Insurgency Sandstorm - Release zum Glück verschoben: Ich warte gerne bis Dezember!

Insurgency: Sandstorm sollte eigentlich schon nächste Woche erscheinen, jetzt wurde der Release auf den 12. Dezember verschoben. Das ist hart – aber auch eine weise Entscheidung, findet Phil.

von Philipp Elsner,
12.09.2018 15:13 Uhr

Ja, Release-Verschiebungen können weh tun. Da freut man sich monatelang auf diesen einen Tag, den man sich rot im Kalender markiert hat und dann: Pustekuchen! Fest steht aber auch: Mehr Entwicklungszeit bedeutet auch meistens ein besseres Spiel und einen runderen Launch. Deshalb bin ich bei aller Wehmut sehr froh darüber, dass Insurgency: Sandstorm nicht mehr wie geplant am 18. September erscheint.

Denn der neue Release-Termin am 12. Dezember gibt den Entwicklern bei New World Interactive die bitter nötige Zeit für technischen Feinschliff. In ihrem Blogpost zur Verschiebung heißt es:

"Dies ist eine der härtesten Entscheidungen, die unser Team je treffen musste und sie wurde nicht leichtfertig gefällt. Aber wir glauben, es ist im Interesse des Spiels und der Community, dass wir mehr Zeit investieren, um die bestmögliche Erfahrung zu erreichen."

Man wolle die zusätzliche Zeit bis Dezember nutzen, um niedrigere Mindest-Systemanforderungen zu erreichen, Bugs zu beheben und Insurgency Sandstorm mehr Feinschliff zu verpassen. Bis zum neuen Release wird die Vorbesteller-Beta und der entsprechende Preorder-Rabatt verlängert.

Zu den wichtigsten Zielen auf der Liste der Entwickler zählt das Upgrade auf die Unreal Engine 4.20 und bessere Optimierung. Außerdem soll an Charakter-Modellen, Texturen, Animationen und den Server-Optionen geschraubt werden, um zum Beispiel einen Server-Browser zu integrieren.

Und ganz genau das ist es, was das Spiel noch dringend braucht, wie ich bereits in meiner Preview zu Insurgency Sandstorm bemerkte. Feinschliff und zuverlässigere Performance können der Unterschied zwischen guten und gemischten Steam-Reviews ausmachen und damit über Erfolg oder Misserfolg eines Spiels entscheiden.

Der Autor: Phil hat Insurgency Sandstorm bereits kurz vor dem Beta-Start angespielt und war begeistert von der gelungenen Mischung aus Hardcore-Gameplay und Zugänglichkeit. Durch den realistischen Ansatz ohne komplizierte Steuerung könnte Sandstorm eine Nische irgendwo zwischen CoD & Squad finden, so sein Fazit.

Als größtes Problem fiel Phil jedoch die zum Teil mangelhafte Performance auf. "Die Entwickler müssen sich bis dahin auf jeden Fall noch intensiv mit der Technik und der Optimierung befassen, damit zum Launch alles einigermaßen rund läuft", schreibt er im August 2018. Und nun ist der froh, dass sich die Entwickler diesen Rat zu Herzen genommen haben.

Dass sich die Entwickler gemeinsam mit Publisher Focus Home Interactive zu dieser Verschiebung durchgerungen haben, ist der Beweis dafür, dass sie sich dieser Tatsache voll bewusst sind und das Feedback der Beta-Tester ernst nehmen.

Ein Launch ohne Ruckler, ohne Framerate-Einbrüche und mit einem runderen Spielgefühl ist letztlich wichtiger, als das Spiel drei Monate früher auf den Markt zu bringen - auch finanziell. Zwar muss Focus weiter in Vorleistung gehen und etwas länger auf Gewinn verzichten, am Ende wird Insurgency Sandstorm aber eine größere Spielerschaft aufbauen und sich langfristig besser verkaufen, wenn die Community bereits zum Start zufrieden ist.

Ich bin jedenfalls froh über diesen Schritt und gerne bereit, etwas länger zu warten. In Insurgency Sandstorm steckt nämlich jede Menge Potenzial. Und lieber bekomme ich später einen Hit, als früher eine unfertige Beta im Gewand einer Vollversion.

Insurgency: Sandstorm - Vorschau-Video: Hardcore-Shooter und doch überschaubar 16:12 Insurgency: Sandstorm - Vorschau-Video: Hardcore-Shooter und doch überschaubar

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