen haben uns gefallen. Wer über ein schwächeres System verfügt, kann die Optik dank des gewohnt umfangreichen Grafikmenüs anpassen.

Alle von uns pilotierten Boliden beglückten die Ohren mit satten Motorensounds - und das auch in der Cockpit-Perspektive, die in vielen Rennspielen die Audio-Qualität oftmals herunterzieht. Nur bei der musikalischen Untermalung ist noch Luft nach oben.

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