Künstliche Intelligenz - EA erschafft KI, die sich selbst Battlefield 1 beibringt

EAs SEED-Projekt erschafft eine KI, die sich selbstständig Battlefield 1 beibringt. Erste Ergebnisse sind schon recht beeindruckend.

von Christian Just,
23.03.2018 16:34 Uhr

EA entwickelt derzeit eine künstliche Intelligenz, die bald die KI-Gegner der Zukunft stellen soll. Das Projekt von EAs Forschungsabteilung Search for Extraordinary Experiences Division (SEED) bringt sich nun über Trial&Error selbst Battlefield 1 bei.

Dabei kontrolliert ein einzelnes »neuronales Netzwerk« alle Spielfiguren in einer Partie Conquest im Multiplayer-Shooter. Die KI bekommt nur die Aufgabe, das Missionsziel zu erfüllen - den Rest lernt sie durch Ausprobieren. Jede Handlung der KI basiert dabei auf vorher gesammelten Gameplay-Informationen.

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KI-Gegner der Zukunft?

Damit das Anfangs etwas besser klappt, haben EA und DICE im Vorstellungsvideo oben diverse Würfel auf der Map platziert, die Munition und Lebensenergie regenerieren. Daraufhin lernte die KI selbstständig, die Würfel einzusammeln, wenn eine Ressource gerade knapp wurde.

Wie man später sieht, beherrscht die KI zwar die wichtigsten Gameplay-Aspekte. Jedoch klappt nicht alles reibungslos, denn manchmal Kreiseln die Figuren eines Teams auch umeinander herum.

Dennoch zeigt EA sich ambitioniert, wenn es um die Zukunft der Battlefield-1-KI geht:

"Wir sind zuversichtlich, dass maschinelles Lernen die Spiel-Entwicklung und -Erfahrung in den kommenden Jahren grundlegend ändern wird."

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Wenn das so klappt, kann man bei SEEDs Projekt den Begriff KI in Spielen im eigentlichen Wortsinne gebrauchen. Denn die meisten KIs in Spielen sind nicht wirklich intelligent, folgen sie doch lediglich vorgegebenen Mustern. SEED dagegen lernt tatsächlich dazu.

Noch kann EAs KI zwar nicht mit echten Spielern mithalten, aber in Anbetracht dessen, dass sie in jeder gespielten Partie besser wird, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis sie von echten Spielern kaum noch zu unterscheiden ist.

Dass KIs in ihrer Lernwut auch manchmal außer Kontrolle geraten können, merkte Facebook, als eine KI kurzerhand eine eigene Sprache erfand und die Entwickler nicht mehr folgen konnten. Daraufhin zogen sie den Stecker.

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Quelle: Kotaku


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