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House of the Dragon: Staffel 1 war der ideale Neuanfang für Game of Thrones

Meinung: Dank House of the Dragon ist die Liebe unseres Autors für Game of Thrones zurückgekehrt - und das hat drei gute Gründe.

Bildquelle: HBO Warner Bildquelle: HBO / Warner

Bravo, House of the Dragon! Hätte mir jemand vor einem Jahr erzählt, dass ich nach der enttäuschenden achten Staffel noch einmal komplett dem Game-of-Thrones-Fieber verfalle, ich hätte ihm kein Wort geglaubt. Genauso wenig hätte ich ihm geglaubt, dass die beste TV-Szene des Jahres ein alter Mann sein würde, der ein paar Treppen hochsteigt.

Warum mich das Prequel nach anfänglicher Skepsis letztlich in seinen Bann ziehen konnte, lest ihr in unserem Fazit zu Staffel 1 von House of the Dragon.

Spoilerwarnung: Dieser Artikel enthält Spoiler zu House of the Dragon und Game of Thrones.

Warum House of the Dragon die Überraschung geglückt ist

Die Serie Game of Thrones war zu seinen besten Zeiten ein wahres Phänomen, das jede Woche Millionen Menschen an den Fernseher gefesselt und für hitzige Diskussionen gesorgt hat. Statt Fantasy-Standardkost begeisterte GoT mit einer düsteren Welt voller Intrigen, zwielichtigen Charakteren und einer Bedrohung durch die Weißen Wanderer, die über alledem schwebt.

Spätestens mit dem Tod von Ned Stark zum Ende von Staffel 1 war klar, dass selbst die tugendhaftesten Helden hier nicht sicher sind. Aber all das, was über Jahre so sorgfältig aufgebaut wurde, wurde spätestens mit den letzten beiden Episoden von Staffel 8 die Toilette hinuntergespült.

Auch wenn nicht alles perfekt war, ich denke da etwa an die unzähligen Zeitsprünge, hat House of the Dragon mich mit jeder Folge mehr begeistern können. Und dafür sehe ich drei Gründe.

#1: Herausragende Darsteller

Auch wenn Schauspielerinnen und Schauspieler für einzelne Charaktere teilweise mehrfach gewechselt wurden, haben die Macher stets die richtige Wahl getroffen. Doch besonders zwei Darsteller stechen heraus.

Zum einen Matt Smith, der als Daemon Targaryen voll in seinem Element ist. Egal, ob listig, nachdenklich, charmant oder gelegentlich sogar empathisch - Smith stiehlt in fast jeder seiner Szenen die Show.

Ich würde Paddy Considines Leistung als König Viserys sogar noch eine Stufe höher einstufen, beinahe in der Nähe von Bryan Cranston als Walter White aus Breaking Bad. Viserys spielt in der Buchvorlage tatsächlich nur eine kleinere Rolle, die keine zehn Sätze sagt - auch wenn das für viele der Charaktere gilt.

Die Serie hat es aber geschafft, aus einem beinahe unbeschriebenen Blatt einen vielschichtigen, überzeugenden und vor allem mitreißend gespielten Charakter zu machen und dabei die Geschehnisse der Vorlage nicht zu verändern - einfach grandios. Selbst Buchautor George Martin hat gesagt, dass ihm der Serien-Viserys besser gefällt, als der aus seiner Buchvorlage.

Matt Smith und Paddy Considine sind die perfekte Besetzung für Daemon und Viserys. Bildquelle: HBO Warner Matt Smith und Paddy Considine sind die perfekte Besetzung für Daemon und Viserys. Bildquelle: HBO / Warner

#2: Das hochwertige Produktionsdesign

Das Produktionsteam hat nicht nur bei Schauspielern, Drehbuch etc. tolle Arbeit geleistet, sondern auch beim Produktionsdesign. Ich habe es schon in meiner ersten Reaktion auf den HotD-Trailer geschrieben, aber Optik und Präsentation sind bei GoT und seinem Prequel unerreicht.

Die Serie sieht einfach höllisch gut aus. Ob beim Design der Kostüme und Rüstungen oder bei den Kulissen - alles zieht mich in die Welt, weil sie so unheimlich stimmig aussieht.

Allein, was Folge 10 in ihrem letzten Abschnitt wieder für atemberaubende Bilder geliefert hat - das schaffen andere Serien nicht einmal über mehrere Staffeln hinweg. Ich denke da an die Verfolgungsjagd auf den Drachen, die Außenansicht von Sturmkap oder einfach nur an Aemonds Drachen Vhagar, der im Regen fast wie ein Lovecraft-Monster wirkt.

Diese Szene könnt ihr übrigens auch im Trailer zu Folge 10 ab 0:31 Minuten sehen:

Video starten 1:01 House of the Dragon: Der Trailer zu Folge 10 stimmt auf ein feuriges Staffelfinale ein

#3: Gute Ergänzung zu Game of Thrones

Wenn man es schafft, das unrühmliche Ende von Game of Thrones auszublenden, bekommt man mit House of the Dragon nicht nur ein hervorragendes Prequel in derselben faszinierenden Fantasy-Welt. HotD steckt nämlich auch voller wichtiger Anspielungen, Hintergründe und Easter Eggs, die auch für Buchleser und GoT-Fans sehenswert sind - deshalb haben wir für euch ja auch jede Woche die coolsten Details herausgesucht:

Unter anderem gibt es nun eine Erklärung, was es mit dem Buchtitel Das Lied von Eis und Feuer überhaupt auf sich hat - dahinter versteckt sich eine prophetische Vision von Aegon dem Eroberer, in der er die Rückkehr der Weißen Wanderer vorhergesehen hat. Diese Prophezeiung wurde zudem in den valyrischen Dolch eingraviert, den König Viserys stets bei sich trägt und mit dem Arya Stark rund 200 Jahre später den Nachtkönig töten wird. Zwar macht das die Umsetzung dieses Deus-Ex-Machina-Kills nicht besser, aber macht ihn nachvollziehbarer. Auch viele kleinere Details - etwa, dass wir Sturmkap endlich mal in seiner vollen Pracht sehen - löst bei mir Begeisterung aus.

Auch wenn ich vorher nicht damit gerechnet habe: Ich habe die erste Staffel von House of the Dragon geliebt und stehe jetzt wieder vor demselben Problem, das ich schon zu Game-of-Thrones-Zeiten hatte: eine gefühlte Ewigkeit warten zu müssen, bis es endlich mit der neuen Staffel weitergeht!

Wie hat euch House of the Dragon gefallen? Seid ihr auch wieder voll im Westeros-Fieber oder habt ihr den Machern die achte Staffel von GoT immer noch nicht verziehen? Und freut ihr euch jetzt auch auf die anderen Spin-Offs, etwa die geplante animierte Serie zu Aegons Eroberung? Schreibt es in die Kommentare!

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