Lords of the Fallen 2 - Entwicklung startet komplett von vorn, Wechsel auf Unreal Engine 4

Die Entwicklung von Lords of the Fallen 2 war bisher geplagt von Problemen. Ein kompletter Neustart soll das Projekt nun zurück in die Erfolgsspur lenken.

von Martin Dietrich,
02.08.2018 14:00 Uhr

Lords of the Fallen 2 hatte einige Schwierigkeiten während der Entwicklung. Jetzt fangen die Macher noch einmal von vorne an. Lords of the Fallen 2 hatte einige Schwierigkeiten während der Entwicklung. Jetzt fangen die Macher noch einmal von vorne an.

Die neuen Entwickler von Lords of the Fallen 2 drücken den Reset-Button und beginnen die Entwicklung vom Punkt null aus erneut. Das bedeutet, Defiant Studios verzichtet auf jegliche Assets, die noch von Deck 13 erstellt wurden und benutzen kein Material aus der Pre-Production vom früheren Executive Producer Tomasz Gop. Dieser Schritt ist unter anderem durch den Engine-Wechsel nötig. Lords of the Fallen 2 entsteht von nun an mit der Unreal Engine 4.

David Grijns, Geschäftsführer, und Roland Lesterlin, Creative Director bei Defiant, sprachen mit Eurogamer über den Entwicklungsneustart. Bereits recht früh in der Entwicklung der Fortsetzung verließ Deck 13, der Co-Entwickler von Teil eins, die Produktion.

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Turbulente Entwicklung

Nach längerer Zeit in der Pre-Production schien Lords of the Fallen 2 aber keine wirklichen Fortschritte zu machen. Dann verabschiedete sich auch der Executive Producer vom Entwicklerteam und im Juni 2018 stellte Publisher City Interactive Games das New-Yorker-Studio Defiant als neuen Entwickler vor.

»Es ist wirklich ein Reset, es ist ein Neuanfang «, sagt David Grijns. »Es ist eine neue Engine und ein neues Team. Ein Team, das keinen langen und illustren Hintergrund im Action-RPG-Genre hat, aber wir sehen das als Stärke.«

Defiant besteht zum Großteil aus ehemaligen Just-Cause-3-Entwicklern. Die fehlende Erfahrung im von From Software dominierten Subgenre wollen sie mit Ehrgeiz wett machen, sagt der Geschäftsführer.

"Es ist ein Bereich der Spieleindustrie, der bis zu einem gewissen Grad als unantastbar gilt. Es ist wie: From Software regiert diesen Platz, also schmeiß alle Hoffnung über Bord. Und das sind genau die Art von Projekten, die wir lieben."

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Kleines Team geplant

Creative Director Lesterlin ergänzt, dass man Fans etwas Neues bieten möchte und dazu einen leicht veränderten Ansatz wählt. »Wettbewerb ist gut. Ich liebe die Sachen von From Software, aber ich freue mich darauf, etwas Neues zu probieren.« Wie er das jedoch zu gedenken versucht, behält er noch für sich.

Aktuell sei man noch dabei Konzepte zu entwickeln und Prototypen zu verfeinern. Defiant will für die Entwicklung aber kein riesiges Team aufstellen, sondern mit einer relativ übersichtlichen Studiogröße die Fortsetzung verwirklichen. Genaue Zahlen nennen sich allerdings nicht. Insgesamt dürfte damit aber ein Release von Lords of the Fallen 2 noch eine ganze Weile auf sich warten lassen.

Wer noch einmal nachlesen will, wie der Vorgänger die Dark-Souls-Formel interpretiert hat, findet im GameStar-Test unsere Gedanken dazu.

Quelle: Eurogamer

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