Hideo Kojima: Erklärt in einem Buch die Inspiration seiner Spiele

Hideo Kojima ist vor dafür bekannt, dass seine Geschichten meist sehr abgedreht sind. In einem Buch erklärt er, was er sich dabei denkt.

von Mathias Dietrich,
22.02.2021 10:55 Uhr

Hideo Kojimas Karriere bgeann im Jahr 1986 bei Konami. Heutzutage ist er vor allem für Metal Gear Solid bekannt. Hideo Kojimas Karriere bgeann im Jahr 1986 bei Konami. Heutzutage ist er vor allem für Metal Gear Solid bekannt.

Soldaten mit Superkräften, Nanomaschinen, fliegende Wale und Babies in Glascontainern. Wer schon einmal ein Spiel von Designer-Legende Hideo Kojima gespielt hat, wird seine abgedrehten Ideen kennen und sich gerne mal fragen: »Wie zum Geier kommt man auf sowas?«

Die Antworten darauf gab Kojima im Jahr 2019 in seinem Buch - allerdings nur auf Japanisch. Gegen Ende 2021 erscheint jetzt die englische Version.

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Worum geht es in dem Buch?

Hideo Kojimas ursprüngliches Werk erschien mit dem Titel »The Gifted Gene and My Lovable Memes« und wird jetzt unter dem sehr ausschweifend gefassten Namen »The Gifted Gene: How books, movies, and music inspired the creator of Death Stranding and Metal Gear Solid« veröffentlicht.

Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Essays, in denen Kojima über die Inspirationen zu seinen Spielen beschreibt. Darunter sind Meinungen und Reviews zu seinen liebsten Musikstücken, Filmen und Büchern und Erklärungen, wie diese sein Schaffen beeinflussten.

Das Buch wird von dem Herausgeber Viz am 12. Oktober 2021 veröffentlicht.

Wie kam Kojima zu seiner Leidenschaft?

Kojima selbst fand sein Interesse an Storytelling bereits im Kindesalter. Zu dieser Zeit verbrachte er sehr viel Zeit zuhause und konsumierte zahlreiche Filme, Bücher und auch Musik.

In seiner Familie gab es die Tradition, jeden Abend einen neuen Film anzusehen. Erst wenn der vorbei war, durfte er ins Bett. Die Art der Filme, die er sehen durfte, wurde in keiner Weise beschränkt. Besonders beliebt waren europäische Produktionen. Kojimas Interesse daran hält bis heute an: Er ist als großer Liebhaber der westlichen Kultur bekannt.

Das merkt man auch in seinen Spielen immer wieder aufs neue. Hal Otacon Emmerich aus Metal Gear Solid wurde etwa nach HAL 9000 aus 2001: Odyssee im Weltraum benannt. Aus dem Film stammt auch der echte Name von Solid Snake: Dave.

Das Werk von Hideo Kojima

Hideo Kojimas Karriere begann im Jahr 1986 als Designer bei Konami, wo man ihn bereits ein Jahr später darum bat, das Projekt Metal Gear zu übernehmen. Die Entwicklung von dessen Kampfsystem litt unter Hardwarebeschränkungen. Deswegen entschied er sich, inspiriert von Gesprengte Ketten, den Fokus auf Schleichen statt auf Kämpfen zu setzen. Damit wurde es zu einem der ersten Stealth-Spiele überhaupt.

Kojimas Spiele greifen zudem häufig auf Aspekte zurück, die Jahre später wichtig werden sollten. So ging es bereits in Metal Gear Solid 2: Sons of Liberty aus dem Jahr 2001 um Dinge wie Fake News, alternative Fakten und von KI redigierte News Feeds.

Sein neuestes Werk, Death Stranding, spaltete hingegen die Spieler. Für die einen ist es ein beispielloses Meisterwerk mit abwechslungsreichem Gameplay und einer interessanten Story, für die anderen hingegen ein zu konfuser und langweiliger Walking Simulator. Unsere Meinung lest ihr in unserem Test der PS-Version:

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Erst im Jahr 2019 schaffte Kojima es gar ins Guinness-Buch der Weltrekorde. Allerdings nicht wegen seiner Spiele. Seine Leistung war es, als Video Game Director die meisten Follower auf Twitter und Instagram zu besitzen.

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