Neuer Content für ein mehr als zehn Jahre altes Spiel ist doch an sich immer toll, oder? Nunja, bei Minecraft meldet die Community inzwischen angesichts einer inzwischen ungeliebten Tradition Bedenken an und hat sogar eine Petition gestartet, um sich gegen Mojang zu wehren.
Wir erklären euch, was da derzeit rund um die berühmte Klötzchenwelt abgeht!
Die Qual der Wahl
Aus Tradition fordert Mojang seit längerem schon alljährlich die Minecraft-Community auf, über ein neues Monster abzustimmen, das im Anschluss kostenlos ins Spiel implementiert wird. Und nun war es auch 2023 wieder so weit:
- Von 19 Uhr am 13. Oktober bis 19.15 Uhr am 15. Oktober deutscher Zeit kann im Minecraft Launcher, auf Minecraft.net, oder auf dem Event-Server der Minecraft: Bedrock Edition abgestimmt werden.
- Das Ergebnis wird dann in der Minecraft-Live-Show, die am Sonntag, 15. Oktober, ab 19 Uhr stattfindet, preisgegeben werden.
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Zur Auswahl stehen dieses Mal:
- Ein Pinguin, der das Boot der Spieler beschleunigen kann.
- Eine Krabbe, mit deren Krallen Blocks in größerer Entfernung platziert werden.
- Ein Gürteltier, aus dessen Außenhaut spezielle Rüstungen für die gezähmten Wölfe gefertigt werden können.
Was ist nun das Problem? Alle drei klingen echt cool und würden das Gameplay sicher bereichern, oder? Ja, genau so denken auch große Teile der Community und sie fordern ein Ende der Verschwendung von tollen Ideen.
Denn ausschließlich der Gewinner des Votings wird umgesetzt, die anderen beiden Monster-Tierchen verschwinden im Software-Nirvana - und das Dilemma wiederholt sich seit Jahren.
Eine Petition zum Arterhalt aller Monster-Ideen
In einer Petition, die bereits von fast 350.000 Leuten unterzeichnet worden ist, fordern sie, dass jedes Jahr drei neue Monster ins Spiel gebracht werden und die Abstimmungen gestoppt werden.
Wie argumentieren die Initiatoren? Sie liefern gleich mehrere Begründungen, weshalb die aktuelle Content-Politik änderungsbedürftig sei:
- Minecraft verdanke einen Teil seiner Popularität auch den regelmäßigen Updates und dem neuen Content. Doch seitdem Microsoft Mojang gekauft hat, werde die Rate an Updates als verschlechtert empfunden.
- Die Ideen seien
stets fantastisch
, doch durch den Vote würde die Community zur Entscheidung gezwungen und so potenziellen Top-Content verfallen zu lassen. - Teils würden einzelne Content-Creator ihre Zuschauer dazu auffordern, mit gezielten Abstimmungen die Wahl zu manipulieren und so das Ergebnis zu verfälschen. Weil dadurch sogar gezielt gegen Favoriten der Community gestimmt werden kann, sei das Voting auch nicht vor Trolling gefeit.
Aus Sicht der Petitionsinitiatoren wird die Situation zudem extra-lächerlich
, wenn unbezahlte Modder die angekündigten, aber nicht umgesetzten Monster nur Tage später einfach selbst ins Spiel integrieren.
12:37
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Was denkt ihr über die Petition? Haben die Initiatoren sowie folglich auch die Unterzeichner einen Punkt oder ist das eher dreist? Denn letztendlich ist das ja kostenloser neuer Content, dessen Verdreifachung ja quasi gefordert wird. Welches bei den vergangenen Abstimmungen durchgefallenes Monster vermisst ihr bis heute? Schreibt uns eure Gedanken und Meinung zu diesem Thema gerne in die Kommentare!

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