Mammutprojekt für den C64: Wie ein Rollenspiel-Klassiker seine unnötigste Portierung bekam

Warum das nach 31 Jahren für den Commodore 64 erscheinende Eye of the Beholder unfassbarerweise noch besser ist als auf dem PC und Amiga.

Schwer zu glauben, aber diese Grafik versetzte Rollenspieler vor 30 Jahren in Ekstase. Jetzt hat Eye of the Beholder eine C64-Umsetzung bekommen - und wir haben sie gespielt. Schwer zu glauben, aber diese Grafik versetzte Rollenspieler vor 30 Jahren in Ekstase. Jetzt hat Eye of the Beholder eine C64-Umsetzung bekommen - und wir haben sie gespielt.

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Anno 1991 ist in der Kanalisation der Stadt Waterdeep die Kacke mächtig am Dampfen. Da tiefe Wasser in Tiefwasser besonders still sind, hält sich die Geräuschkulisse vornehm zurück. Der Sound fällt schaurig schön aus, aber spärlich. Musikalisch sprudelt sogar überhaupt nichts. Wenigstens klingelte die Kasse: In puncto Grafik lag Eye of the Beholder nie im Auge des Betrachters. Die empfand einfach jeder als großen Konfettiwurf, egal ob auf dem PC oder Amiga. EotH war ein Fest für Katakomb-Raider!

Die Generation »Wind of Change« bekam ein technisch glänzendes Spiel in Ego-Perspektive. Da lag es natürlich nahe, den Titel 2022 ausgerechnet auf einem 8-Bit-Rechner umzusetzen, der selbst im Vergleich zum Amiga ungefähr so schnell ist wie ein Gletscher: Die Rede ist vom Homecomputer der Herzen, vom Commodore 64. Die 80ies-Spaßmaschine feierte im August ihren 40-jährigen Geburtstag und schart bis heute zahlreiche Kultisten um sich, die sogar noch neue Spiele dafür entwickeln.

C64 C64
Amiga Amiga

Eye of the Beholder auf dem Amiga und dem Commodore 64 im Vergleich: Natürlich sieht links alles bunter und weniger pixelig aus. Trotzdem ist die 8-Bit-Fassung ein Brett.

Der noch ältere Verfasser dieser Zeilen schickte mit einer Vorversion vier GameStar-Helden auf eine neue alte Reise: Krieger Graf Mic, Paladin Swerdtke, den elfischen Dieb Bathmann und Gnomen-Priesterin Smizcat. Der Artikel erzählt, was sie erlebt haben. Vor allem beleuchtet der Text das Abenteuer hinter dem Abenteuer, die Entstehung des Spiels.

Harald Fränkel
Harald Fränkel

Harald, der diesen Monat sein 25-jähriges Bühnenjubiläum als Spielejournalist feiert, hat in den 80ern dank einem Brotkasten die Pubertät überlebt. Natürlich besaß er auch einen Commodore 64. Den liebt er bis heute. Erst kürzlich schraubte er sich einen Ultimate 64 Elite zusammen. Diese Neuauflage des Kultrechners basiert auf einem Mainboard mit moderner Technik und kann alles. Zum Beispiel HDMI, USB und LAN. Angeblich schwimmt er sogar in Milch. Angesichts solcher Nerdiness wundert es nicht, dass Harald der C64-Fassung von Eye of the Beholder entgegenfieberte. Jetzt sind vor allem die Entwickler glücklich. Weil er sie nicht mehr täglich wegen einer Version auf Facebook zuspammt.

Ein Klassiker für Kartenzeichner

Zunächst verdient das ursprüngliche Eye of the Beholder eine kurze Retrospektive, gerade im Sinne unseres Bildungsauftrags für jüngere Leserinnen und Leser, die sich in diesen Buchstabendungeon verirrt haben. Immerhin geht es hier um eine Zeit, als Gamer die Karten für Computerrollenspiele noch selbst zeichneten. Mit sogenannten Stiften auf toten Bäumen mit Karomuster.

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