Intel stänkert erneut: AMDs Benchmarks zu alltagsfremd!

Auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin macht Intel weniger Werbung für sich selbst als gegen Konkurrent AMD zu stänkern.

von Alexander Köpf,
06.09.2019 20:19 Uhr

Unter dem Motto "Real World... Not Really" zieht Intel über AMD her.Unter dem Motto "Real World... Not Really" zieht Intel über AMD her.

Intel stänkert erneut heftig gegen AMD. Nachdem der Chipgigant bereits vor wenigen Wochen dem Erzrivalen vorwarf, keine alltagstauglichen Benchmarks zu verwenden, wurde in diesem Punkt nun noch einmal nachgelegt.

Während der IFA-Präsentation wurden aber auch AMDs aktuelle Boost-Probleme mit den Ryzen-3000-Prozessoren thematisiert.

Eigentlich sollten Intels Core i9 9900KS und die HEDT-CPUs der Cascade Lake-X-Reihe im Mittelpunkt von Intels IFA-Show in Berlin stehen. Doch heftige Attacken auf die Konkurrenz nahmen mindestens ebenso viel Raum ein.

Auch interessant: In einem internen Memo zollte Intel AMD Respekt und warnte vor der Konkurrenz.

Die Grafiken zum Boostverhalten der einzelnen Ryzen-3000-CPUs von Roman Hartung sind ein gefundenes Fressen für Intel.Die Grafiken zum Boostverhalten der einzelnen Ryzen-3000-CPUs von Roman Hartung sind ein gefundenes Fressen für Intel.

Dass es sich Intel dann auch nicht nehmen ließ, die aktuellen Probleme AMDs mit dem Boostverhalten der Ryzen-3000-Prozessoren aufzugreifen, verwundert dabei nicht. Passend dazu finden sich in den Präsentations-Folien auch Grafiken von Roman Hartung alias der8auer.

In einem kürzlich veröffentlichten Youtube-Video zeigte der deutsche Overclocker, dass nicht einmal ein Viertel der in seiner Umfrage getesteten Ryzen-3000-CPUs die beworbenen Spitzentaktraten erreichten. Am schlechtesten schnitten der Ryzen 5 3600X (weniger als 10 Prozent) und der Ryzen 9 3900X (nur 5 Prozent) ab.

Mittlerweile hat AMD die Probleme offiziell bestätigt und Fehler in der Firmware ausgemacht. Demnach soll ein kommendes BIOS-Update die Boost-Problematik ausräumen. Am 10. September werden hierzu genauere Informationen erwartet.

Intel: »Real Word... Not Really«

Nur 0,22 Prozent aller Anwendungen profitieren laut Intel von AMDs Architektur.Nur 0,22 Prozent aller Anwendungen profitieren laut Intel von AMDs Architektur.

Wie schon vor wenigen Wochen schoss sich Intel aber auch während der IFA-Präsentation auf die vermeintlich nicht alltagsnahen Benchmarks von AMD ein: Cinebench habe kaum Aussagekraft, Software die von der Zen-2-Architektur respektive hohen Kernzahlen profitiere, spiele für Normalanwender fast keine Rolle.

Stattdessen sei vor allem Leistung in Office-Produkten, Medien-Anwendungen, Spielen und sogenannte Light Content Creation à la Adobe Photoshop oder Illustrator gefragt.

Dort sieht Intel die eigenen Prozessoren vorn. Insbesondere der für Oktober angekündigte Core i9 9900KS soll AMDs Flaggschiffen in diesen Belangen klar überlegen sein.

Intel Core i9 9900K im Test - Achtkern-CPU am Limit 10:00 Intel Core i9 9900K im Test - Achtkern-CPU am Limit


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