Auf der Meta Connect präsentiert das Unternehmen kommende Produkte und Anwendungen. Was hier gezeigt wird, ist für Meta wichtig. Eine Meta Quest 4 wurde nicht gezeigt.
Und auch kommende Spiele für Meta Quest wie Deadpool VR waren nicht zu sehen, bestenfalls für eine kurze Erwähnung hat es gereicht.
Stattdessen: Smart Glasses überall. Und die Verkaufszahlen der Meta Ray Ban-Brillen sprechen für diesen Fokus, ebenso die internen Entwicklungen, die sich stark auf Augmented Reality konzentrieren. Die Weiterentwicklung der VR-Plattform hingegen scheint vorerst an Dritthersteller ausgelagert zu sein.
Die Meta Quest 4 kommt erst einmal nicht
Namentlich Asus, von denen noch in diesem Jahr zumindest die Ankündigung einer auf Metas Quest-Betriebssystem Horizon OS basierenden Gamer-Brille erwartet wird. Eine Meta Quest 4 hingegen hat Meta vorerst auf Eis gelegt.
Wenn sie noch erscheinen sollte - und das ist sicher auch abhängig, wie sich das Interesse an VR bis dahin entwickelt - wird das wohl nicht vor 2027 geschehen.
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Durchaus nachvollziehbar, schon weil es aktuell noch keine dafür geeigneten Prozessoren mit spürbarer Mehrleistung gegenüber der Meta Quest 3(S) gibt und tollere Display auch höhere Preise bedeuten würden.
Und genau das dürfte Asus bringen: eine Luxus-Quest mit vergleichbarer Rechenleistung und Kompatibilität.
Smart Glasses sind der neue Trend
Stattdessen gab es Smart Glasses, die Connect begann sogar mit einem per Ray-Ban-Smartbrille aufgenommenen Gang Zuckerbergs zur Bühne.
Die folgenden technischen Probleme beim Versuch, die integrierte KI zur Rezeptfindung einer Sandwichsoße zu nutzen und beim Versuch, eine Videoschalte zu Andrew Bosworth aufzubauen, waren allerdings ein wenig peinlich.
Trotzdem sieht Meta in smarten Brillen die Zukunft, wenngleich sie sich sehr bewusst sind, dass der aktuelle technische Stand noch nicht reicht, um damit Smartphones als wichtigstes Alltagskommunikationsgerät abzulösen.
Intern arbeitet Meta aber sehr intensiv daran, diesen technischen Stand bald zu erreichen: Die neue Meta Ray Ban Display ist bereits ein wichtiger Zwischenschritt und war daher auch das Fokusprodukt auf der Connect.
Meta Ray Ban Display: Eine halbe AR-Brille
Die Brille enthält erstmals ein Display, um Informationen anzuzeigen, statt sich rein auf Audio zu konzentrieren. Das war bislang der Standard bei Meta Ray Ban und schränkt bei der Nutzung dann doch spürbar ein.
Nun soll es, wenn die Technik mitspielt, auch möglich sein, auf dem Display Navigationsanweisungen, Benachrichtigungen und sogar Videos anzeigen zu lassen. Gesteuert wird das über ein Armband, das kleinste Muskelbewegungen auswertet und so eine einfache Bedienung der Software ermöglichen soll.
Zusammen mit dem Eingabeband wird die Meta Ray Ban Display 799 US-Dollar kosten, mehr als doppelt so viel wie die erste Generation der Audio-Ray-Ban-Brillen. Trotzdem nur ein Zwischenschritt, der zudem noch unter ein paar technischen Startproblemen wie den live gesehenen Aussetzern leidet.
Das Finale sollen dann AR-Brillen wie Project Orion sein, mit zwei Displays und Always-On-KI - die künstlich-intelligente Hilfe soll dabei die Umgebung mitbekommen wie ihr selbst und auf Zuruf Hilfestellungen leisten können.
Klingt schon ein wenig gruselig, könnte für einige Personen mit körperlichen Einschränkungen den Alltag aber stark erleichtern. Ob solche Features am Ende eher abschrecken oder ein Kaufgrund sein werden? Das kommt sicherlich auch darauf an, wie nützlich sie im Alltag sind.
Schon das Tragen einer Brille, wenn eigentlich gar keine Sehhilfe benötigt wird, ist ein No-Go für viele potenzielle Käufer, Meta muss also wirklich viel Mehrwert bieten. Dafür braucht es neben einwandfrei funktionierender Hardware auch die passende Software. Und an der wird schon gearbeitet.
Mixed Reality als Experimentierfeld für die Zukunft
Aktuelle VR-Brillen wie die Meta Quest 3 und 3S locken Käufer nicht nur mit VR, sondern vor allem auch dank Mixed Reality an. Dabei wird die reale Umgebung von Kameras aufgenommen und in der VR angezeigt und um virtuelle Dinge erweitert.
Bei AR fällt übrigens der Schritt über die Kameras weg, da seht ihr die Realität durch transparente Gläser. Und da soll es für Meta hingehen: AR-Brillen. Die dafür nötigen Anwendungen lassen sich aber jetzt schon mit VR-Brillen ans Publikum bringen, in VR können Entwickler für morgen experimentieren.
Dazu passt Metas Konzentration auf Software zur Kreation eigener VR-Welten, statt neue Spiele vorzustellen. Die Gamerszene hat VR nicht sehr gut aufgenommen, auch wenn es grandiose VR-Games gibt.
Das sieht wohl auch Meta, spätestens bei den Verkaufszahlen von VR-Games und geht einen Schritt rückwärts beim Gaming und zwei vorwärts bei sozialen Horizon-Welten - dem Metaverse, das auch in AR funktionieren soll.
Natürlich ist das nicht das Aus für VR-Gaming. Es fallen nur mehr und mehr Unterstützer weg. Da bringt es wenig, mit Pimax Dream und Crystal, MeganeX und der Asus-Quest tolle neue Hardware zu bekommen. Es braucht Software, Spiele, Anreize, die Hardware überhaupt zu kaufen.
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