Imagine Dragons sind mit Hits wie Believer, Thunder und Radioactive zu einer der größten Bands der Geschichte herangewachsen. Auf Spotify können sie über 50 Mio. monatliche Hörerinnen und Hörer verzeichnen und allein auf Instagram folgen ihnen 10,1 Mio. Menschen. Die Fangemeinschaft ist gigantisch.
Dan Reynolds, der Sänger der Band, sowie sein Bruder Mac haben 2021 mit der Entwicklung ihres eigenen Multiplayer-Shooters Last Flag begonnen. Dieser wurde jetzt veröffentlicht und von Imagine Dragons beworben. Doch trotz des prominenten Hintergrunds scheint kaum jemand den Titel spielen zu wollen.
Fans der Musik, nicht der Videospiele
Was ist Last Flag? In dem PvP-Shooter Last Flag dreht sich alles um den berühmten Spielmodus Capture the Flag
. In 5er-Teams müsst ihr eine versteckte Flagge finden und in das eigene Lager zurückbringen. Unterschiedliche Charaktere sowie taktische Finten und Fallen sorgen für Abwechslung.
Preis und kostenloses Wochenende: Auf Steam kostet der Shooter 12 Euro, bis zum 28. April 2026 gilt jedoch der Einführungspreis von 9,50 Euro. Außerdem könnt ihr Last Flag vom 17. April um 19 Uhr bis zum 20. April kostenlos ausprobieren.
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Imagine Dragons machen jetzt Shooter: Last Flag zeigt ersten Trailer
Auf Steam ein Flop
Obwohl Imagine Dragons das Spiel auf ihrem Instagram-Account beworben haben, lockt es nur wenige Spielerinnen und Spieler vor den Bildschirm. Der dazugehörige Post hat auf dem 10,1 Mio. Follower starken Profil innerhalb von zwei Tagen immerhin 56.500 Likes gesammelt. Die Kommentare sind größtenteils äußerst positiv.
Auf Steam schlägt sich das jedoch kaum nieder. Last Flag erschien am 14. April 2026 und konnte innerhalb der ersten drei Tage auf Steam nur einen Höchststand von 558 Spielerinnen und Spielern gleichzeitig erreichen, das war am Release-Tag. Wenigstens wurde seitdem auch an keinem Tag die 500er-Grenze unterschritten.
Die Bewertungen sehen dabei gar nicht so übel aus, immerhin sind 75 Prozent positiv. Gelobt wird, dass es keine Mikrotransaktionen gibt und das Spiel dem Capture-the-Flag-Modus einen spannenden neuen Twist verleiht. Kritisiert wird das Balancing, fehlende Leaderbords und die hakelige Steuerung mancher Charaktere.
Was steckt dahinter?
Ein wichtiger Faktor ist, dass Musik-Fans nicht unbedingt auch Videospiele spielen. Erst recht nicht, wenn sie dafür bezahlen müssen und sie nicht ohne Weiteres ausprobieren können. Zieht man dann noch die Menschen ab, die weder Shooter noch am PC spielen, ist die potenzielle Spielerschaft direkt deutlich kleiner.
Dazu kommt, dass Last Flag optisch stark an konkurrierende Shooter wie Fortnite oder Highguard erinnert, die Einzigartigkeit fehlt. Unser Newsroom-Leiter Phil hat sich mal genauer angeschaut, warum ähnliche Multiplayer-Shooter aktuell in der Krise stecken und reihenweise sterben. Den Artikel dazu findet ihr in der Linkbox weiter oben.
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