Zwar startete der neue Hero-Shooter vor zwei Tagen mit fast 100.000 Spielern erfolgreich auf Steam, doch die Zahlen von Highguard brachen ähnlich schnell ein wie die Nutzerwertungen auf Valves Plattform. Aktueller Stand: Nur 35 Prozent positive Rezensionen.
Doch schon vor Release gab es viel Kritik und auch Hohn, nachdem der erste Trailer bei den Game Awards im Dezember 2025 nicht sonderlich gut bei den Spielern ankam.
»Unsere Spielerzahlen müssen nicht riesig sein«
In der Woche vor dem Release konnten einige Pressevertreter das Spiel bereits bei einem Event in Los Angeles testen und Interviews mit den Entwicklern von Wildlight Entertainment führen.
Im Gespräch mit PC Gamer äußerten sie sich auch zu ihrem Umgang mit den harschen Reaktionen nach dem Trailer. Lead Designer Mohammad Alavi berichtete:
Ehrlich gesagt brauchen wir keine riesige Spielerzahl, um erfolgreich zu sein. Wir sind ein kleines Team. Ein Match mit sechs Spielern ist nicht schwer zu finden. Was wir uns wirklich wünschen, ist eine Kerngruppe von Fans, die uns lieben. Das wird uns ermöglichen, zu wachsen. Es ist zwar nervig, der Zorn der Internet-Hassmaschine zu sein, aber gleichzeitig versuche ich, mich einfach darauf zu konzentrieren, das beste Spiel zu entwickeln, das ich kann, und dieses Spiel den Leuten zugänglich zu machen. Letztendlich ist das alles, was wirklich zählt.
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Hinter dem Hass: Das ECHTE Problem von Highguard
Jason Torfin, VP für Project and Publishing, fügt zum Thema Internet-Hass und den geäußerten Zweifeln zum Bedarf an weiteren Hero-Shootern an:
Das Internet tut eben Internet-Dinge. Wenn man einen guten Live-Service bieten will, muss man zwischen den Zeilen lesen können. Ja, es gibt Anzeichen dafür, dass die Leute müde sind, dass sie verwirrt sind, dass sie diese Dinge nicht wissen. Es liegt also an uns, darauf zu reagieren, und das werden wir auch tun.
Wildlight Entertainment ist in den vier Jahren Entwicklungszeit auf über 100 Mitarbeitende gewachsen. Eine gewisse Spielerbasis, bei einem Free2Play-Spiel wohlgemerkt, sollte für ein Studio dieser Größe dennoch vorhanden sein.
Shooter dominieren den Markt
Studiogründer und CEO Dusty Welch sieht zwar auch, dass es viele Genre-Vertreter gibt, aber keine Übersättigung. Laut Welch sind Shooter nach wie vor »der Treibstoff, der die Games-Branche antreibt«.
Das würden die Daten zeigen, so der CEO. Fünf der Top 10 bei den PC-Spielen seien nach der Anzahl der monatlich aktiven Nutzer Shooter, und auch beim Thema Spielzeit und Umsatz hätten diese Spiele die Nase vorn. Das Wachstum für Shooter sei nach wie vor »unglaublich«.
Wildlight Entertainment möchte also von einer kleinen Basis aus wachsen und sieht Potenzial für Highguard, sich auf einem Markt mit zahlreichen Angeboten dennoch etablieren zu können. Zumindest war das der Plan vor dem Release.
Auf Steam sieht diese Zukunft aber nicht ganz so rosig aus, das Spiel ist allerdings auch für die PlayStation und Xbox erschienen. Zu beiden Plattformen sind keine Spielerzahlen bekannt.
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