Magic: The Gathering Arena - Die besten Decks: Guide zu Mono-Blue Tempo

Kaum Craftingkosten und doch stark genug für die besten Spieler der Welt: So spielt ihr Mono-Blue Tempo in Magic: The Gathering Arena.

von Maurice Weber,
29.10.2018 16:49 Uhr

Unser Guide stellt euch ein Deck vor, das zum kleinen Preis selbst deutlich teureren Decks Kopfschmerzen bereiten kann. Unser Guide stellt euch ein Deck vor, das zum kleinen Preis selbst deutlich teureren Decks Kopfschmerzen bereiten kann.

Ihr seid gerade knapp bei Kasse mit euren Wild Cards und sucht trotzdem ein Deck, das in Magic: The Gathering Arena ganz oben mithalten kann? Mono-Blue Tempo ist die Antwort: Dieses Deck kommt mit gerade mal sechs seltenen Karten aus und besteht sonst komplett aus Commons, Uncommons und Standardländern. Aber kann es dann auch was taugen? Na und wie! Einer der besten Magicspieler der Welt, Gabriel Nassif, brachte das Deck kürzlich zum Grand Prix in Lille und belegte damit den zweiten Platz.

In Topform bringt Mono-Blue Tempo seinen Gegner regelrecht zur Verzweiflung, indem es komplett unantastbar wirkt: Fast alle Kreaturen sind fliegend oder unblockbar, selbst für ein Mana habt ihr Antworten auf beinah jeden gegnerischen Trick und die Kreaturen eures Feindes machen nie so recht das, was sie sollten. Wir zeigen euch, wie ihr das schafft!

Deckliste für Mono-Blue Tempo

Kreaturen (18 Karten)

Zauber (22 Karten)

Länder (20 Karten)

  • 20 x Insel

Sideboard
- 1 x Berauschende Melodie
- 1 x Diamantross
- 1 x Einblick des Chemisters
- 1 x Essenzzerstäubung
- 1 x Kriegsgleiter-Marodeurin
- 1 x Negieren
- 1 x Schlafzauber
- 1 x Selektive Falle
- 2 x Verächtlicher Hieb
- 4 x Vertreibungsmagierin
- 1 x Wächtertotem

Guide: So spielt ihr Mono-Blue Tempo

Das Deck ist eine fiese Mischung aus Aggro und Control. Ihr greift so schnell wie möglich und so konstant wie möglich mit günstigen Kreaturen an, zieht stetig Karten nach und schützt eure Kreaturen mit effizienten Gegenzaubern. Idealerweise wollt ihr in der ersten Runde eine Kreatur für ein Mana spielen und direkt loslegen.

Schlüsselkarte von Mono-Blue Tempo ist die Zwanghafte Neugier: Auf einer unblockbaren oder fliegenden Kreatur lässt sie euch für ein Mana jede Runde eine Karte ziehen - eine Effizienzrate, auf die jedes Controldeck neidisch ist!

Zwanghafte Neugier wirkt unscheinbar, ist aber der wohl wichtigste Bestandteil des Decks. Zwanghafte Neugier wirkt unscheinbar, ist aber der wohl wichtigste Bestandteil des Decks.

Wichtig ist, dass ihr zwar zügig und aggressiv spielt, euch aber idealerweise immer auch Mana für eine Antwort offen lasst. Das gestaltet sich recht einfach, weil dieses Deck dafür meist nur ein offenes Mana braucht. So könnt ihr mit dem Sirenen-Sturmbändiger eure Kreatur mit Zwanghafter Neugier schützen (oder sogar Schiffbruch erleiden kontern, weil das euch als Spieler als Ziel nimmt!), eine Kreatur Abtauchen lassen oder mit Zauberdurchbohrung alles vom Boardwipe bis zum Planeswalker unschädlich machen. Mit zwei offenen Mana schließlich könnt ihr spontan eine Meervolk-Gaunerin gegen gefährliche Kreaturen oder meist auch schon die Replik des Zauberers als Universalkonter spielen. Weil ihr mehrere Zauberer im Deck habt, wird die Replik nur selten drei Mana kosten.

Euer Finisher ist in der Regel der Sturmwind-Dschinn. Für gerade mal drei Mana bietet er eine fliegende Kreatur, die leicht auf vier oder fünf Schaden kommt und durch vier Zähigkeit auch vielen Schadenszaubern entgeht und Aggro-Decks in ihre Schranken verweist. Hat der Gegner doch mal starke fliegende Blocker, bietet euch das Deck eine Reihe von Wegen, sie zu tappen oder ihrer Fähigkeiten zu berauben. Wenn ihr das Deck richtig spielt, werdet ihr den Gegner überraschend schnell ausgeschaltet haben und bis dahin kaum erlaubt haben, dass er euch in die Quere kommt.

Deck-Modifikationen

Das Deck ist sehr einfach zu craften: Es enthält gerade mal sechs seltene Karten, und nur vier davon sind essentiell. Auf die vier Sturmwind-Dschinns solltet ihr nicht verzichten. Ohne sie werdet ihr gegen starke Controldecks oft zu langsam sein und nicht immer die Schlagkraft besitzen, Aggro-Decks aufzuhalten. Die Kriegsgleiter-Marodeurin dagegen braucht ihr nicht zwingend, so praktisch sie auch sein kann.

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Alternativ könnt ihr etwa zweimal den verächtlichen Hieb ins Hauptdeck packen. Er ist ein günstiger Konter gegen genau die Dinge, mit denen sich dieses Deck schwertun kann: Teure Bomben, die einfach mehr Power auf die Waage bringen als unsere kleinen und schnellen Kreaturen. Damit erledigt ihr fast jeden relevanten Planeswalker und viele Boardwipes. Stellt ihr fest, dass ihr oft von Kreaturenschwärmen überwältigt werdet, könnten mehr Schlafzauber euch die Zeit verschaffen, die ihr zum Sieg braucht. Sind dagegen eher Controldecks problematisch, könntet ihr die Essenzzerstäubung gegen eine weitere Zauberdurchbohrung tauschen.

Alle diese Karten findet ihr auch im Sideboard, sodass ihr das Deck zwischen zwei Matches im Dreikampf strategisch zuschneiden könnt.

Was macht derweil eigentlich der Magic-Erfinder? Ein Kartenspiel für Valve! (Plus-Interview)


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