CES 2026: Seit 8 Jahren warte ich immer noch sehnsüchtig auf eine TV-Technologie, die endlich kommen muss – muss ich sie zu Grabe tragen?

2017 sah ich auf der Messe die Zukunft der Fernseher, doch seither fehlen Micro-LED-TVs völlig – und das macht mich traurig.

Wieder ein Jahr auf der CES ohne Micro-LED. Schnüff! (Bildquellen: Samsung, Maxe S., GameStar) Wieder ein Jahr auf der CES ohne Micro-LED. Schnüff! (Bildquellen: Samsung, Maxe S., GameStar)

Als ich eben auf die Uhr geschaut habe, bin ich erschrocken: Acht Jahre ist es schon her, seit ich auf der CES 2018 Samsungs The Wall gesehen habe.

Seither vermisse ich jede Spur von Micro-LED-TV – auch dieses Jahr. Muss ich meinen Traum endgültig begraben?

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist seit 2016 Tech-Redakteur und Fernseher waren schon immer sein Fachgebiet. LED, OLED, Mini-LED, Micro-LED: Völlig egal, er interessiert sich für alle Displays. Mit TVs kennt er sich also bestens aus.

Deswegen feiere ich Micro-LED

Eigentlich verrät es der Name schon: Auf den kleinsten Nenner heruntergebrochen bestehen Micro-LED-Panels aus mikroskopischen Leuchtdioden – die wie OLEDs funktionieren. Der Unterschied ist, dass OLEDs mit organischen Kohlenstoffverbindungen arbeiten, Micro-LED anorganisch.

Kurz und gut: Die Pixel leuchten von selbst. Dadurch brauchen sie nicht nur keine Hintergrundbeleuchtung, sie sind auch modular beliebig einsetzbar.

Das schlägt sich in folgende Vorteile nieder:

  • Selbstemittierend, heißt, es ist keine Hintergrundbeleuchtung nötig.
  • Höherer Kontrast im Vergleich zu LED.
  • Perfektes Schwarz, ganz wie bei OLED.
  • Keine Verschleißerscheinungen wie bei OLED und damit eine lange Lebensdauer.
  • Schnelle Reaktionszeiten
  • Modular einsetzbar, wodurch jede Displaygröße potenziell möglich ist.

Video starten 1:09 CES 2026: Samsung stellt Riesen-TV mit 130 Zoll vor

Klingt ja alles schön gut, aber wieso gibt es denn immer noch keine Micro-LED-TVs? Das hat mehrere Gründe.

Wo sind die Micro-LED-TVs?

Seit 2018 ist natürlich viel Zeit vergangen. Seit Juli 2024 sieht es für Micro-LED schlecht aus, denn sowohl LG als auch Samsung haben nach Jahren ihren Fokus verschoben. Die Gründe:

  • Die Technologie entwickelt sich nicht schnell genug weiter.
  • Micro-LED-Geräte sind zwar günstiger geworden, die Preise bewegen sich allerdings immer noch im sechsstelligen Bereich.
  • Micro-LED ist limitiert auf riesige Panels und ist damit für den häuslichen Gebrauch (noch) zu groß.

Das alles resultiert darin, dass Micro-LED-TVs in der Herstellung schlichtweg zu teuer sind und dementsprechend teuer verkauft werden müssten.

<br>Waipu.tv

Waipu.tv
Waipu.tv bietet euch insgesamt 270 TV-Sender, davon 255 in HD-Qualität und 69 Pay-TV-Kanäle, die ihr entweder live anschauen oder streamen könnt. Dazu gibt es haufenweise aktuelle Blockbuster.
<br>Prime Video

Prime Video
Bei Prime Video findet ihr neben zahlreichen Filmen und Serien großartige Amazon-Eigenproduktionen, darunter die neue Fallout-Serie oder The Boys, eine der besten Superheldenserien aller Zeiten.
<br>WOW

WOW
WOW, ehemals Sky Ticket, hat nicht nur Kino-Hits wie Oppenheimer und HBO-Serien wie Game of Thrones anzubieten, sondern auch jede Menge Live-Sport, z. B. Bundesliga, Premier League oder Formel 1.
<br>Disney+

