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Seite 2: Wird Lego wirklich immer teurer? Die Antwort ist nicht so eindeutig, wie ihr vielleicht denkt

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Teurer durch Qualitätsverlust?

Lego kann auch indirekt teurer werden, indem die Quantität gleich bleibt, jedoch die Qualität sinkt. Das Preisleistungsverhältnis verschlechtert sich also. Lego wird immer wieder vorgeworfen, etwa durch zunehmende Farbabweichungen, die vermehrte Verwendung von Stickern und mangelhaften Drucken, schlechter werdenden Designs und völlig unpassenden Farben an der Qualität zu sparen.

Inwieweit die Farbabweichungen zugenommen oder die Druck- und Designqualität abgenommen haben, lässt sich von uns nicht ohne Weiteres überprüfen. Deswegen müssen wir diese Vorwürfe ausklammern. Auch die Qualität der Designs ist schwer zu beurteilen, da hier der subjektive Anteil überwiegt.

Recht deutlich ist jedoch, dass während des letzten Jahrzehnts vermehrt bunte Steine verbaut wurden, die nicht zum Rest des Sets passen. Häufig sind diese deutlich sichtbar oder scheinen zumindest durch Lücken durch. Gerade bei Technik-Sets, die nur wenige Abdeckungen haben, sorgt das für großen Frust.

Außerdem verursacht es, dass aus den vorhandenen Steinen schwieriger neue Sachen gebaut werden können, da die bunten Farben jeweils zu selten sind, um sie sinnvoll einzubinden. Eine Grundfunktion von Lego wird also eingeschränkt.

Die Modelle des Millennium Falcons unterstützen die Annahme, dass Lego vermehrt auf Sticker und weniger auf Drucke setzt. Während die Verteilung zwischen Aufkleber und Druck in den 00er-Jahren noch recht ausgeglichen war, dominierte das Klebepapier spätestens seit dem letzten Jahrzehnt.

Vier der fünf Modelle seit 2011 haben mehr als 20 Sticker. Gleichzeitig haben drei der fünf Modelle weniger als fünf bedruckte Steine. Die genauen Zahlen findet ihr in der Bildunterschrift der jeweiligen Sets.

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Fazit

Die Analysen von Simplicissimus und StoneWars deuten darauf hin, dass die Preise von Lego inflationsbereinigt stabil geblieben und nicht teurer geworden sind. Die Gewichtspreise der Millennium-Falcon-Modelle unterstützt diese Ergebnisse.

Gleichzeitig konnte die Entwicklung der Modelle Hinweise liefern, dass durch die Verwendung von Stickern und bunten Farben die Qualität geringfügig gesunken ist. Sollte das auf den Großteil der Lego-Produktpalette übertragen werden können, würde das bedeuten, dass sich das Preisleistungsverhältnis in den letzten 15 bis 20 Jahren tatsächlich geringfügig verschlechtert hat.

Als vorläufiges Fazit muss also festgehalten werden, dass Lego in den vergangenen Jahren indirekt teurer geworden ist, jedoch nur geringfügig.

Woher kommt die Wahrnehmung?

Die Lego-Preise steigen, jedoch genauso viel wie eben alle anderen auch. Viele Menschen neigen dazu, alte Preise mit aktuellen zu vergleichen, ohne die Inflation zu beachten oder zu wissen, wie hoch sie denn tatsächlich ist.

Außerdem gibt es deutlich mehr teure Sets als früher. Preise über 100 Euro sind eher die Norm als die Ausnahme. Gleichzeitig sorgen gerade die für mehr Aufmerksamkeit. Auch diese hohen Zahlen können dafür sorgen, dass eine Verteuerung wahrgenommen wird, obwohl auch die Gesamtzahl günstigerer Sets ansteigt.

In den sozialen Medien wird viel darüber diskutiert, dass Lego teurer wird, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Das könnte auf die eigene Wahrnehmung überschwappen.

Der wohl wichtigste Grund dürfte aber die wachsende Konkurrenz sein, die ebenbürtige oder teilweise sogar bessere Sets für einen Bruchteil des Preises anbietet. Lego übernimmt an dieser Stelle die Rolle der preisintensiveren Premium-Marke, die im direkten Vergleich eben noch teurer wirkt. Vor 15 Jahren wussten nur die wenigsten Menschen, dass es überhaupt andere Hersteller gibt. Folglich gab es diesen Vergleich damals nicht.

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