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Into the Breach ist ein geniales Strategiespiel, wenn ihr wenig Zeit habt

Das Strategie-Kleinod Into the Breach wird ab heute im Epic Store verschenkt. Nutzt diese Gelegenheit! Ansonsten entgeht euch vielleicht ein einmaliges Spielerlebnis.

von Fabiano Uslenghi,
03.09.2020 15:54 Uhr

Into the Breach ist ebenso genial wie simpel und vor allem für Spieler mit Zeitdruck eine Goldgrube. Into the Breach ist ebenso genial wie simpel und vor allem für Spieler mit Zeitdruck eine Goldgrube.

Ja, ich weiß. Into the Breach sieht einfach nicht nach besonders viel aus. Aber bitte lasst euch von der Optik nicht täuschen. Ich weiß, das Ganze weckt mit seinem Pixel-Look, den winzigen Karten und dem uninspirierten Mech- und Monster-Design den Eindruck, Into the Breach sei geradewegs für Mobile-Geräte entwickelt worden, um schnell Geld abzugreifen. Irgendwer wird es schon kaufen. Denkt das nicht! Seid nicht wie ich.

Ich hab das Spiel bei seinem Release 2018 ebenfalls lange ignoriert. Erst ein halbes Jahr später ließ ich mich mal dazu herab, als ich gerade sowieso nichts besseres zu tun hatte. Und ja, die stellaren Wertungen hätten ein Zeichen sein sollen. Manchmal glaubt man den Screenshots dann aber doch mehr als den Zahlen.

Jetzt wird Into the Breach ab heute im Epic Store verschenkt. Für mich die perfekte Gelegenheit, um nochmals deutlich darauf hinzuweisen: Wer Strategiespiele liebt, sollte Into the Breach nicht ignorieren. Schon gar nicht, wenn ihr aus Zeit-Gründen von gewaltigen Titeln wie XCOM 2 oder Crusader Kings 3 eingeschüchtert werdet.

Der Autor

Fabiano spielt ziemlich viel querbeet. Doch nach den Rollenspielen sind Strategiespiele sein liebstes Spiele-Genre. Gerade die Rundenstrategie hat es ihm angetan. Denn bei Echtzeitschlachten gerät er oft ziemlich unter Zeitdruck und kann gar nicht ausreichend über eine Strategie nachdenken, sondern hämmert wie verrückt auf Hotkeys. Spiele wie Into the Breach erlauben es stattdessen, wirklich eine Taktik auszuarbeiten und sich dann wie ein echtes Genie zu fühlen - aber natürlich nur, wenn der Schlachtplan dann tatsächlich aufgeht.

Warum das Spielkonzept genial ist

Bevor wir uns falsch verstehen: Ich will damit überhaupt nicht sagen, dass ihr mit Into the Breach einen seichten Strategiespiel-Happen bekommt. Ganz im Gegenteil. Into the Breach wird jede graue Zelle in euren Köpfen gewaltig fordern. Denn auch wenn das Spielprinzip schnell erklärt ist, das Design dahinter ist gerade in seiner Einfachheit genial. Sonst hätte es Into the Breach auch nie auf Platz 19 der besten Strategiespiele aller Zeiten geschafft.

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Worum geht's genau?

Die Menschheit hat den Krieg gegen Aliens namens Vek verloren – gewaltige insektoide Monster, ie ganze Städte einäschern. Um diesen verlorenen Krieg ungeschehen zu machen, setzen die Menschen auf Zeitreisen. Drei Piloten werden immer wieder inklusive riesiger Mechs in die Vergangenheit geschickt. Unsere Aufgabe: Einen Weg finden, wie wir die Alien-Invasion doch noch abwehren können. Wieder und wieder und wieder.

Wie viel schlechter diese Zutaten funktionieren können (Alien-Invasion, Verteidigung der Menschheit), zeigt das kurios-krasse Stalin vs. Martians. In dem ... nun ja, da kämpft Sowjetführer Stalin gegen Marsianer, so wie es der Titel verspricht:

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So spielt sich das

Into the Breach ist eines dieser Spiele, die mich oft scheitern lassen aber nie demotivieren. Denn das Spiel vermittelt hervorragend, dass es immer einen Lösungsweg gab, den ich nur nicht gesehen habe. Die Schuld liegt stets bei mir - was sicher manchmal ärgerlich ist, doch weniger frustriert als den Fehler beim Spiel zu suchen.

Der Trick: Das Spiel zeigt mir an, was jeder Vek als nächstes genau anstellt. Deshalb kann ich genau überlegen, wie ich meine Mechs positionieren und Gegner verschieben muss, um zu gewinnen. Das gleicht gelegentlich einem richtigen Puzzlespiel, aber wer um die Ecke denkt, findet den perfekten Schlachtplan und fühlt sich dann wie der Julius Cäsar der Roboter-Insekten-Kämpfe.

