Mit It Takes Two und Split Fiction hat das schwedische Studio Hazelight zwei grandiose Koop-Abenteuer abgeliefert, die jeweils hohe Bewertungen von Presse und Spielern einheimsen konnten. Kein Wunder, immerhin handelt es sich um kreative Feuerwerke, die noch dazu das sträflich unterrepräsentierte Genre der reinen Koop-Spiele am Leben halten.
In einem kurzen Interview mit dem YouTube-Kanal Fall Damage hat der Studiochef Josef Fares ein paar Fragen aus der Community beantwortet und ging hier auch darauf ein, dass es in seinen Spielen keine Mikrotransaktionen oder Lootboxen gibt.
Das ließ der für sein Temperament bekannte Fares nicht unkommentiert und schoss ein wenig gegen diese Praktiken.
11:19
Split Fiction ist schon jetzt eines der besten Spiele des Jahres!
Es ist ein großes Problem
Fares findet hier klare Worte und beschreibt, dass sich diese Mechaniken immer auf das Spiel auswirken. Dass wann immer die Antwort auf ein Feature ist, dass man damit mehr Geld verdienen kann, es die Kreativität einschränkt:
Ich denke, dieser Mist beeinflusst, wie das Spiel designt sein sollte. Jedes Mal, wenn man vor einer Entscheidung steht, einer Designentscheidung, wie man mehr Geld im Spiel verdient, dann ist das ein großes Problem und es hält unsere Industrie kreativ zurück.
- Josef FaresVier Spiele hat Fares bislang verantwortet, drei davon mit seinem eigenen Studio Hazelight. In keinem davon gab es irgendwelche Ingame-Shops. Es gibt auch keine Special Editions mit Advanced Access oder auch nur kosmetische Objekte.
Dabei erreicht Fares mit seinen Spielen inzwischen aufgrund der hohen Qualität ein großes Publikum. Split Fiction ist am 6. März erschienen und erreichte auf Steam direkt beachtliche Spielerzahlen. Fast 260.000 Menschen haben zwischenzeitlich gleichzeitig gespielt – und das eben nur auf dem PC.
Absurderweise arbeitet Hazelight trotz Fares offener Kritik an Mikrotransaktionen mit einem Publisher zusammen, der sich in diesem Bereich selten zurückhält: Electronic Arts. Die Lootboxen in Spielen wie EA Sports FC oder Madden zählen bis heute zu den aggressivsten Mikrotransaktionen, die aktiv die Balance dieser Titel beeinflussen.
In vielen anderen Spielen fährt EA allerdings inzwischen eine moderatere Schiene, spätestens seit dem gewaltigen Backlash, den Star Wars: Battlefront seinerzeit ausgelöst hat. Hazelight selbst ist allerdings kein internes Studio von EA, sondern veröffentlicht seine Projekte über ihr Indie-Label EA Originals.
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