Zu Beginn von Kingdom Come: Deliverance 2 seid ihr arm dran. Im wahrsten Sinne: Heinrich hat sämtlichen Besitz verloren, keinen Groschen in der Tasche und dafür einen Berg von Problemen. Zum Glück ist er smart und stur genug, um sich nach und nach wieder hochzuarbeiten und Geld zu verdienen.
Falls ihr das Gefühl habt, vor allem ab der zweiten Spielhälfte geradezu absurd reich zu werden: Euer Eindruck trügt nicht! Nach historischen Maßstäben verdient sich Heinrich in Rekordzeit ein beeindruckendes Vermögen. Manch Spieler könnte sich locker eine Armee einkaufen, die Sigismunds Truppen Konkurrenz macht!
Wie reich ihr gerade seid, lässt sich ziemlich gut aus einer historischen Preisliste ablesen. Die stammt aus einer historischen Ausstellung in Kuttenberg und wurde von Reddit-User Fissherin geteilt. Schauen wir uns das doch mal genauer an.
Link zum Reddit-Inhalt
Was ihr euch mit euren Groschen leisten könntet
Kleine Einschränkung vorweg: Die Liste stammt aus dem 14. Jahrhundert und Kingdom Come: Deliverance spielt 1403, also in den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts. Natürlich können sich die genauen Werte in dieser Zeit verschoben haben, aber wir schreiben ja hier keine wissenschaftliche Arbeit.
Löhne: Ein einfacher Arbeiter bekam damals etwa 6 Groschen pro Woche, ein gelernter Handwerker um die 20. Das kriegt Heinrich innerhalb weniger Minuten allein mit Kräuterpflücken hin!
Eine Schaufel: Dieses nützliche Werkzeug, das natürlich niemals zum Grabraub zweckentfremdet wird, bekommt man ab 1 Groschen.
Eine Axt: Schon ein bisschen mehr muss man für eine Axt auf den Tisch legen, die Preisliste nennt 3 Groschen. Damit dürfte keine fein ausbalancierte Kampfaxt gemeint sein, sondern ein simples Werkzeug zum Holzhacken.
Eine Kuh: Mit 55 Groschen konntet ihr damals zum Rinderbesitzer werden.
Ein Pferd: Ein Pferd gab’s in Echt für 128 bis 384 Groschen. Dagegen sind manche Reittiere im Spiel geradezu lächerlich teuer, Streitross Wilhelmine etwa kostet 3.450 Groschen! Aber natürlich stieg der Wert eines Pferdes massiv mit seiner Abstammung und Ausbildung. Pebbles entspricht im Spiel am ehesten einem einfachen Klepper und ist magere 100 Groschen wert. Zumindest auf dem Papier.
Ein Fass Wein aus Österreich: 672 Groschen müsst ihr auf den Tresen knallen, um ein importiertes Weinfass zu kaufen. Herstellung, Transport und Zölle machten das zu einem Vergnügen nur für Reiche! Aber so ein Fass reicht ja immerhin eine ganze Weile. Außer, man ist mit einem gewissen Kumanenlager befreundet.
Ein Haus in der Stadt: Sollte Heinrich genug vom Abenteurerleben haben und in Kuttenberg sesshaft werden wollen, dann würden ihm 9.000 Groschen reichen, um dort ein Haus zu erstehen. Im Spiel ist das nicht möglich – aber der zweite DLC könnte das im Herbst ändern.
Wie es der Top-Kommentar im Reddit-Thread passend ausdrückt: »Jesus Christus sei gepriesen, mein Heinrich könnte sich Böhmen kaufen!«.
Wenn euer Heinrich also gerade mit mehreren zehntausend Groschen in der Tasche rumläuft, macht ihn das zu einem extrem reichen Mann. Auch wenn er im Spiel nicht wirklich so behandelt wird, er könnte leicht zur (bürgerlichen) Oberschicht aufsteigen. Dazu kommt der immense Reichtum, den er in Form von Rüstung, Waffen und Kleidung am Körper trägt.
1:51
Kingdom Come 2: Banditen wollen uns überfallen und machen Bekanntschaft mit unserem Breitschwert
Natürlich ist das nicht komplett historisch glaubhaft, aber Kingdom Come 2 ist trotz allem ja keine Doku, sondern ein Spiel. Da gelten andere Regeln für die Wirtschaft, sonst würden viele wohl noch länger in der Startregion herumlungern. In kommenden Patches wollen die Entwickler noch an der Ökonomie schrauben, damit man nicht ganz so schnell steinreich wird.
Lasst uns in eure Geldbörsen schauen: Wie viel Groschen habt ihr euch verdient? Habt ihr das Achievement für die 20.000 schon längst freigeschaltet und jongliert mit sechsstelligen Beträgen? Oder seid ihr immer noch als verarmer Landstreicher unterwegs, der im Stroh schläft und an trockenen Brotkanten knabbert?
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.