Etwa wenn ich mit einer Kombi sowohl den Angriff auf ein Hochhaus abwehre, gleichzeitig den Ausbruch der Verstärkung verhindere und außerdem noch dafür sorge, dass sich zwei Veks gegenseitig umlegen. Zusätzlich kann ich Mechs verbessern, Piloten einteilen und muss stets abwägen, welche Gebäude gerettet werden müssen oder ob vielleicht lieber ein Mech beschädigt werden sollte. Es gibt so viel zu entscheiden und jeder Fehler kann auf lange Sicht fatale Folgen haben. Über die genaue Faszination hat Chef-Redakteur Heiko schon zum Release geschwärmt:

Was soll der Hype um Into the Breach? - Video: Unser Chef erklärt's 7:45 Was soll der Hype um Into the Breach? - Video: Unser Chef erklärt's

Warum es sich lohnt, wenn keine Zeit da ist

Man hat es als berufstätiger Strategie-Fan wirklich nicht einfach. Jeden Abend mal ein paar Stunden in ein Spiel reinzuzocken, bedeutet oft Monate dafür zu brauchen. Und der Pile of Shame wird sicherlich nicht kleiner. Außerdem zwingen uns die besten Strategiespiele (gerade Rundenstrategie) ja geradezu, immer noch weiter dran zu bleiben. Selbst wenn man eigentlich schon längst Schäfchen zählen wollte.

Nicht so bei Into the Breach. Sicher, wer hier dauerhaft dran bleiben will, findet dazu mehr als genug Gründe. Immerhin motiviert das oben beschrieben Spieldesign dazu, immer noch eine Schlacht ausprobieren zu wollen. Trotzdem fiel es zumindest mir sehr viel leichter, auch mal nur eine Stunde oder sogar eine halbe darin zu verbringen und dann wieder was anderes zu machen. Und das hat zwei Gründe:

1. Das Spiel passt sich mir an

Into the Breach gibt mir extrem viele Freiheiten dabei, wie ich das alles angehen möchte. Das geht schon bei der Auswahl des Mech-Trios los. Vor jedem Zeitsprung kann ich entscheiden, welche Gruppe aus Söldnern ich in die Vergangenheit schicke. Aber vor allem fällt mir die Entscheidung zu, wie viel Zeit ich mir für die Kampagne nehmen will.

Denn in Into the Breach kann ich bereits nach etwa der Hälfte einer neuen Runde direkt in das finale Gebiet vorstoßen und so in absehbarer Zeit die Geschichte beenden. Anfangs muss man sich natürlich etwas reinfuchsen. Doch wer ein wenig Erfahrung sammelt, braucht weniger als zwei Stunden um die ganze Geschichte zu erleben.

Jede der vier Inseln hat ein anderes Biom. Das kommt auch in den Schlachten zum tragen. Jede der vier Inseln hat ein anderes Biom. Das kommt auch in den Schlachten zum tragen.

2. Die Struktur macht es einfach

Selbst wenn ihr länger braucht und nicht direkt zum Finale sprinten wollt, könnt ihr mit Into the Breach Zeit sparen. Denn das Spiel hat einfach eine sehr klare Struktur, die mögliche Anfangs- und Endpunkte sehr leicht erkennbar macht. Man kann das Spiel also problemlos aufgliedern.

  • Ihr startet ein Spiel, in dem ihr einen neuen Zeitsprung beginnt. Hier geht es mit der Auswahl der Mechs los und der Zeitsprung endet, wenn ihr verliert oder eben im Finale endlich die Veks besiegen könnt.
  • Innerhalb dieses Zeitsprung könnt ihr euch aussuchen, welche der vier Inselwelten ihr zuerst besucht. So könnte ihr eine Spielsitzung auch auf die Befreiung einer einzelnen Insel beschränken, was nur 20 bis 30 Minuten dauert.
  • Die Inseln wiederum sind in Sektoren unterteilt. Jeder Sektor einer Insel steht für ein Gefecht gegen die Vek. So ein Kampf dauert selten länger als 10 Minuten und lässt sich dann sogar kurz in einer Pause durchspielen.
  • Die letzte Instanz wären dann die einzelnen Runden innerhalb eines Gefechts. Aber ehrlich gesagt machen die Kämpfe in diesem Fall dann doch zu viel Spaß, um einfach zu unterbrechen. So wenig Zeit hat außerdem hoffentlich niemand.

Into the Breach sollte sich wirklich jeder mal ansehen. Auch wenn es nur ein flüchtiger Blick ist. Vor allem, wenn mal wieder die ganze Welt etwas von einem will und man eine Flucht sucht, selbst wenn diese nur ein paar Stündchen dauern kann. Im Epic Store wird Into the Breach bis zum 10. September kostenlos. Ihr bekommt dieses Kleinod aber auch über all sonst für etwa 15 Euro. Und solltet ihr dem PC mal untreu werde: Into the Breach eignet sich ebenfalls wunderbar, um es als Handheld-Spiel auf der Nintendo Switch zu zocken.

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