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Mobile VR-Brille Oculus Quest wird mit Oculus Link zur PC VR

Oculus hat die Beta von Oculus Link offiziell gestartet: Mittels eines USB-Kabels könnt ihr nun die Oculus Quest zur Oculus Rift S verwandeln und am PC nutzen.

von Dennis Ziesecke,
19.11.2019 20:12 Uhr

Oculus Quest verwandelt sich neuerdings in eine VR-Brille für den PC und ist damit für Titel wie Asgard's Wrath und Stormland geeignet. Oculus Quest verwandelt sich neuerdings in eine VR-Brille für den PC und ist damit für Titel wie Asgard's Wrath und Stormland geeignet.

Besitzer der mobilen VR-Konsole Oculus Quest konnten sich bisher zwar über eine angenehme Beinfreiheit dank kabelloser Funktionsweise freuen, allerdings sorgt der Smartphone-Prozessor im Inneren der Quest nicht für die Grafikqualität eines PCs. Mit Oculus Link lässt sich die Beinfreiheit nun gegen eine Kabelverbindung zum PC eintauschen.

Mit Oculus Quest am PC spielen

Bereits auf der Oculus Connect 6 kündigte das zu Facebook gehörende Unternehmen an, eine Kabelverbindung zwischen PC und Oculus Quest unter dem Namen Oculus Link zu entwickeln. Der dort versprochene Termin im November 2019 wurde eingehalten: Seit dem 18. November ist es offiziell möglich, aus der mobilen VR-Brille eine PC-VR-Brille zu machen. Das von Oculus ebenfalls angekündigte 5 Meter lange USB-C-Kabel für 79,99 US-Dollar erscheint allerdings erst später im Jahr, es funktionieren aber auch viele Standard-USB-Kabel.

Gaming-PC und USB-Kabel benötigt

Benötigt wird dafür nur ein ausreichend schneller PC mit USB 3.0, eine Oculus Quest und ein USB-Anschlusskabel. Dieses sollte auf zumindest einer Seite einen USB-C Stecker besitzen, da die Quest diesen Voraussetzt - Adapter funktionieren aber ebenfalls.

Oculus Link ist schnell eingerichtet und erfordert nur ein USB-Kabel. Oculus Link ist schnell eingerichtet und erfordert nur ein USB-Kabel.

Auf dem PC muss außerdem die kostenlose Oculus Software gestartet sein, mit der auch die Einrichtung der VR-Brille vorgenommen wird. Erweist sich das genutzte Kabel als kompatibel, lässt sich ohne Umwege loslegen: Die Quest zeigt nun das Oculus PC-Dashboard statt die Quest-Variante davon.

Oculus Link ermöglicht damit das Spielen von Titeln wie Asgard's Wrath und Stormland, den beiden aktuellen teuer produzierten Oculus-Exklusivspielen. SteamVR wird aber ebenfalls unterstützt, dort erscheint die Oculus Quest als Rift S und funktioniert auch genauso.

Als Grafikkarte rät Oculus aktuell zu einer Nvidia-GPU ab der GTX 1070, AMD steht nicht auf der Kompatibilitätsliste für die Beta von Oculus Link. Wir haben Stormland trotzdem mit einer GTX 1060 spielen können und sogar eine AMD RX570 funktionierte, rechnet aber nicht schnell genug.

Wir haben bereits einige Kabel getestet, allerdings ist es nicht einfach, ein zuverlässig funktionierendes Kabel zu finden, das eine Länge von mehr als drei Metern vorweisen kann. Besser geht es mit geringeren Kabellängen und einer (möglichst aktiven) USB-Verlängerung. Latenz und Grafikqualität leiden indes nicht: Bis auf den schlechteren Tragekomfort gibt es gegenüber den PC-Brillen von Oculus nur wenig zu beanstanden, die Rift CV1 wird problemlos deklassiert, die Rift S bietet ein etwas besseres Bild.

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