Disney+
Vor allem für Star-Wars- und Marvel-Fans ist Disney+ ein absolutes Muss. Daneben gibt es echte Klassiker wie etwa Toy Story, aber auch Oscar-Preisträger wie die beiden Avatar-Filme oder Poor Things.
<br>RTL+

RTL+
Egal ob Live-TV, Film-Klassiker wie die Zurück-in-die-Zukunft-Reihe oder spannende Dokumentationen: RTL+ ist vielfältig aufgestellt. Fußballfans dürfen sich außerdem die Europa League freuen.
<br>MagentaTV

MagentaTV
Über 150 HD-Sender, eine große Mediathek mit internationalen Blockbustern, paralleles Streaming. Zudem lassen sich andere Streaming-Dienste wie z. B. Netflix vergünstigt hinzubuchen.
<br>Joyn

Joyn
Rosins Restaurants, GNTM, The Voice Kids – all diese bekannten TV-Serien könnt ihr mit Joyn live sehen oder nachträglich streamen. Für eine noch größere Auswahl gibt es das kostenpflichtige Joyn PLUS+.

Eine zweite Wahrheit ist, dass OLED-TVs mittlerweile sehr viel besser geworden sind. Der Qualitätsvorsprung, den Micro-LED zur damaligen Zeit hatte, war deutlich größer.

Mittlerweile hat die OLED-Technologie die Lücke nahezu geschlossen.

  • OLED-Fernseher sind günstiger geworden: Es gibt sie mittlerweile für dreistellige Eurobeträge.
  • OLED-TVs gibt es jetzt in allen Größen, in denen es LED-Fernseher auch gibt.
  • OLED-TVs sind top ausgestattet, sodass selbst Mittelklasse-Geräte Sonderfunktionen wie Gaming Features bieten.
  • OLED hat seine Einbrenngefahr durch Reinigungsprogramme und Pixel-Shift in den Griff bekommen.
  • OLED-Geräte sind im Zuge dessen langlebiger geworden.
  • OLED-Fernseher haben an der Helligkeit geschraubt und müssen sich vor Geräten mit Hintergrundbeleuchtung kaum mehr verstecken.

Video starten 51:20 OLED: Die Lichtgestalt für Gamer oder übertriebener Hype?

Micro-LED ist nicht völlig verschwunden

Auf der CES zeigt Samsung den Timeless Frame, über den ich bereits bezüglich seiner Optik geschrieben habe. Dieses Modell nutzt Micro-RGB-LED-Beleuchtung. Da sind die Bildpunkte zwar nicht selbst winzig, aber das Backlight ist es.

Prinzipiell ist das die Weiterentwicklung von Mini-LED; die Dioden sind einfach noch mal kleiner geworden. Das RGB kommt daher, dass keine weißen oder blauen LEDs für die Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz kommen. Stattdessen drei LEDs in Rot, Grün und Blau (wie der Name vermuten lässt).

  • Das erhöht die Kontrastwerte.
  • Dimming-Zonen lassen sich noch genauer ansteuern.
  • Höhere Spitzenhelligkeit

Tatsächlich gibt es bereits sogar schon einen Nachfolger im Geiste: Nano-LED. Das sind noch sehr viel kleinere Pixel als Micro-LEDs. So richtig kann die Wissenschaft den Größenunterschied allerdings nicht beziffern. Das liegt daran, dass bei Micro-LED »Micro« einfach nur kleiner als Mini meint, nicht aber die tatsächlichen Maße von Mikrometern besitzt.

Auf der CES vor zwei Jahren wurde bereits ein Prototyp gezeigt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Bis Nano-LED- oder QDEL-Bildschirme wirklich massentauglich sind, werden noch viele Jahre vergehen – sofern das überhaupt geschieht.

Habt ihr die CES 2026 verfolgt? Was sind eure Highlights der Messe? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare!

zu den Kommentaren (1)

Kommentare(1)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.