Was ist mit neuen Inhalten?
Neuer Content kam seit EA-Release in regelmäßigen Abständen hinzu. Das letzte große Update legte den Fokus auf Stealth-Gameplay und brachte verschiedene Armbrüste, Wurfmesser und entsprechende Fähigkeiten, die helfen, verschossene Bolzen und Messer leichter wiederzufinden. Zudem kam eine neue Wettereinstellung hinzu, der Nebel. Jetzt geht man in Hunt entweder bei goldenem Tageslicht, in finsterer Nacht oder eben zwischen wabernden Schwaden auf die Jagd.
Auch wurde die Palette der Waffen sinnvoll erweitert. Nun schaltet ihr durch Spielfortschritt neue Pistolen und Gewehre mit Zielfernrohren oder Schalldämpfern frei. Zum Early-Access-Start gab es nur das Zielen über Kimme und Korn, jetzt kommen also auch passionierte Scharfschützen auf ihre Kosten. Hinzu kommen neue Fallen, Bomben und Gadgets wie Täuschkörper. Das Arsenal fühlt sich dadurch kompletter an und bietet viel Raum für taktische Überlegungen.
Zum Beispiel: Nehme ich eine Schrotflinte für den Nahkampf mit, verzichte dafür aber auf ein Langstreckengewehr? Ach quatsch, ich nehme einfach eine Pistole mit »Deadeye«-Optik und habe so trotz Schrotflinte noch eine brauchbare Fernkampfwaffe.
Feintuning an der Balance
Viele Spieler empfanden die Spielbalance zu Beginn des Early Access als unausgereift und unfair. Ein Beispiel: Spieler haben die Möglichkeit, andere die Arbeit machen zu lassen und sich an einem Ausgang zu verschanzen, um den angeschlagenen Monsterschlächtern ihre wohlverdiente Beute abzuluchsen. Das sorgte häufig für Frust. Doch Crytek hörte hin und nahm im Laufe der letzten Monate Balance-Anpassungen vor. Das betrifft zum einen die Erhöhung des Arbeitswerts - Bosse selber aufzufinden und zu besiegen ist nun finanziell lohnender.
Außerdem gab Crytek den Spielern ein wertvolles Werkzeug in die Hand. Wenn man selbst ein Kopfgeld trägt, wird man zwar für alle anderen Spieler auf der Karte sichtbar und damit vermeintlich leichte Beute. Nun können die Träger der Beute aber 10 Sekunden lang in einer besonderen Variante der sogenannten »Dark Sight« alle Jäger in der Umgebung sehen. Dadurch wurde den verrufenen Exit-Campern der Stachel gezogen.
Ein nach Spielerrang sortiertes Matchmaking soll zudem den Einstieg erleichtern und etwa gleich starke Spieler zusammenwürfeln. Hier ist aber noch Verbesserungsbedarf, da die »Tiers« gefühlt zu breit gefächert sind. Besonders neue Spieler haben es anfangs schwer, in der harten Realität von Louisiana Marke Crytek zurechtzukommen. Die Entwickler versprechen für die Zukunft, diesem Aspekt mehr Aufmerksamkeit zu widmen und Tutorialelemente für Einsteiger zu implementieren.
Was kommt noch?
Crytek gibt in einer Roadmap detaillierte Einblicke in die geplanten Entwicklungsschritte bis zum Full Release. Eine der wichtigsten Erwähnungen von der umfangreichen Liste an Waffen, Ausrüstung und Features sind neue Maps, ebenfalls angesiedelt in den Sümpfen Louisianas. Die Community hatte den Wunsch nach weiteren Karten geäußert und Crytek will sie liefern. Ein erster Teaser ist binnen der nächsten drei Monate zu erwarten.
Außerdem sind weitere Spielmodi geplant, die neben der bisher vorhandenen Monsterhatz etwas Abwechslung in den Jäger-Alltag bringen, während Crafting-Mechaniken und Nebenaufträge das Gameplay weiter vertiefen sollen.
Auch eine weitere Variante der Gegner-KI hält in naher Zukunft Einzug. Eklige dämonische Sumpfwürmer machen dann das Schleichen durch Gewässer eine Spur unberechenbarer und gefährlicher.
Bis zum Full Release sind unter anderem mehr »Endgame-Waffen«, neue legendäre Items, Sammelbücher für Spielerfortschritt, weibliche Spielcharaktere sowie die mysteriösen Tarot-Karten geplant. Worum es sich bei Letzterem genau handelt, bleibt offen. Womöglich kann man die Karten ausrüsten und dadurch besondere Boni erhalten.
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