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Hitman 2 - Der Ghost Mode beschert 47 erstmals einen tollen Multiplayer

Fortschritt durch Beständigkeit - diesem Grundsatz schien Hitman 2 bislang zu folgen. Doch mit dem Ghost Mode wagt Entwickler IO Interactive Neues: Erstmals erhält die Reihe einen dezidierten Multiplayer-Modus. Wir haben ihn gespielt.

von Tim Hödl,
12.10.2018 15:00 Uhr

Im Ghost Mode von Hitman 2 tretet ihr gegen andere Spieler an - aber nicht direkt.Im Ghost Mode von Hitman 2 tretet ihr gegen andere Spieler an - aber nicht direkt.

Mit Überraschungen ist das so eine Sache. Selbst wenn sie gelingen, müssen sie noch lange nicht gut ankommen. Man denke nur an die Menschen, die sich nach Weihnachten vor den Rückgabeschaltern der Kaufhäuser tummeln.

Insofern beweist IO Interactive gleich doppeltes Geschick. Zum einen erhält Hitman mit dem Ghost Mode in Hitman 2 nach achtzehn Jahren Seriengeschichte zum ersten Mal einen dedizierten Multiplayer-Modus. Überraschung! Zum anderen birgt der auch noch das Potenzial, sowohl Kenner als auch Einsteiger zu begeistern.

Wie spielt sich Hitman 2? Unser erstes Fazit zum Singleplayer

Echter Multiplayer oder nicht?

Der Ghost Mode fußt auf den spielerischen Grundpfeilern des neuen Hitman 2. Wie in der Singleplayer-Kampagne bewegen wir uns als Auftragsmörder Agent 47 durch einen weitläufigen Sandbox-Level und müssen eine bestimmte Figur ausschalten.

Wer andere NPCs als die Zielperson tötet, wird mit Punktabzug bestraft.Wer andere NPCs als die Zielperson tötet, wird mit Punktabzug bestraft.

Dazu stehen diverse Vorgehensweisen bereit, die sich aus der Interaktion mit der Spielwelt ergeben. So können wir uns verkleiden, um an unser Opfer heranzukommen, ohne aufzufallen, Wachen von ihren Posten locken, wenn wir Münzen in ihre Nähe werfen und abschließend einen Drink vergiften.

Diesen Spielablauf überträgt Entwickler IO Interactive im Ghost Mode in kompetitive Gefilde - mit einigen Kniffen. Pro Partie treten zwei Spieler gegeneinander an. Unsere Aufgabe besteht aber nicht darin, unseren Gegner aus dem Weg zu räumen. Mehr noch: Wir befinden uns erst gar nicht auf derselben Map.

Stattdessen spielt jeder für sich eine eigene Instanz des gleichen Levels. In unserem Fall handelte es sich hierbei um die Miami-Location aus der Kampagne mit ihrem imposant inszenierten Rennsport-Event.

Dort streifen jeweils eigene Versionen derselben Zielpersonen umher, die eine nach der anderen erscheint, sobald die vorangegangene erledigt wurde. Ihren Reiz ziehen die Matches nun aus der Art und Weise, wie die Macher diese Prämisse ausgestalten.

Wie gewinnt man im Ghost Mode?

Um zu gewinnen, müssen wir als Erster fünf Punkte erzielen. Einen verdienen wir uns, indem wir eine Zielperson unbemerkt ausschalten und in den darauffolgenden zehn Sekunden inkognito bleiben. Danach taucht die nächste Zielperson auf und wir können uns nach und nach den zweiten, dritten, vierten, fünften Punkt verdienen. Töten wir hingegen andere NPCs wie etwa Sicherheitspersonal, verlieren wir einen Punkt.

Überall auf der Map befinden sich Kisten. Wer sie zuerst erreicht, darf aus einem von drei Items wählen.Überall auf der Map befinden sich Kisten. Wer sie zuerst erreicht, darf aus einem von drei Items wählen.

Zudem behält Hitman 2 im Ghost Mode den Spielweltstatus auch nach dem Tod unserer Spielfigur bei. Wer stirbt, kehrt zwar direkt ins laufende Match zurück, muss aber mit seinen bisherigen Taten weiterleben. Wer also im Outfit eines Journalisten als Auftragsmörder enttarnt wurde, sollte sich nach dem Wiedereinstieg eine neue Verkleidung suchen. Andernfalls droht eine schwer zu stoppende Eskalationsspirale.

Während uns diese Mechaniken dazu bringen, das Für und Wider unseres Handelns abzuwägen, setzen uns andere Kniffe des Ghost Mode massiv unter Zugzwang. Dies beginnt bereits bei der Inszenierung der Eins-gegen-Eins-Situation. Obwohl wir das Match auf separaten Maps austragen, sehen wir eine ausgegraute Kopie der gegnerischen Spielfigur, die durch unseren Level läuft.

Hektisch und taktisch zugleich

Gleichzeitig informieren uns zwei Icons, wo sich Zielperson und Widersacher aufhalten und wie viel Meter sie jeweils von uns entfernt sind. Aus dieser Konstellation entbrannte beim Anspielen gleich mehrfach ein sprichwörtliches Kopf-an-Kopf-Rennen zum Opfer.

Während wir die Zielperson ausschalten, ist unser Gegner noch ein gutes Stück davon entfernt. Während wir die Zielperson ausschalten, ist unser Gegner noch ein gutes Stück davon entfernt.

Solche Spannungsmomente spitzen sich im Ghost Mode häufig zu. Punktet unser Widersacher, bevor wir es tun, erscheint ein Timer in der oberen Bildmitte. Uns bleiben 20 Sekunden. Innerhalb dieses Zeitfensters haben wir eine letzte Chance, der aktuellen Zielperson den Garaus zu machen und so ebenfalls zu punkten.

Im Verlauf unserer Probepartie gab diese Mechanik mehrfach Anlass zu Szenen, die den finalen Augenblicken eines Fußballspiels ähnelten: Menschen, die sich um Bildschirme scharen, jede Aktion mit »Ah« und »Oh« quittieren, Tipps zurufen oder einfach mitfiebern.

Für Einsteiger interessant?

Es ist das konstante Wechselspiel aus Planen und Improvisieren, das den Ghost Mode auszeichnet. Die Singleplayer-Kampagne von Hitman 2 erinnert an Schach. Wir nehmen uns Zeit, das Spielfeld zu lesen, tasten uns voran.

Wir versuchen, die gegnerischen Züge zu verstehen, klopfen die Verteidigung auf Schwächen ab, bis wir eine Stelle finden, an der wir hindurchschlüpfen können. Und schlägt ein Plan doch einmal fehl, laden wir eben einen Spielstand oder starten gleich den Level neu.

Der Ghost Mode lässt so etwas nicht zu. Auf seinen Höhepunkten koppelt er den Nervenkitzel der Elusive Targets mit der Unberechenbarkeit eines menschlichen Gegenspielers. Sollte es IO Interactive gelingen, dieses Niveau im Live-Betrieb zu halten, könnten sich Serienkenner über bewährtes Gameplay mit einem neuen Dreh freuen, während Einsteiger womöglich an dem instinktiveren, flotteren Spielgefühl Gefallen finden. Warten wir mal ab.

Hitman 2 angespielt - Video: Miami schlägt den Auftakt des Vorgängers um Längen 5:40 Hitman 2 angespielt - Video: Miami schlägt den Auftakt des Vorgängers um Längen

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