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Seite 2: Grim Dawn: Forgotten Gods im Test - Eine runde Erweiterung

Simpel und Effektiv: der Eidwahrer

Wer nur auf einen, rund zehnstündigen Durchgang Lust hat, der wählt direkt die neue Klasse Eidwahrer. Das ist ein Nahkämpfer mit einer sehr effektiven Mischung aus durchschlagenden Movement-Skills und beschworenen Geistwächtern, die mit Flächenangriffen reinhauen.

Diese Mastery macht richtig Laune: Mit dem Skill »Vires Macht« stürmen wir über zehn und mehr Ingame-Meter weit und auf Gegner zu und sorgen auf dem Weg und am Zielort für fette Schadensspitzen. Das lässt sich noch durch eine schicke und gefährliche Feuerspur pimpen, die wir hinter uns herziehen. Auch cool: Der Wirbelwind-Angriff »Auge der Rache«, mit dem wir uns wie ein Zyklon drehen und elegant durch Monstermassen häckseln.

Der Eidwahrer ist vielleicht die beste Neuigkeit im Spiel: Schlicht, effektiv, schlagkräftig.Der Eidwahrer ist vielleicht die beste Neuigkeit im Spiel: Schlicht, effektiv, schlagkräftig.

Crate Entertainment hat damit eine Klasse geschaffen, die Veteranen aufgrund ihrer Skalierbarkeit mit den bestehenden Masteries gut gefällt, die Einsteigern aber auch als ganz gradlinige Heldenklasse mit wenig Schnickschnack genug Durchschlagskraft gibt, um die neuen Karten erfolgreich zu bereisen.

Vielleicht sogar zu erfolgreich? War das Balancing in der grünen Suppe des Ashes-of-Malmouth-Addons manchmal frustrierend, stürmen wir jetzt mit viel Beweglichkeit durch die neuen Gegner, ohne ins Schwitzen zu geraten. Einzig der Obermotz am Ende schafft es durch eine Kaskade fieser Fern- und Nahkampfkombos den plötzlichen Heldentod zu provozieren.

Endlos cool

Wem die Monsterpracht des Korvanischen Beckens zu weichgespült ist, dem haben die Entwickler den Endlos-Dungeon »Erschüttertes Reich« mit einigen interessanten Mechaniken hingestellt. 73 verschiedene Gebiete warten in zufälligen Gruppen (sogenannte Bruchstücke) von drei bis vier Fragmenten (Levels) auf uns.

Der Endlos-Dungeon „Erschüttertes Reich“ bringt einige spannende Gameplay-Mechaniken mit sich – und Zeitdruck!Der Endlos-Dungeon „Erschüttertes Reich“ bringt einige spannende Gameplay-Mechaniken mit sich – und Zeitdruck!

Darin sind so ziemlich alle bekannten Umgebungen Cairns verewigt: Von Waldgebieten der Marke Blood Grove bis zu Vulkankarten ähnlich denen rund um Korvan-Stadt finden wir abwechslungsreiche Karten-Stile inklusive zufälliger Bemonsterung. Wie in den Spezial-Dungeons des ursprünglichen Spiels gibt es hier (ebenfalls zufällige) Modifikatoren, die uns das Leben einerseits erleichtern, aber auch erschweren. Beispielsweise greifen Monster schneller an, sind gleichzeitig aber anfälliger für unsere Attacken.

Innerhalb eines Zeitlimits (beispielsweise in fünf Minuten) müssen wir die Fragmente vom Monsterbefall befreien. Um ein Fragment abzuschließen, gilt es, einen Fortschrittsbalken zu füllen. Dazu sammeln wir Erschütterte Seelen und verkloppen Helden- und Bossmonster.

So muss Belohnung aussehen: Beuterunde nach der Bewältigung eines Bruchstücks des Erschütterten Reich-Dungeons.So muss Belohnung aussehen: Beuterunde nach der Bewältigung eines Bruchstücks des Erschütterten Reich-Dungeons.

Der Timer lässt sich manipulieren: Je schneller und je mehr Monster wir killen, desto mehr Zeit gibt's oben drauf. Brauchen wir zu lange und beenden das Bruchstück nicht rechtzeitig, fallen am Schluss weniger Belohnungen ab. Die Beutemechanik ist besonders befriedigend: Wenn wir uns entscheiden, den Dungeon zu beenden und unsere Belohnungen einzusacken, dürfen wir eine Reihe Kisten öffnen und in einer Flut von Items baden. Das fetzt!

Grinding und der Reiz des Stumpfsinns

Alles wie gewohnt: Hübsch, detailliert, unübersichtlich

Technisch und grafisch ist das neue Addon prima gelungen: Es fügt sich nahtlos und absolut solide ins Spiel ein und rundet Grim Dawn zumindest diesbezüglich gut ab.. Die Wüsten- und Vulkangebiete bieten wie gehabt viele Details - und vor allem Abwechslung - fürs Auge. Auch wenn einige Dungeons ein bisschen arg dunkel geraten sind, zieht sich die düstere Atmosphäre weiterhin gelungen durchs Addon. Etwas Vergleichbares wie die riesige und verwinkelte Stadt Malmouth finden wir allerdings nicht, das gesamte Kartenlayout ist erheblich gradliniger ausgefallen. Genügend Geheimnisse für aufmerksame Entdecker sind aber trotzdem vorhanden.

Gleichwohl fehlen weiterhin Quality of Life-Verbesserungen, beispielweise eine etwas weniger frickelige, übersichtlichere Inventarverwaltung. Auch die Übersicht in Kämpfen lässt weiter zu wünschen übrig: Im Effektgewitter gehen manchmal Feinde völlig unter und wir müssen im Gaswolken- und Blitzgewirr nicht selten nach der Quelle für Attacken auf unser Heldenleben fahnden. Auch hat sich die Nützlichkeit der Item-Flut nur wenig verbessert: Wir bekommen weiterhin viel unnützes und für unsere Klasse unpassendes Zeug vor die Füße geworfen und bringen viel Zeit mit aussortieren zu.

Nachteil der überbordenden Effektflut: Manchmal sehen wir uns selbst nicht mehr, geschweige denn Feindvolk.Nachteil der überbordenden Effektflut: Manchmal sehen wir uns selbst nicht mehr, geschweige denn Feindvolk.

Und was ist mit der Entwicklerbehauptung, Cairn sei durch das Addon abgerundet und komplett und weitere Addons seien nicht einfach und vielleicht auch nicht sinnvoll? Forgotten Gods ist wie ein Anbau, der schick ist, in dem man sich gerne aufhält, aber der das Grim-Dawn-Haus nicht umfassend komplettiert. Dazu fehlen kleine, aber wichtige Anpassungen an bestehenden Mechaniken und ein Anbau nach oben, anstatt zur Seite.

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