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Guild Wars 3 verzichtet auf zwei Dinge, die viele MMO-Spieler inzwischen nur noch nerven

MMOs fühlen sich heute oft wie ein zweiter Job an. Guild Wars 3 will das ändern und streicht Abo-Kosten sowie Premium-Pässe

Guild Wars 3 will kein MMO werden, das euch jeden Tag an den Rechner zwingt. Guild Wars 3 will kein MMO werden, das euch jeden Tag an den Rechner zwingt.

Es ist ein altbekanntes Problem im Genre der Online-Rollenspiele: Oft fühlen sie sich an wie ein zweiter Job. Tägliche Login-Boni und Daily Quests, endloser Grind und Abonnements zwingen uns geradezu, jeden Abend in der virtuellen Welt zu verbringen. ArenaNet hat kurz nach dem Summer Game Fest klargestellt, dass sie diesen Weg mit Guild Wars 3 nicht mitgehen wollen.

Kein zweiter Job und keine Geiselnahme

In einem aktuellen Interview bei IGN Live erklärte Studio-Chef Collin Johanson, dass ihr neues Projekt weder ein kostenpflichtiges Abonnement noch einen Battle Pass haben wird. Der Titel erscheint als klassischer Buy2Play-Titel, den ihr einmal kauft und dann so viel oder so wenig spielen könnt, wie es euch gerade passt.

Johanson betonte dabei, dass viele aktuelle MMOs die Freizeit der Spielerschaft regelrecht »monopolisieren«. Die Entwickler bei ArenaNet haben jedoch nicht die Absicht, euch als Geiseln zu halten. Vielmehr sieht das Team die derzeitige Stagnation im Genre als Chance.

Johanson formuliert es so:

»Wir haben das Gefühl, dass das MMO-Genre gerade jetzt bereit für etwas Neues ist. Dass es stagniert ist und wir seit über einem Jahrzehnt dieselben Spiele spielen. Genau dann ist ArenaNet am besten: wenn wir sagen, lasst uns diese Probleme lösen und innovativ sein.«

Video starten 1:44 Guild Wars 3 im Trailer: So sieht die Zukunft des Online-Rollenspiels aus

Treue zu den eigenen Wurzeln

Wer die Vorgänger gespielt hat, den wird diese kundenfreundliche Philosophie kaum überraschen: Schon das erste Guild Wars fiel damals durch den radikalen Verzicht auf monatliche Gebühren positiv auf. Auch Guild Wars 2 blieb diesem Modell treu und finanzierte sich stattdessen über Erweiterungen und den Ingame-Shop.

Zwar gibt es in Guild Wars 2 mit dem Gewölbe des Zauberers ein System für tägliche, wöchentliche und saisonale Herausforderungen, dieses ist jedoch für alle komplett kostenlos. Die dort erspielte Währung könnt ihr gegen Ingame-Gegenstände und exklusive Kosmetika eintauschen, ganz ohne den Einsatz von Echtgeld.

Was passiert mit den Vorgängern?

Die Ankündigung eines neuen Teils wirft natürlich immer die Frage auf, was mit den bisherigen Welten geschieht. Hier gibt es gute Nachrichten für alle Veteranen: ArenaNet wird sowohl Guild Wars als auch Guild Wars 2 weiterhin unterstützen.

Für Guild Wars 2 bedeutet das konkret, dass neue Erweiterungen bis zum Release der Fortsetzung zwar pausiert werden, in der Zwischenzeit arbeitet das Team jedoch intensiv daran, ältere Bereiche des Spiels zu verbessern.

Sobald Guild Wars 3 dann auf dem Markt ist, sollen auch wieder neue Addons für den zweiten Teil erscheinen. Ihr müsst euch also keine Sorgen machen, dass die alten Teile in absehbarer Zeit verschwinden.

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