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GTA als Film? Publisher erklärt, warum es wohl nie dazu kommen wird

Fans von Rockstar brauchen in absehbarer Zeit nicht mit einer Videospielverfilmung von GTA rechnen: Take-Two möchte die kreative Kontrolle des Franchises nicht in fremde Hände geben.

von Valentin Aschenbrenner,
26.11.2019 15:07 Uhr

GTA 5 ist mit 6 Milliarden Dollar Umsatz das erfolgreichste Unterhaltungsprodukt aller Zeiten. Ins Kino hat es die Videospiel-Reihe allerdings noch nicht geschafft. GTA 5 ist mit 6 Milliarden Dollar Umsatz das erfolgreichste Unterhaltungsprodukt aller Zeiten. Ins Kino hat es die Videospiel-Reihe allerdings noch nicht geschafft.

Grand Theft Auto scheint die perfekte Vorlage für einen Film oder eine TV-Serie zu bieten. Immerhin orientiert sich Rockstar Games mit seinen Videospielen inszenatorisch nicht zu knapp am Vorbild Kino. Dennoch existiert aktuell kein GTA-Film, noch hat es den Anschein, dass es in absehbarer Zeit einen geben wird. Gegenüber TheWrap erklärt Strauss Zelnick, CEO von Take-Two Interactive, wieso:

"Ein Grund dafür ist unteranderem, dass, wenn wir etwas in dieser Richtung machen würden, wir die vollständige kreative Kontrolle darüber haben wollen, um sicherzustellen, dass [GTA] auf die Art und Weise dargestellt wird, wie wir es für richtig halten. Das würde für uns bedeuten, den Film vollständig finanzieren zu müssen."

Allerdings wäre diese finanzielle Hürde laut Strauss Zelnick für Take-Two nicht unüberwindbar. Viel ausschlaggebender ist der Grund dafür, keinen GTA-Film zu machen, dass den Verantwortlichen bei dem Videospiel-Publisher die Expertise fehlt, um einen Kinofilm oder eine TV-Serie zu produzieren.

Zelnick selbst hat zwar bereits einiges an Erfahrung in Hollywood gesammelt, ihm zufolge kann dies aber nur »eine Handvoll von Leuten bei Take-Two« von sich behaupten. So würde ein GTA-Film voraussetzen, neue Leute anzustellen, die sich in diesem Gebiet auskennen, was für ihn gleichbedeutend wäre, »jemand anderes« die Arbeit machen zu lassen. Dabei betont Zelnick abermals, dass man bei Take-Two die Marke GTA nicht in fremde Hände übergeben möchte:

"Mit Grand Theft Auto besitzen und kontrollieren wir das wertvollste geistige Eigentum, das je von Menschenhand geschaffen wurde. Sollten wir das wirklich los lassen und hoffen, dass irgendjemand - unabhängig davon, wie talentiert derjenige ist - etwas wirklich Gutes daraus machen wird?"

Kein GTA-Film, dafür eine Rockstar-Doku

Videospiel-Verfilmungen sind im Kino keine Seltenheit. Allerdings lässt deren Qualität sowohl laut Presse als auch Fans häufig zu wünschen übrig, auch wenn der Erfolg an den Kinokassen nicht immer ausbleibt. Unabhängig zählt meist zu den größten Kritikpunkten, dass sich auf Videospiele basierende Filme zu weit von ihrer Vorlage entfernen.

Entsprechend sollte es niemanden verwundern, dass Take-Two besser keinen GTA-Film in Auftrag gibt, der ihre wertvollste Marke in einem schlechten Licht dastehen lassen könnte. Und das, obwohl es dem Kino nicht an Produktionen basierend auf unser aller Lieblings-Hobby mangelt.

So liefen in den vergangenen Jahren unter anderem Projekte wie Detective Pikachu, Rampage, Tomb Raider, Resident Evil, Assassin's Creed oder Hitman: Agent 47 über die Leinwand, die Videospieler bereits von heimischen Rechnern oder Konsolen kennen. Und mit Sonic the Hedgehog, Monster Hunter, Uncharted oder Mortal Kombat wird es den Kinos nicht an Nachschub mangeln.

Außerdem erscheint am 01. März 2020 sogar ein Film, dessen zentrales Thema GTA ist: The Billion Dollar Game ist eine Dokumentation über den Videospiel-Entwickler Rockstar Games, in der Regisseur Robert Ryan die Erfolgsgeschichte von GTA beleuchten möchte. Für den Film schlüpft Harry-Potter-Darsteller Daniel Radcliffe in die Rolle des Rockstar-Mitgründers Dan Houser.

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