Was das Kampfsystem von New World ungewöhnlich für ein MMO macht

Flotte Kämpfe wie in einem Action-Rollenspiel und Waffen-Skillbäume statt Klassen: New World geht bei seinem Kampfsystem ungewöhnliche Wege.

von Géraldine Hohmann,
12.03.2020 18:00 Uhr

Egal ob PvP oder PvE: In New World wird viel gekämpft. Egal ob PvP oder PvE: In New World wird viel gekämpft.

Der Start von Amazons ambitioniertem MMO-Riesen New World rückt immer näher! Am 26. Mai setzen wir unseren Fuß zum ersten Mal auf den verwunschenen Boden der Insel Aeternum. Dort stellen wir uns anderen Spielern in PvP-Massenschlachten um Festungen oder bekämpfen, was die neue Wahlheimat den Abenteurern an fiesen Gegnern entgegen schleudert.

Das Kampfsystem schreibt sich dabei vor allem Action und Flexibilität auf die Fahnen, wird aber von den Entwicklern selbst mit Dark Souls verglichen. Werden die Kämpfe in New World also unerwartet knüppelhart für ein MMO? Wie soll das flexibel sein? Wir erklären euch, was ihr von dieser Kombination erwarten könnt.

Wie Dark Souls mit unendlicher Ausdauer

  • Wie auch im extrem skillbasierten und legendär schweren Dark Souls wird im Kampfsystem von New World die richtige Positionierung und das direkte Anvisieren der Gegner groß geschrieben.
  • Sogenanntes Tab-Targeting wird es nicht geben. Stattdessen kann man jederzeit in alle Richtungen angreifen und auch entsprechend Schaden nehmen.
  • Fans werden auch die allseits beliebte Ausweichrolle wiedererkennen.
  • Standardangriffe mit schweren Angriffen abwechseln - auch das klingt stark nach Dark Souls. In New World haben wir dabei aber keine Ausdauerleiste. Ganz ähnlich, wie es schon in Sekiro von Souls-Entwickler From Software der Fall war.
  • Somit sind deutlich schnellere Kombos möglich. Unsere einzige Einschränkung ist die Abklingzeit der Spezialangriffe.

Wie das in Aktion aussieht, zeigt ein kurzer Clip der Entwickler auf Twitter:

Alles, was wir tun, soll sich echt und wirkungsvoll anfühlen. Es soll schweres Treffer-Feedback geben. Mit anderen Spielern kollidieren wir, statt wie in einigen anderen MMOs einfach durch sie hindurch zu laufen. Das ist vor allem spannend in den großen Massenschlachten und im PvP. Ihr müsst dort also aufpassen, wir ihr euch im Vergleich zu anderen Spielern positioniert.

Das Kampfsystem war ersten Testern zu schwierig

Ursprünglich gab es eine Ausdauerleiste in New World, die wurde von den ersten Testern aber als zu fordernd empfunden und wieder aus dem Spiel entfernt. Außerdem ist das Kampfsystem mittlerweile insgesamt weniger bestrafend, sodass man mehr Fokus auf das Ausprobieren actionreicher Kombos legen kann.

Wollt ihr euch selbst ein Bild machen? Im Mai startet New World in eine weitere Test-Runde. Wir haben euch alle Infos zur bevorstehenden New-World-Beta zusammengefasst.

Wie das Setting für Waffenvielfalt sorgt

New World verzichtet vollständig auf Klassen. Stattdessen könnt ihr euch einfach jede Waffe schnappen, auf die ihr Lust habt und damit loslegen. Über zu wenig Auswahl wird man sich dabei nicht beschweren können: Es stehen Bögen, Schwerter, Axte, Schilde, Musketen oder auch Zauberstäbe bereit.

Diese Diversität ergibt sich aus dem Setting von New World, das die Waffen der Kolonialzeit mit Fantasy-Elementen kombiniert. Der Game Director Scot Lane erzählt in einem Interview mit MeinMMO begeistert von der Waffenvielfalt, die das 17. Jahrhundert mit sich bringt:

"Wir bezeichnen die Welt so: Es ist der letzte Moment, in denen Schwert und Schild eingesetzt werden, und der erste Atemzug, den Munition und Schießpulver machen. Es ist eine besondere Zeit, in der diese zwei Technologien aufeinandertreffen, und das macht es auch für uns spannend und spaßig."

Mehr zu der ungewöhnlichen Mischung erfahrt ihr in unserem Special zur Story von New World:

Die Story von New World kurz zusammengefasst: Das erwartet euch auf Aeternum   56     3

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Eure Waffe bestimmt, wer ihr seid

Statt eurem Charakter werden eure Waffen selbst über Skilltrees verfügen. Im Klartext heißt das zum Beispiel: Ihr könnt eine Axt als Schlagaxt im Nahkampf verwenden, sie aber auch für den Fernkampf als Wurfaxt skillen. Im Laufe des Spiels schaltet ihr bis zu drei Waffenslots frei, zwischen denen ihr im Kampf dynamisch wechseln könnt.

In einem weiteren Twitter-Video zeigen die New-World-Entwickler, wie es aussieht, wenn ihr eurem Gegner erst eure Muskete ins Gesicht pfeffert und damit dann einen schnellen Schuss aus der Hüfte abgebt.

Statt festgelegter Klassen könnt ihr bei jedem Level-Up frei Attributspunkte verteilen, die euch zu einem besseren Nahkämpfer, Tank oder Heiler machen. Die Fraktionen geben euch ebenfalls keinen Spielstil vor, sie verteilen euch lediglich bestimmte Boni. Bei den Marodeuren erhaltet ihr einen Bonus auf Schaden, Mitglieder des Bündnisses finden im Endgame mehr schwere Rüstungen und Syndikats-Anhänger haben mehr Zugriff auf verschiedene Tränke.

Macht so viel Freiheit Spaß?

Großen Entscheidungsdruck haben wir beim Leveln ebenfalls nicht. Bis Level 20 können wir unsere verteilten Punkte kostenlos zurücksetzen und die Karten neu mischen. Die Frage ist, wie effektiv das freie Mixen von Waffenskills, Boni und Attributen am Ende noch ist und ob sich die einzelnen Aspekte wirklich stark genug auswirken, um einen Unterschied zu machen.

Einen ersten Eindruck verschafft unsere große Plus-Preview zu New World und unser Video zum Anspielevent:

New World Gameplay-Preview - Das erste Open-World-MMO 2020 ist jetzt TOTAL anders! 10:30 New World Gameplay-Preview - Das erste Open-World-MMO 2020 ist jetzt TOTAL anders!

Mehr darüber, ob dieses Konzept aufgeht, erfahren wir zum Start der New World-Beta, zu der ihr euch derzeit anmelden könnt. Kollegin Elena hat aber jetzt schon eine Einschätzung gewagt, ob New World eine Chance darauf hat, das nächste große MMO zu werden.

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